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Alt 30.12.2005, 16:37   #1   Druckbare Version zeigen
Paheka  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 31
Fragen rund ums Katalytische Cracken von Paraffinöl

Hallo
Ich muss für die Schule ein Protokoll über einen Versuch über das katalytische Cracken von paraffinöl machen und habe dazu ein paar Fragen.
Ich hoffe ihr könnt mir helfen.
Grobe Durchführung des Versuchs: Paraffinöl mit Perlkatalysator in RG, mit einer Seite von U-Rohr verbinden, U-Rohr in Eiswasser stellen, Glasspitze mit Stahlwolle an andere Seite von U-Rohr, erhitzen

1. Warum der Perlkatalysator schwarz ?
Meine Vermutung: Er verkohlt beim Erhitzen einfach

2. Welche Crackprodukte entstehen bei dem Vorgang, wenn man beim Paraffinöl von Octan ausgeht? (mit Reaktionsgleichung)
Mein Anfang: C8H18 + O2 ----> CO2 + H2O aber da muss ja noch ein kurzkettiges Alkan rauskommen, CO2 wäre dann das entstehende Gas. Weiß aber nicht weiter.

3. Wieso ist das entstandene Crackprodukt neongrün?
Da habe ich gar keinen Plan.

4. Wieso brennt die Flamme über der Glasspitze, je länger der Versuch dauert, umso länger?
Ich denke mal, weil die Menge des entzündlichen Gases zunimmt.

5. Warum dauert es länger bis das Paraffinöl (Octan) verdunstet ist, als das Crackprodukt?
Ich denke mal, weil es langkettiger ist.

6. Paraffinöl färbt sich mit Baeyer-Reagenz rosa, Crackprodukt wird gelb-bräunlich. Bedeutet das, dass das Crackprodukt eine Doppelbindung hat und Octan nicht?

7. Was wird damit bezweckt, dass man beim Hydrocracken den Ausgangsstoffen H2 zuführt?
Ich denke mal, dass damit bezweckt wird, dass Wasserstoff an die Doppelbinfung angeschweißt wird (Hydrierung).

Ich hoffe ihr habt Zeit mir zu helfen. Habe versucht auf alles eine Lösung zu finden, könnte deshalb nicht alles so ganz stimmen.

MfG Patrick
Paheka ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.12.2005, 16:46   #2   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Fragen rund ums Katalytische Cracken von Paraffinöl

Schau mal da : http://de.wikipedia.org/wiki/Cracken
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.12.2005, 00:02   #3   Druckbare Version zeigen
Paheka  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 31
AW: Fragen rund ums Katalytische Cracken von Paraffinöl

Das hilft mir bei meinen Problemen aber leider nicht.
Paheka ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.12.2005, 00:23   #4   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Fragen rund ums Katalytische Cracken von Paraffinöl

Dann mal langsam :

Zitat:
1. Warum der Perlkatalysator schwarz ?
Meine Vermutung: Er verkohlt beim Erhitzen einfach.
Denke ich auch, dass es sich dabei um Abscheidung von elementaren Kohlenstoff handelt.

Zitat:
2. Welche Crackprodukte entstehen bei dem Vorgang, wenn man beim Paraffinöl von Octan ausgeht? (mit Reaktionsgleichung)
Mein Anfang: C8H18 + O2 ----> CO2 + H2O aber da muss ja noch ein kurzkettiges Alkan rauskommen, CO2 wäre dann das entstehende Gas. Weiß aber nicht weiter.
Das wäre eine Verbrennung. Andere Baustelle. Cracken schau mal da
http://www.chemieunterricht.de/dc2/haus/v100.htm

Zitat:
3. Wieso ist das entstandene Crackprodukt neongrün?
Da habe ich gar keinen Plan.
Ebenfalls keine Ahnung, sollte nicht sein.

Zitat:
5. Warum dauert es länger bis das Paraffinöl (Octan) verdunstet ist, als das Crackprodukt?
Ich denke mal, weil es langkettiger ist.
i.O.

Zitat:
6. Paraffinöl färbt sich mit Baeyer-Reagenz rosa, Crackprodukt wird gelb-bräunlich. Bedeutet das, dass das Crackprodukt eine Doppelbindung hat und Octan nicht?
Ja, siehe auch link.

Zitat:
7. Was wird damit bezweckt, dass man beim Hydrocracken den Ausgangsstoffen H2 zuführt?
Ich denke mal, dass damit bezweckt wird, dass Wasserstoff an die Doppelbinfung angeschweißt wird (Hydrierung).
Richtig!

Hilft das jetzt?
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.01.2006, 11:51   #5   Druckbare Version zeigen
Paheka  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 31
AW: Fragen rund ums Katalytische Cracken von Paraffinöl

Danke schonmal. Jetzt bin ich ein ganzes Stück weiter.
Habe nur noch ein Problem:
Ich verstehe trotzdem nicht, was für Crackprodukte entstehen.
Kann mir jemand vielleicht noch sagen, was entsteht, wenn man Paraffinöl (Octan) crackt?
Paheka ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.01.2006, 12:26   #6   Druckbare Version zeigen
Tigurius Männlich
Mitglied
Beiträge: 82
AW: Fragen rund ums Katalytische Cracken von Paraffinöl

Das Cracken ist eine Homolyse chemischer Bindungen. Du kannst also entweder die C-C-Bindungen oder die C-H-Bindungen spalten (Pyrolyse).

Homolyse bedeutet, dass du die Elektronen der Bindung gleich auf beide Bruchstücke verteilst. Es entstehen somit Radikale.

Wenn du bei Oktan die C1-C2-Bindung spaltest entsteht ein Methylradikal und eine Heptylradikal. Gleichzeitig entstehen bei Spaltung der C2-C3-Bindung eines anderen Moleküls auch Ethyl- und Hexylradikale...

Diese unterschiedlichen Radikale können sich dann mit anderen Radikalen wieder zusammensetzen.

Nun kann auch eine C-H-Bindung aufspalten. Das H-Atom nimmt sein Elektron und bindet sich an ein anderes Radikal und bildet ein Alkan (Wasserstoffabstraktion)

Das verbliebene Elektron des ursprünglichen Alkans bildet mit dem Elektron des Radikals eine Doppelbindung aus, und wird somit zum Alken.

Möglich sind also alle Alkane vom Methan bis keine Ahnung wie lang und verschiede Alkene.

Jetzt stellt sich die Frage in welche Richtung man Cracken will. Wenn du unter Wasserstoff arbeitest, erhälst du ja möglichst kurze Produkte und wenige Alkenen.

Geändert von Tigurius (02.01.2006 um 12:33 Uhr)
Tigurius ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.01.2006, 11:36   #7   Druckbare Version zeigen
Juergele Männlich
Mitglied
Beiträge: 4
AW: Fragen rund ums Katalytische Cracken von Paraffinöl

Ich habe vor kurzem ein ähnliche Praktikum gemacht:

Bei mir lautet eine Frage: Welche n-Alkene / n-Alkane sind entstanden?
Welche Stoffe könnten noch entstanden sein?

Ih kann diese AUfgabe doch nur lösen, wenn ich weiß was für ein Paraffinöl benützt wurde??

Angenommen Octan!
ich habe nach dem Cracken folgende Radikale:
C1, C2 , C3, C4, C5, C6, C7 ? (die H hab ich weggelassen)

Können sich diese Radikale jetzt beliebig zusammentun?
Dann könnte ja C14 entstehen!!

Wir haben als Definition aufgeschrieben:
Bei katalytische Cracken werden große Moleküle in kleinere Moelküle aufgespalten.

C14 > C8 !

Bitte helft mir! Danke.
Juergele ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.01.2006, 13:52   #8   Druckbare Version zeigen
Tigurius Männlich
Mitglied
Beiträge: 82
AW: Fragen rund ums Katalytische Cracken von Paraffinöl

Das kann entstehen.

Die Kunst an der Sache ist es ja, die Reaktionen so zu steuern, dass man möglichst viel vom gewünschten Produkt erhält.
Tigurius ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.05.2006, 11:50   #9   Druckbare Version zeigen
labor-träumer Männlich
Mitglied
Beiträge: 5
AW: Fragen rund ums Katalytische Cracken von Paraffinöl

Ich cracke gerade im Rahmen eines Schulprojektes flüssiges Parrafin. Dabei ist mir ein Teil des Crackproduktes zurückgelaufen. Die Mischung war hellgrün!

Nun aber ein paar Fragen:
1. Ich habe das Kondensat aus der Kühlfalle mit Browasser vermengt und siehe da es entfärbte sich! Darf ich behaupten dass Alkene entstanden sein müssen und dass es sich um eine Addition handelt?
2.In der versuchsbeschreibung steht ich solle das Crackprodukt mit Bayer-Reagenz (wohl eine Kaliumpermanganatlösung) mischen, was kann ich damit nachweisen?
3. Eigendlich wollte ich per Knallgasprobe nachweisen, dass Alkene oder auch Alkine? entstanden sind, im Reagenzglas über meinem Gasausgang kam aber offensichtlich nicht viel an (funktionierte nicht). Dies liegt wahrscheinlich an den Verbindungsschläuchen. Diffundiert der Wasserstoff etwa so stark aus?
Danke im Vorraus
labor-träumer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.05.2006, 12:56   #10   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Fragen rund ums Katalytische Cracken von Paraffinöl

Zitat:
1. Ich habe das Kondensat aus der Kühlfalle mit Browasser vermengt und siehe da es entfärbte sich! Darf ich behaupten dass Alkene entstanden sein müssen und dass es sich um eine Addition handelt?
Ist i.O.

Zitat:
2.In der versuchsbeschreibung steht ich solle das Crackprodukt mit Bayer-Reagenz (wohl eine Kaliumpermanganatlösung) mischen, was kann ich damit nachweisen?
Ebenfalls Doppelbingungen.

Zitat:
Eigendlich wollte ich per Knallgasprobe nachweisen, dass Alkene oder auch Alkine? entstanden sind, im Reagenzglas über meinem Gasausgang kam aber offensichtlich nicht viel an (funktionierte nicht).
Wenn Alkene/Alkine entstehen muss nicht zwangsläufig Wasserstoff mitentstehen.

Zitat:
Dies liegt wahrscheinlich an den Verbindungsschläuchen. Diffundiert der Wasserstoff etwa so stark aus?
Ja.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.05.2006, 21:59   #11   Druckbare Version zeigen
labor-träumer Männlich
Mitglied
Beiträge: 5
AW: Fragen rund ums Katalytische Cracken von Paraffinöl

Dankeschön bin glücklich
labor-träumer ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 12.03.2007, 17:19   #12   Druckbare Version zeigen
Melli1989  
Mitglied
Beiträge: 1
AW: Fragen rund ums Katalytische Cracken von Paraffinöl

Wie sind die Reaktionsgleichungen für das cracken von hexadecan?kann mir da vllt jmd weiterhelfen?!
danke
Melli1989 ist offline   Mit Zitat antworten
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