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Alt 19.12.2005, 21:19   #1   Druckbare Version zeigen
Medimar  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 9
Auflösung von Erdalkalisulfaten

Calciumsulfat lässt sich mit Salzsäure auflösen.
Strontiumsulfat nicht mehr. Was passiert, wenn man Schwefelsäure benutzt, deren Säurerestionen ja in das Löslichkeitsprodukt des Calciumsulfats eingreifen?
Ich nehme an, dass sich Erdalkaliphophate ebenfalls unter Säureeinfluss auflösen lassen?
Kann man beim Strontiumcarbonat diesen Effekt auch noch beobachten?
Medimar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.12.2005, 21:31   #2   Druckbare Version zeigen
Allchemist Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.129
AW: Auflösung von Erdalkalisulfaten

Zitat:
Zitat von Medimar
Calciumsulfat lässt sich mit Salzsäure auflösen.
Strontiumsulfat nicht mehr. Was passiert, wenn man Schwefelsäure benutzt, deren Säurerestionen ja in das Löslichkeitsprodukt des Calciumsulfats eingreifen?
Ich nehme an, dass sich Erdalkaliphophate ebenfalls unter Säureeinfluss auflösen lassen?
Kann man beim Strontiumcarbonat diesen Effekt auch noch beobachten?
Habe vor langer Zeit mal folgende Regel gehört:

Gleichioniger Zusatz senkt die Löslichkeit, fremdioniger Zusatz erhöht dieselbe.
Dh. mit Schwefelsäure wirst Du bei Calciumsufat das Gegenteil, nämlich eine Absenkung der Löslichkeit erreichen.

Phosphate dürften sich mit Schwefelsäurezusatz lösen, da Hydrogenphosphate gebildet werden.

Aus Karbonat wird generell durch stärkere Säuren die Kohlensäure ausgetrieben, die ihrerseits in CO2 und Wasser zerfällt. Das Strontiumion bildet das Salz der verwendeten Säure (zB. Strontiumchlorid aus Salzsäure). Ob dieses löslich ist hängt von der Säure ab.
Allchemist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.12.2005, 09:55   #3   Druckbare Version zeigen
Tino71 Männlich
Moderator
Beiträge: 6.935
Blog-Einträge: 41
AW: Auflösung von Erdalkalisulfaten

SrSO4 und BaSO4 (und auch PbSO4) kann man in konzentrierter H2SO4 auflösen. Das liegt an der Bildung eines Disulfatokomplexes: [M(SO4)2]2-. Nimmt man nicht konzentrierte sondern verdünnte H2SO4, gilt das, was Allchemist schon gepostet hat - die Löslichkeit nimmt noch weiter ab (--> MWG).
Man kann schwerlösliche Salze übrigens immer dann mit ner anderen Säure als der, die im Säurerestanion steckt, auflösen, wenn die Säure schwerer flüchtig ist als die, die zum Säurerestanion korrespondiert. Bsp.: Ein schwerlösliches Carbonat läßt sich mit HCl auflösen, weil die Kohlensäure sich austreiben läßt --> Le Chatelier.
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Tino71 ist offline   Mit Zitat antworten
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