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Alt 11.12.2005, 09:04   #1   Druckbare Version zeigen
sterni85 weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 20
Thermodynamische Stabilität

Hey!!
Hab gestern n bißchen im Riedel was über kovalente Bindungen gelesen und an einer Stelle wusste ich nicht, wie ich mir das erklären soll. Da stand was über Bindungsenergien und übers Ozon. Es gibt da wohl 2 mögliche Strukturen...einmal son Ring aus Einfachbindungen und dann noch eine mit einer Doppelbindung und einer Einfachbindung und genau die mit der Doppelbindung soll jetzt stabiler sein..das versteh ich ja noch...das liegt doch bestimmt dadran, dass die Bindunglänge bei einer Dreifachbindung kürzer ist und somit die Überlappung stärker sein muss...und dann stand da noch, dass Ozon, also die Verb. mit der DB thermodynamisch instabil ist...ja warum eigentlich??Bei H2O2 und N2H4 soll das genauso sein...ich hab versucht mir das mit der Kästchenmethode mal aufzumalen und habs nicht verstanden....könnt ihr mir helfen?
Mfg
Sterni
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Alt 11.12.2005, 10:16   #2   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Thermodynamische Stabilität

Mit thermodynamisch instabil ist nur gemeint, dass die Verbindung eine positive freie Bildungsenthalpie hat. Insofern ist sie instabil in Bezug auf die Elemente, aus denen sie besteht :

3 O2(g) = 2 O3(g) mit deltaG>0 positiv, bedeutet ja dass die umgekehrte Reaktion, also der Zerfall von Ozon zu Sauerstoff deltaG<0 hat und somit spontan (im thermodynamischen Sinnn) verläuft.

Bei Hydrazin ist das genauso :

N2 + 2 H2 = N2H4 hat deltaG>0, d.h. der Zerfall des Hydrazins in seine Elemente ist spontan.

lg
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Alt 11.12.2005, 11:27   #3   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Thermodynamische Stabilität

Zitat:
Zitat von ehemaliges Mitglied
Alles Klarheiten beseitigt?

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Alt 11.12.2005, 13:01   #4   Druckbare Version zeigen
sterni85 weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 20
AW: Thermodynamische Stabilität

ok, also ertsmal danke für eure Mühe ..mal sehen ob ichs verstanden hab..
also H2O2 und O3 sind thermodynamisch instabil, weil sie spontan zerfallen unter Energieabgabe.

Dann hab ich noch son paar kleine Sachen...naja..4 mesomere Grenzformeln beim Ozon? Ich hab nur 3 gefunden..peinlich, aber wie siehtn die 4. aus? Man hat doch 2 mal die DB verteilt und einmal alles mit EB..naja..
und dann hatte ich noch Probleme die Formel von N2H4 zu zeichnen. Also man rechnet doch die Valenzelektronen zusammen (2*5 + 4*1) so ..das sind 14 Elektronen und 7 Elektronenpaare..nach der richtigen Formel, also die mit den EB behält man doch noch 2 Elektronenpaare übrig, was mach ich n mit denen?
Naja, is ja alles eigentlich nich so schwer..dauert bei mir nur immer n bißchen

ja..ansonsten sind bei mir alle Klarheiten beseitigt..vielen dank! vielleicht kannst du es ja anders erklären..keine Ahnung, wenn es nicht richtig ist, dass die Doppelbindungen durch stärkere Überlappung fester miteinander verbunden sind, also höhere Bindungenergien haben als Einfachbindungen...wie kann man sich das denn sonst vorstellen...?

Mfg Sterni
sterni85 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.12.2005, 14:04   #5   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Thermodynamische Stabilität

Hallo

a) die vierte Grenzformel von Ozon : könnte damit die zyklische gemeint sein ?
b) die Struktur von Hydrazin ist nicht wirklich schwer : H2N-NH2. Alles Einfachbindungen, und auf jedem N ein nichtbindendes Paar, genauso wie im Ammoniak (NH3). Hab jetzt kein Zeichenprogramm aufm PC, sonst hätt ich dirs aufgemalt...

lg
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Alt 09.06.2008, 17:57   #6   Druckbare Version zeigen
Schraupe Männlich
Mitglied
Beiträge: 15
Achtung AW: Thermodynamische Stabilität

vielleicht als etwas einfachere frage :
hat h2o2 eine doppelbindung zwischen den Sauerstoffatomen oder nicht ?
rein theoretisch wäre doch auch eine dreifachbindung möglich oder nicht ?
wär nett wen man mir gleich antwort gibt, da ich das morgen toll in einem vortrag erwähnen könnte mir aber nich sicher bin.
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Alt 09.06.2008, 18:20   #7   Druckbare Version zeigen
Paleiko Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.210
AW: Thermodynamische Stabilität

Wie willst du denn in H2O2 eine Mehrfachbindung unterbringen? Damit überschreitest du das Elektronenoktett am O.
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Alt 14.06.2008, 17:50   #8   Druckbare Version zeigen
Schraupe Männlich
Mitglied
Beiträge: 15
AW: Thermodynamische Stabilität

ja danke ich bin mir im klaren aber eingentlich *könnte* doch auch eine elektronenpaarbindung am h und bis zu 3 zwischen den o´s wenn auch nicht so ist
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Alt 14.06.2008, 20:34   #9   Druckbare Version zeigen
Paleiko Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.210
AW: Thermodynamische Stabilität

Nein, du vergisst die freien Elektronenpaare. Wenn man die Strukturen nach deinem Vorschlag einfach mal so aufzeichnet, bis das Oktett voll ist, erhält man:

H-O-O-H ("normal"): 7 Elektronenpaare (3 Bindungen, 4 freie EP)

H-OO-H (mit Dreifachbindung): 5 Elektronenpaare (nur Bindungen)
Paleiko ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2008, 20:04   #10   Druckbare Version zeigen
Schraupe Männlich
Mitglied
Beiträge: 15
AW: Thermodynamische Stabilität

Zitat:
Zitat von Paleiko Beitrag anzeigen
Nein, du vergisst die freien Elektronenpaare. Wenn man die Strukturen nach deinem Vorschlag einfach mal so aufzeichnet, bis das Oktett voll ist, erhält man:

H-O-O-H ("normal"): 7 Elektronenpaare (3 Bindungen, 4 freie EP)

H-OO-H (mit Dreifachbindung): 5 Elektronenpaare (nur Bindungen)
ahja sehr geil , aber beim oberen fehlt dann noch eins oder nich also ein elektronenpaar...
kann man hier iwie lewisformeln zeichnen ?
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Schraupe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2008, 23:39   #11   Druckbare Version zeigen
Paleiko Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.210
AW: Thermodynamische Stabilität

Bei mir fehlen jetzt ebenfalls die freien EP, weil man die hier nicht so einfach im normalen Text darstellen kann.
Paleiko ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2008, 23:58   #12   Druckbare Version zeigen
tuja21  
Mitglied
Beiträge: 10
AW: Thermodynamische Stabilität

die vier mesomeren Grenzstrukturen beim Ozon sind eigentlich nur ein formalismus und zur vorstellung nicht wirklich geeignet.
am besten schaut man sich die Bindungsverhältnisse des Ozons im Molekülorbitalschema an: daraus folgt, dass zwischen den drei O-Atomen zwei sigma-Bindungen vorliegen und eine pi-bindung, deren elektronendichte allerdings über das molekül delokalisiert ist. -> drei-Zentren-zwei-Elektronenbindung
der eselvergleich triffts am besten: die Grenzstrukturen liegen nicht nebeneinander im gleichgewicht vor.
und eine mehrfachbindung im H2O2 ist auf keinen Fall möglich.
tuja21 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2008, 14:16   #13   Druckbare Version zeigen
tuja21  
Mitglied
Beiträge: 10
AW: Thermodynamische Stabilität

genau das.
tuja21 ist offline   Mit Zitat antworten
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