Allgemeine Chemie
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Alt 10.12.2005, 11:00   #1   Druckbare Version zeigen
VirginCola weiblich 
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Haare...

hey...

ich hab da mal ne frage,ich hab zwar ne komplizierte erklärung dazu,aber ich dachte,jmd von euch kann mir das etwas verständlicher erklären...

warum sind nasse haare länger als trockene??

bei starker dehnung wird die helix wird unter auflösung der H-Brücken entspiralisiert,also entdreht...daraufhin bildet sich dann die faltblattstruktur...über disulfid brücken bleiben die polypeptidketten miteinander verknüpft.wenn die zugbelastung wegfällt,nimmt das keratin wieder seine urspr form an...

ist das so halbwegs richtig??
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Alt 10.12.2005, 12:40   #2   Druckbare Version zeigen
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AW: Haare...

hört sich gut an. Einfacher und kürzer kann man das glaub ich nicht schreiben.
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Alt 10.12.2005, 13:07   #3   Druckbare Version zeigen
VirginCola weiblich 
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Themenerstellerin
Beiträge: 60
AW: Haare...

ja?gut...
ich brauch das nämlich fürs mündl abi und nicht das die mir dann noch irgendwelche blöden fragen stellen können,auf die ich keine antwort weiss...

und was genau passiert dann bei anwendung von lockenwickler,fön und bei wenn man ne dauerwelle o wasserwellen machen lässt,weisst du dazu was??

fön,wasserwelle...: durch das einwirken von wasser im haar werden die H-Brücken gelöst...das aufgeweichte haar wird in die gewünschte form gebracht...beim verdampfen des wasser entstehen neue H-Brücken,die die form stabilisieren.bei erneuter wassereinwirkung nimmt das haar aber wieder seine urspr form an...klingt das schlüssig??

und zu dauerwelle?

lg

Geändert von VirginCola (10.12.2005 um 13:08 Uhr) Grund: verschrieben
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Alt 10.12.2005, 13:18   #4   Druckbare Version zeigen
Laika  
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AW: Haare...

In Bezug auf die Wasserwelle ist das ok. Was die Dauerwelle anbelangt ist der
Sachverhalt etwas anders.Denn wie der Name schon sagt,soll das Ganze ja von " Dauer " sein, also nicht bei dem erst besten Regen wieder aus der Form geraten. Deshalb werden die Disulfidbrücken des Keratins mit Hilfe eines Salzes , genannt Ammoniumthioglycolat, gespalten. Dann wird das Haar auf Wickler gebracht , neue Stukturen erzeugt und die jetzt entstandenen Disulfidbrücken mit H2O2 fixiert. Dann hast Du Deine Dauerwelle.




Gruß Laika

Geändert von Laika (10.12.2005 um 13:24 Uhr)
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Alt 10.12.2005, 13:31   #5   Druckbare Version zeigen
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AW: Haare...

Die Löckenwickler/Fön-Sache hört sich sehr schlüssig an. Hab ich zwar noch nie drüber gelesen, aber ich würd mal sagen, dass das stimmt.
Bei der Dauerwelle werden die disulfidbrücken gebrochen (chemisch: reduziert), dann wird das Ganze um ´nen Lockenwickler gepackt und es wird eine chemische umgebung geschaffen in der sich die disulfidbrücken wieder ausbilden (oxidiert) können. Diese stabilisieren dann das Haar in der gewünschten Form.
Ist dir auch klar, warum die Dauerwelle bleibt und die Wasserwelle (oder wie auch immer so was heisst) beim nächsten Waschen weg ist. Genauer gesagt, bist du dir über die Bindungseigenschaften einer H-Brücke und s-s-Brücke im klaren?

edit: sorry laika, hab rumgedrödelt bei meiner Antwort und nicht gemerkt, dass du schon was geschrieben hast....
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Alt 10.12.2005, 13:52   #6   Druckbare Version zeigen
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AW: Haare...

Zitat:
daraufhin bildet sich dann die faltblattstruktur
? Bist du dir da sicher? Hört sich für mich reinlich abgedreht an, dass sich da einfach durch Wasserbehandlung aus der Helices sheets bilden sollten...
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Alt 10.12.2005, 14:07   #7   Druckbare Version zeigen
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AW: Haare...

Zitat:
Hört sich für mich reinlich abgedreht an, dass sich da einfach durch Wasserbehandlung aus der Helices sheets bilden sollten...
Vielleicht nicht nur durch die Wasserbehandlung, aber durch das höhere Gewicht und die dadurch entstehende Zugbelastung kann ich mir das schon vorstellen. Helices und sheets stellen die stabilsten Formen eines Polypeptides dar, und wenn man an einer Helix zieht, ist wohl ein umkippen in Faltblattstruktur wahrscheinlicher als das die Helix abreisst. Die Backbonekonfiguration des Faltblattes wird allerdings nur durch parallele/antiparallele Stränge stabilisiert. Wenn das nicht gegeben ist, "flutscht" (dieses Wort gefällt mir, ktn ) das Keratin wieder in die Helixform. Nur so vorgestellt, wissen tu ich es nicht.

Edit: sind nasse Haare wirklich länger als mit den Fingern gestreckte trockene Haare? Ich hatte zwar selber mal ne ordentliche Matte, aber da hab ich nicht drauf geachtet.
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Alt 10.12.2005, 14:11   #8   Druckbare Version zeigen
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AW: Haare...

Zitat:
wenn man an einer Helix zieht, ist wohl ein umkippen in Faltblattstruktur wahrscheinlicher als das die Helix abreisst
wow, ich hab doch keinen abriss gemeint; dass da nix kovalentes in die brüche geht ist klar.....ich meinte eher ungeordnetere strukturen...
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Alt 10.12.2005, 14:32   #9   Druckbare Version zeigen
VirginCola weiblich 
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Themenerstellerin
Beiträge: 60
AW: Haare...

@ ktn

kannst du mir nochwas zu den bindungseigenschaften von H-brücken und S-S brücken erz?? :-)
VirginCola ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.12.2005, 15:12   #10   Druckbare Version zeigen
Laika  
Mitglied
Beiträge: 794
AW: Haare...

Bei den H- Brücken handelt es sich um elektrostatische Anziehungskräfte
zwischen zwei starken Dipolen. Das können z.B. zwei sich gegenüberliegende Carboxygruppen sein. Die Disulfidbrücken stellen dagegen eine´Elektronenpaarbindung dar, die nicht so leicht zu knacken ist, da muß man schon mit stärkeren Mitteln als Wasser ran.( siehe Dauerwelle).
Aus diesem Grunde werden beim Naßmachen der Haare nur Wasserstoffbrücken gelöst und so die Helix, wie Du oben ja schon erwähnt hast, entspiralisiert. Dabei werden weder Disulfidbrücken gelöst noch neue geknüpft. Denn, wie Dir ja sicherlich auch bekannt ist, ist die Helix die Sekundärstruktur eines Proteins , d.h. die Konformation des Protein entsteht nur durch H-Brücken zwischen den Peptidbindungen.

Gruß Laika
Laika ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.12.2005, 15:49   #11   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: Haare...

Zitat:
.....ich meinte eher ungeordnetere strukturen...
...oder sowas gestrecktes in der Art. Stabiles Faltblatt nur durch Wasser kommt mir mittlerweile auch unwahrscheinlich vor.
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Alt 10.12.2005, 16:06   #12   Druckbare Version zeigen
VirginCola weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 60
AW: Haare...

danke..eine frage hätt ich nochmal ein bissl off-topic...

was sind denn alpha-aminosäuren und was L-aminosäuren??

l steht ja für links,also das die aminogruppe links ist...und das 4 verschd substitate an dem C-Atom sind,ist das nun a oder L?
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Alt 10.12.2005, 17:09   #13   Druckbare Version zeigen
Godwael Männlich
Moderator
Beiträge: 12.173
Blog-Einträge: 12
AW: Haare...

Das alpha steht einfach für das Kohlenstoffatom, an dem die Aminogruppe hängt. Gezählt wird von der Säurefunktion an. Das erste C nach der COOH-Gruppe ist alpha, das zweite beta und so weiter...

D und L beziehen sich auf die Darstellung der Aminosäure in der Fischer-Projektion. Wie das im Detail funktioniert, habe ich jetzt keine Lust aufzuschreiben, zumal es hier im Forum und im Internet tausende Sachen dazu gibt. Ist auch eigentlich nicht schwer zu verstehen.
__________________
Gruß,
Fischer


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