Allgemeine Chemie
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Alt 26.11.2005, 13:30   #1   Druckbare Version zeigen
rossowt  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 67
CrCl3

Wasserfreies CrCl3 ist in Wasser scheinbar schwer löslich. Durch Zugabe von Spuren von Cr2+ kann der Lösevorgang erheblich beschleunigt werden.
Wie ist das zu erklären?

Mein Vorschlag: Cr2+ Ionen reduzieren Cr3+ Ionen zu Cr2+ Ionen und werden dabei selbst zu Cr3+ Ionen oxidiert. Was ich dabei jedoch nicht verstehe ist,wie es möglich ist, die stabilen Cr3+ zu den instabilen Cr2+ zu reduzieren.
Wird nicht eher Wasser zu Wasserstoff reduziert?

MfG
Torsten
rossowt ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 26.11.2005, 13:48   #2   Druckbare Version zeigen
noob Männlich
Mitglied
Beiträge: 953
AW: CrCl3

hmm ich verstehe nicht was das ganze dan bringen soll, wenn die sich praktisch so oxidieren und reduzieren das am ende das gleiche rauskommt?

mfg jojo
noob ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.11.2005, 13:53   #3   Druckbare Version zeigen
rossowt  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 67
AW: CrCl3

Hast du eine andere Erklärung wie durch Zugabe von Cr2+ der Lösevorgang beschleunigt werden kann?
rossowt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.11.2005, 13:59   #4   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.539
AW: CrCl3

Zitat:
Zitat von rossowt
Mein Vorschlag: Cr2+ Ionen reduzieren Cr3+ Ionen zu Cr2+ Ionen und werden dabei selbst zu Cr3+ Ionen oxidiert. Was ich dabei jedoch nicht verstehe ist,wie es möglich ist, die stabilen Cr3+ zu den instabilen Cr2+ zu reduzieren.
Wird nicht eher Wasser zu Wasserstoff reduziert?
Dein Vorschlag ist soweit richtig. Laut HoWi kommt es zur Übertragung eines Elektrons vom Cr2+ der Lösung auf Cr3+ des Feststoffes, das entstehde Cr3+ bleibt in Lösung und auch das entstehende Cr2+ löst sich und kann wiederum ein Elektron auf Cr3+ des Feststoffs übertragen.
__________________
Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.11.2005, 14:12   #5   Druckbare Version zeigen
rossowt  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 67
AW: CrCl3

Was ist HoWi?
rossowt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.11.2005, 14:14   #6   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.824
AW: CrCl3

HoWi = Hollemann-Wiberg, http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3110126419/qid=1133007268/sr=8-1/ref=pd_ka_1/302-4928777-7925607
kaliumcyanid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.11.2005, 14:15   #7   Druckbare Version zeigen
noob Männlich
Mitglied
Beiträge: 953
AW: CrCl3

Zitat:
Zitat von zarathustra
Dein Vorschlag ist soweit richtig. Laut HoWi kommt es zur Übertragung eines Elektrons vom Cr2+ der Lösung auf Cr3+ des Feststoffes, das entstehde Cr3+ bleibt in Lösung und auch das entstehende Cr2+ löst sich und kann wiederum ein Elektron auf Cr3+ des Feststoffs übertragen.

warum bleibt dan das entstehende Cr3+ in lösung?
des is ja sehr interessant!
noob ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.11.2005, 14:20   #8   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.539
AW: CrCl3

Zitat:
Zitat von noob
warum bleibt dan das entstehende Cr3+ in lösung?
des is ja sehr interessant!
Es ist wohl so, dass sich zwar das Chrom(III)-chlorid nicht löst, das Chrom(III)-chlorid-Hexahydrat aber löslich ist. Wenn man es also erstmal schafft, das Chrom(III) in Lösung zu bekommen, bleibt es auch dort...
__________________
Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.11.2005, 16:55   #9   Druckbare Version zeigen
noob Männlich
Mitglied
Beiträge: 953
AW: CrCl3

Zitat:
Zitat von zarathustra
Es ist wohl so, dass sich zwar das Chrom(III)-chlorid nicht löst, das Chrom(III)-chlorid-Hexahydrat aber löslich ist. Wenn man es also erstmal schafft, das Chrom(III) in Lösung zu bekommen, bleibt es auch dort...
das is cool!
noob ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.11.2005, 20:35   #10   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: CrCl3

Zitat:
Zitat von zarathustra
Es ist wohl so, dass sich zwar das Chrom(III)-chlorid nicht löst, das Chrom(III)-chlorid-Hexahydrat aber löslich ist. Wenn man es also erstmal schafft, das Chrom(III) in Lösung zu bekommen, bleibt es auch dort...
Das stimmt eigentlich nicht ganz. Die Löslichkeiten (also die Thermodynamik der ganzen Sache) ist von Cr(III) zu Cr(II) nicht sehr verschieden...aber die Kinetik des Ligandenaustauschs machts : Cr(III) ist notorisch inert, Cr(II) hingegen labil.

lg
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.11.2005, 10:07   #11   Druckbare Version zeigen
Tino71 Männlich
Moderator
Beiträge: 6.935
Blog-Einträge: 41
AW: CrCl3

Es reicht übrigens schon, CrCl3 mit nem Eisendraht zu berühren. Dann löst sichs auch. Irgend so n Redoxkrempel muß halt in der Gegend sein, damit das notorisch inerte Cr(III) in seinem Kristallgitter mit besonders ordentlicher Gitterenergie einen Tritt in den Hintern kriegt.
__________________
Vor dem Gesetz sind alle Katzen grau
Tino71 ist offline   Mit Zitat antworten
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