Allgemeine Chemie
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Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

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Alt 08.02.2002, 19:04   #1   Druckbare Version zeigen
Astat  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 1.050
MO-Modell

warum gibt es bei der konstruktion des MO-modells (einfaches Beispiel) von 2 1s Orbitalen des Wasserstoffs eigentlich zwei MO-orbitale ?
es überlappen sich doch entweder 2 Lösungen der Wellenfunktion mit gleichem Vorzeichen, also energetisch begünstigt, eben keine Knotenebene, ODER zwei mit unterschiedlichem Vorzeichen.
Aber warum enstehen beide parallel ?
Oder ist die Frage doof gestellt, da die Möglichkeit als Tatsache mit einbezogen wird?
Astat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.02.2002, 19:33   #2   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
Aus zwei Atomorbitalen

werden halt zwei Molekülorbitale, ein bindendes und ein antibindendes. Was ist daran ungewöhnlich?
bm ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 08.02.2002, 21:43   #3   Druckbare Version zeigen
upsidedown Männlich
Moderator
Beiträge: 7.640
Du versuchst du irgendwie VB- und MO-Theorie zu durchmischen, wenn ich das richtig sehe. Wenn sich das so einfach auf einen Nenner bringen liesse hätten wir keine zwei Theoreien die nebeneinanderstehen (Wobei ich nicht wissen möchte, was die theoretischen Chemiker noch so alles auf Lager haben..)

Gruß,
UpsideDown
upsidedown ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.02.2002, 23:29   #4   Druckbare Version zeigen
hippie Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.283
ich sehe es genauso wie upsidedown, das MO-Modell hat eigentlich weniger was mit den Wellenfunktionen zu tun, als das man herausfinden will, ob ein Stoff sich para- oder diamagnetisch verhält.
__________________
hippie
Erwin kann mit seinem Psi/kalkulieren wie noch nie/doch wird jeder leicht einsehn/Psi lässt sich nicht recht verstehn -- E. Hückel
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Alt 08.02.2002, 23:35   #5   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
Zitat:
Originalnachricht erstellt von hippie
ich sehe es genauso wie upsidedown, das MO-Modell hat eigentlich weniger was mit den Wellenfunktionen zu tun
Naja, vielleicht hast Du Dich da etwas unglücklich ausgedrückt. Die MO-Theorie basiert natürlich auf Wellenfunktionen.
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Alt 08.02.2002, 23:42   #6   Druckbare Version zeigen
mp67  
Mitglied
Beiträge: 1.082
Zitat:
Originalnachricht erstellt von hippie
ich sehe es genauso wie upsidedown, das MO-Modell hat eigentlich weniger was mit den Wellenfunktionen zu tun, als das man herausfinden will, ob ein Stoff sich para- oder diamagnetisch verhält.


Thats not even a close miss... dit stimmt nich, hippie...

M.
mp67 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.02.2002, 00:14   #7   Druckbare Version zeigen
sublimat  
Mitglied
Beiträge: 168
@hippie
Wenn man nur nach Para- oder Diamagnetismus fragt,
reicht zur Beantwortung die einfache Ligandenfeldtheorie. (Kristallfeldtheorie)
Die MO-Theorie hingegen ist ein mächtigeres Werkzeug zur Beschreibung
von Bindungsverhältnissen...
sublimat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.02.2002, 00:56   #8   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
Zitat:
Originalnachricht erstellt von sublimat
Wenn man nur nach Para- oder Diamagnetismus fragt,
reicht zur Beantwortung die einfache Ligandenfeldtheorie.
Naja, die ist mehr für Koordinationsverbindungen gedacht, schließt halt die elektrostatische Wechselwirkung zwischen den Orbitalen der Liganden und den d-Orbitalen des Zentralteilchens mit ein.

Aber für so ein H2-Molekül ist die Ligandenfeldtheorie wohl nicht das Mittel der Wahl.
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Alt 09.02.2002, 01:29   #9   Druckbare Version zeigen
sublimat  
Mitglied
Beiträge: 168
...das ist wohl wahr.
sublimat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.02.2002, 05:03   #10   Druckbare Version zeigen
hippie Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.283
entschuldigung, dann hat mein englisch wohl doch nicht ganz für den unterricht ausgereicht...
__________________
hippie
Erwin kann mit seinem Psi/kalkulieren wie noch nie/doch wird jeder leicht einsehn/Psi lässt sich nicht recht verstehn -- E. Hückel
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Alt 09.02.2002, 12:01   #11   Druckbare Version zeigen
Astat  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 1.050
sind ja interessante Antworten ;
evtl. präzisere Formulierung: um ein AO zu bekommen, welches die Bindungsverhältnisse energetisch günstiger im Vergleich zum monoatomaren Zustand beschreibt, müssen sich Lösungen der s.o. Schrödinger-Gleichung, oder Psi2 , wie auch immer, mit zwei gleichen Vorzeichen, also hiesst mit gewisser "In-Phase Überlappung" überschneiden.
Um das antibindende AO zu beschreiben, überlappen sich Lösungen mit unterschiedlichem Vorzeichen(definitionsgemäß), so dass sich in diese Bereichen die Wahrscheinlichkeit verringert, bzw. auslöscht(siehe Knotenebene) hier ein Elektron anzutreffen.
Frage: bei den 2 1s Orbitale des Wasserstoff kann ich entweder beide mit gleichem Vorzeichen annehmen, oder mit unterschiedlichen. Beide zusammen geht ja nicht - sind ja nur 2 Orbitale mit für sich einheitlichem
Vorzeichen. Eigentlich könnte ja dann nur 1 AO von beiden existieren.
Aber es existieren doch beide zusammen - siehe Helium, wo ja die Bindung alles andere als begünstigt ist im theo. dimeren Zustand.
Naja, im Prinzip is auch wurscht.
Aber die Frage hat sich mir irgendwie aufgedrängt.
Astat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.02.2002, 14:18   #12   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Zitat:
Originalnachricht erstellt von Astat
Frage: bei den 2 1s Orbitale des Wasserstoff kann ich entweder beide mit gleichem Vorzeichen annehmen, oder mit unterschiedlichen. Beide zusammen geht ja nicht - sind ja nur 2 Orbitale mit für sich einheitlichem Vorzeichen. Eigentlich könnte ja dann nur 1 AO von beiden existieren.
Du hast eine Addition und eine Subtraktion der Wellenfunktionen. Im ersten Fall führt dies zu einer Wellenverstärkung, im Bereich zwischen den Atomkernen resultiert eine erhöhte Elektronenladungsdichte. Die Anziehung der Atomkerne durch diese Ladung hält das Molekül zusammen.
Im anderen Fall resultiert im Bereich zwischen den Atomkernen eine geringe Elektronendichte, genau auf halbem Weg ist sie Null. Die geringe Ladung zwischen den Kernen wirkt der gegegseitigen Abstoßung der Kerne kaum entgegen.
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Alt 11.04.2002, 18:47   #13   Druckbare Version zeigen
Astat  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 1.050
Hab jetzt das Kapitel nochmal gelesen: meine , wahrscheinlich immer dämlicher werdenden Fragen *g, ist: wenn 2 1s Orbitale aufeinander zukommen - wie legt man da die Vorzeichen der Wellenfunktionen fest ?
Oder ist das ein reines Problem der Wahrscheinlichkeit ?
Und nochmal: warum gibt es 2 Orbitale, wenn ENTWEDER 2 mit gleichem Vorzeichen = bindend ODER 2 mit unterschiedlichem Vorzeichen =antibindend zusammentreffen ?
Astat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.04.2002, 13:04   #14   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Zitat:
Originalnachricht erstellt von Astat
Hab jetzt das Kapitel nochmal gelesen: meine , wahrscheinlich immer dämlicher werdenden Fragen *g, ist:
Nein nein, sind auf keinen Fall dämliche Fragen. Dieses Thema ist nunmal nicht trivial.

Zitat:
wenn 2 1s Orbitale aufeinander zukommen - wie legt man da die Vorzeichen der Wellenfunktionen fest ?
Um die Zustände eines Elektrons in 3 Dimensionen als stehende Welle zu beschreiben braucht man 3 Quantenzahlen (n,l,m).
Die Wellenfunktion <font class="serif">&psi;</font> hat entgegengesetzte Vorzeichen auf den Seiten einer Knotenfläche. Das 1s-Orbital hat keine Knotenflächen, daher auch keine unterschiedlichen Vorzeichen.

Zitat:
Und nochmal: warum gibt es 2 Orbitale
Wenn zwei AO's überlappen dann kommen auch zwei MO's raus. Wie gesagt Addition und einmal Subtraktion der Wellenfunktion.
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Alt 14.04.2002, 10:01   #15   Druckbare Version zeigen
Astat  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 1.050
Zitat:
Das 1s-Orbital hat keine Knotenflächen, daher auch keine unterschiedlichen Vorzeichen.
Ich werd das ganze jetzt mal so hinnehmen. Danke LoTs. Aber der Punkt, den ich nicht verstehe, ist immernoch: wenn, wie Du oben sagtest das 1s Orbital nur 1 entsprechendes Vorzeichen besitzt, kann ich doch nur entweder addieren(gleiches Vorzeichen) oder subtrahieren(ungleiches Vorzeichen), oder ? Was ja aber den Schluss folgerte, dass sich manche H-Atome verbinden und manche nicht - was natürlich Quatsch ist, gell?!
Wenn 2s Orbitale überlappen, ist mir das ganze aufgrund der Knotenfläche, also der Möglichkeit, dass sich sowohl unterschiedliche als auch vorzeichengleiche Teile überlappen, irgendwie verständlicher.
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