Allgemeine Chemie
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Alt 19.11.2005, 22:52   #1   Druckbare Version zeigen
Danii weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 187
Frage Essigsäureethylester und Styropor

Hallo!
Ich habe aus Essigsäureethylester und Styropor (also aufgeschäumtem Polystyrol) einen Klebstoff hergestellt.
Das Styropor hat sich schnell in dem Ethylacetat aufgelöst und es ist eine schöne, homogene, zähflüssige Masse entstanden.
Jetzt bin ich dabei das ganze auszuarbeiten.
Das Ethylacetat fungiert als Lösungsmittel, löst also das Polystyrol in sich. Aber wieso passiert dies? Hast sich das Ethylacetat verflüchtigt, bleibt ja nur noch Polystyrol (PS).
Wie konnte das Ethylacetat das PS lösen?
PS ist unpolar, aber bei Ethylacetat finde ich nichts. Ist es auch unpolar? So verbinden sich die beiden ja miteinander.

Kann mir dabei jemand helfen?
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"Mit einem kurzen Schweifwedeln kann ein Hund mehr Gefühl ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede."
Louis Armstrong (1901 - 1971)
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Alt 19.11.2005, 23:03   #2   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Essigsäureethylester und Styropor

Polystryol ist eben löslich in Essigester, Aceton, etc. So wie Kochsalz in Wasser löslich ist.
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Alt 20.11.2005, 13:45   #3   Druckbare Version zeigen
Danii weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 187
Frage AW: Essigsäureethylester und Styropor

Wird das Polymer PS in Monomere oder kürzere Polymere gespalten?
Oder enstehen irgendwelche Ionen?
Ich habe keine Ahnung! Und finden kann ich dazu auch nichts, nur Das PS sich durch organische Lösungsmittel (wie den Essigester) lösen lässt.
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Louis Armstrong (1901 - 1971)
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Alt 20.11.2005, 13:53   #4   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Essigsäureethylester und Styropor

Da passiert chemisch nichts. Rein physikalischer Lösevorgang.

btw.: Vor dem Lösen : weisse, leichte Kügelchen. Danach zähe Masse.

Warum?
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Alt 20.11.2005, 14:11   #5   Druckbare Version zeigen
Danii weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 187
Pfeil AW: Essigsäureethylester und Styropor

Also die Kügelchen sind durch aufschäumen von PS entstanden, mit welchem Stoff, weiß ich leider nicht.
Durch den Kontakt mit Essigester fallen die Hohlräume in sich zusammen.
Mehr weiß ich auch nicht.

Ok, also löst sich das PS einfach und ist nur mit dem Essigester "vermischt"?
Wenn man eine Klebung vornimmt, verflüchtigt sich ja der Ester und es bleibt nur noch der Kunststoff, in diesem Fall PS.
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Alt 20.11.2005, 16:06   #6   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Essigsäureethylester und Styropor

Genau so ist es.
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Alt 26.11.2005, 21:43   #7   Druckbare Version zeigen
Danii weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 187
Frage AW: Essigsäureethylester und Styropor

Ja, hmm...
Dieser Lösevorgang, lagern sich die Essigestermöleküle um die Polystyrolmoleküle?
Oder wie funktioniert das genau?
Wenn ja, warum, durch irgendwelche Ladungen?

Ich weiß es nicht.
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Alt 26.11.2005, 22:23   #8   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Essigsäureethylester und Styropor

Polystyrolmoleküle sind relativ unpolar. Essigestermöleküle ebenso.

Gleiches löst sich im Gleichem.
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Alt 26.11.2005, 22:30   #9   Druckbare Version zeigen
Danii weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 187
Glühbirne AW: Essigsäureethylester und Styropor

Dankeschön, soetwas wollte ich hören.
Ich habe ja schon herausgefunden, das Polystyrol unpolar ist, aber von Essigsäureethylester wusste ich es eben nicht genau!

Danke.
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Alt 27.11.2005, 19:56   #10   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.822
AW: Essigsäureethylester und Styropor

Das gleiche (nur mit Aceton statt mit Essigsäureethylester) wurde schon hier diskutiert:
http://www.chemieonline.de/forum/showthread.php?t=53477&highlight=Polystyrol
kaliumcyanid ist offline   Mit Zitat antworten
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