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Alt 15.11.2005, 14:49   #1   Druckbare Version zeigen
TShanik weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 7
Platinieren von Platinelektroden ... aber wie?

Hallo allerseits,

habe da so ein kleines Problem, da ich keine Chemie studiert habe (lediglich Physik) ist mir die Herstellung von Platinierten Platinelektroden unbekannt. Von meinen Arbeitskollegen hier habe ich diverse manchmal recht wiedersprüchliche Tipps bekommen, aber egal, was ich probiere, bei der Probemessung mit der Imopedanz bekomme ich einfach nur bescheidene Werte.

Daher meine Frage, wie sieht die Zusammensetzung der Platinierlösung aus (Bleiacetat oder nicht, etc.) und muss ich meine Elektrode danach noch einmal in 2M H2SO4 schmeißen.

Danke schon mal

TShanik
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Alt 15.11.2005, 16:29   #2   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: Platinieren von Platinelektroden ... aber wie?

Wie eine Elektrode platiniert werden muss hängt davon ab, was man nachher mit der Elektrode machen will. Für die diversen Anwendungen gibt es fertige Platinierlösungen, in die man die Elektrode taucht und ne Weile elektrolysiert. Die bestehen meist aus saurer Hexachloroplatinatlösung.

lg
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.11.2005, 17:05   #3   Druckbare Version zeigen
TShanik weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 7
AW: Platinieren von Platinelektroden ... aber wie?

Also meine Anwendung besteht darin, dass ich eine Lipidmembran auf einem porösen Untergrund impedanzspektroskopisch messen möchte.

Und soweit ich weiß, gibt es bei uns in der Arbeitsgruppe keine fertigen Platinierlösungen, daher meine Frage.

Mit Elektrolyse etc ist mir alles klar, das ist ja vergleichbar mit den Ag/AgCl elektroden.

meine frage um sie nochmals neu zu formuliere, brauche ich unbeding bleiacetat oder kann ich das weglassen?
TShanik ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.11.2005, 10:12   #4   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: Platinieren von Platinelektroden ... aber wie?

Sorry, das weiss ich echt nicht, habe auch keine Literatur, wo ich das nachgucken könnte. Vll jmd anders ?

lg
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.11.2005, 10:45   #5   Druckbare Version zeigen
pyro-AG Männlich
Mitglied
Beiträge: 147
AW: Platinieren von Platinelektroden ... aber wie?

Ich habe hier etwas:

Zitat:
Zum Zwecke der Platienierung wird das peinlich gesäuberte Gefäß mit einer Lösung von 3g H2[Pt(Cl)6] und 25mg Bleiacetat in 100ml destiliertem Wasser gefüllt. Die beiden Elektroden werden leitend verbunden und möglichst genau in der Mitte des sie trennenden Zwischenraumes wird eine Platinhilfselektrode eingeführt. An diese als Anode und an die miteinander verbundenen Gefäßelektroden als Käthode wird eine Spannung von 4V gelegt, worauf die Lösung mit einer Stromdichte von von Höchstens 30mA/cm² Elektrodenfläche (einseitig gemessen) etwa 10 Minuten lang elektolysiert wird. Dann wird die Platinierungslösung entfernt, das Gefäß mit verdünnter Schwefelsäure gefüllt und durch nochmaliges kurzes elektrolysieren der noch an den Elektroden anhaftende Rest von H2[Pt(Cl)6] entfernt. Zum Schlußß wird das Leitfähigkeitsgefäß mit destillierten Wasser gründlich gereinigt. Leitfähigkeitgefäße sollen niemals trocken stehenbleiben, sondern, um die Wirksamkeit der Platinierung zu erhalten bei nichtgebrauch immer mit destillierten Wasser gefüllt sein!
Aus: Massanalyse; Prof. Dr. G. Jander/ Prof. Dr. K. F. Jahr; 1961; Seite 227f

Ist für die allgemeine Potentiometrische Titration. Ich weis nicht, ob es auch für deine Lipide ausreicht, habe abe4r leider auch nichts anderes zu verfügung.
__________________
DIE Quelle für Bastelchemikalien und Sprengstoffrezepte:
www.bka.de
pyro-AG ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.11.2005, 17:51   #6   Druckbare Version zeigen
TShanik weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 7
AW: Platinieren von Platinelektroden ... aber wie?

Danke Pyro-Ag und Ricinus.

Habe das Problem jetzt gelöst, habe eine "Kohlrausch Lösung" (25mM HCl, 3%-w/V Platin(IV)Chlorid, 0.025%-w/V Blei(IV)acetat) hergestellt. Damit sollte es gehen. Hoffen wir es mal
TShanik ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.11.2005, 18:09   #7   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: Platinieren von Platinelektroden ... aber wie?

Wenn du nicht sicher in Erfahrung bringen kannst, ob Blei mit rein muss oder nicht, würde ich zunächst mal OHNE Pb platinieren, und dann sehen, ob dein Versuch wie erwartet funktioniert. Später mit Blei nachplatinieren kannst du immer noch, aber wenn du mal Blei an einer Pt Elektrode hast, ist es ziemliche Mühe, das Pb wirklich vollständig wieder runter zu kriegen (ohne dass das Pt mit leidet...).

lg
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.11.2005, 11:53   #8   Druckbare Version zeigen
TShanik weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 7
AW: Platinieren von Platinelektroden ... aber wie?

Das Bleiacetat soll quasi dazu dienen, dass sich das Platin selber verstärkt an die Elektroden ablagert. (Stand zumindest in dem Paper).
Mein Versuch hat gut geklappt mit dem Blei. Das elektrochemische Potential ist genau da wo es sein sollte.

Danke nochmals.
TShanik ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.07.2007, 16:36   #9   Druckbare Version zeigen
hbuschmann Männlich
Mitglied
Beiträge: 1
AW: Platinieren von Platinelektroden ... aber wie?

Hallo!

Muss diesen Thread nochmal hervorbringen. Das Paper das du gelesen hast, kannst Du mal sagen welches das war bitte!
hbuschmann ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 30.07.2007, 17:23   #10   Druckbare Version zeigen
eumops Männlich
Mitglied
Beiträge: 1
AW: Platinieren von Platinelektroden ... aber wie?

Hallo,

@TShanik: ja, das paper, das du gelesen hast, würde mich auch interessieren. Wäre schön, wenn du es posten könntest.

Eine andere Frage hätte ich wegen des Anodenmaterials: Muss das auch ein Platindraht sein, wenn ja, welche Reinheit muss er haben, oder kann ich auch ganz normalen Silberdraht dafür nehmen ?

@hbuschmann: Ich habe ein anderes paper gelesen zum Thema platinieren von Tungsten-Elektroden, es ist nicht das allerneueste, aber an der Chemie dürfte sich nicht allzu viel geändert haben ... vielleicht hilft dir das weiter:

Merrill EG, Ainsworth A: Glass-Coated Platinum-Plated Tungsten Microelectrodes, Med & Biol Eng 10(1972): 662 – 672.

Gruss,
eumops
eumops ist offline   Mit Zitat antworten
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