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Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

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Alt 10.11.2005, 00:00   #1   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Frage molekulare Atombindung

hallo ihr!

ich hab eine blöde frage:

was bitte ist eine niedermolekulare Atombindung und was eine
hochmolekulare
Unterschiede?
Eigenschaften?

und ist das geläufig oder nur eine andere Ausdrucksweise für kovalente Bindungen mit verschiedenen Eigenschaften?

danke schonmal im vorhinein!

Annika
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Alt 10.11.2005, 00:07   #2   Druckbare Version zeigen
belsan Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.635
AW: molekulare Atombindung

Willkommen im Forum

In der tat eine blöde Frage (nicht persönlich gemeint).

Könnte es sein, das da ein Missverständnis vorliegt ?

Es gibt die Begriffe niedermolekulare und hochmolekulare Verbindungen (Stoffe), aber nicht niedermolekulare und hochmolekulare Atombindungen.

Eine C-C Bindung in einem Polyethylen (eine hochmolekulare Verbindung) ist in etwa das selbe wie im Butan (eine niedermolekulare Verbindung).
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Gruß belsan

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Alt 10.11.2005, 00:19   #3   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: molekulare Atombindung

hi!

klar, könnte auch ein mißverständnis sein ob Atom- oder nicht Atom (abgekürtzt wirds mit NMA also dachte ich das A steht für Atombindung(?))
es soll übrigens als Klassifizierung einer Substanz dienen

aber was ist jetzt eigentlich nieder- und hochmolekular (bin keine chemikerin...)



PS: danke für die schnelle Antwort-bin beeindruckt! wirklich, in den meisten foren dauert sowas stunden, nein, taage!
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Alt 10.11.2005, 00:30   #4   Druckbare Version zeigen
belsan Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.635
AW: molekulare Atombindung

Tja so sind'se die Chemiker

Also die Abkürzung NMA sagt mir nichts (in welchem Zusammenhang taucht die auf ?). Ich bin allerdings sicher, das niedermolekulare Atombindung Quatsch ist.

Niedermolekuar heißt, dass eine Verbindung (ein Stoff) aus kleinen Molekülen besteht, hochmolekulare Verbindungen bestehen entsprechend aus großen Molekülen.

Man verwendet diese etwas pauschalisiernden Begriffe gelegentlich wenn es um bestimmte Eigenschaften geht, die von der Größe der Moleküle abhängen (z. B. Viskosität von Lösungen).

Könnte es sein, dass NMA niedermolekulare Aggregate meint ?

Das wäre dann so etwas wie kleine, abgegrenzte Zusammelagerungen von Molekülen, während hochmolekulare Aggregate entsprechend ausgedehnte Zusammenlagerungen sind.
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Alt 10.11.2005, 00:56   #5   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: molekulare Atombindung

Angenommen ich habe eine (namentlich) unbekannte substanz vor mir und mache ein paar tests um herauszufinden mit welchem bindungstyp
ich es zu tun habe
-
z.b. sie ist nicht in wasser löslich und auch kein el.Leiter (weder fest noch flüssig), außerdem hat sie einen sehr hohen schmelzpunkt.
daraus folgt die Klassifizierung als kovalente Bindung (hochmolekular-woran auch immer man das erkennt)

eine andere Substanz ist auch nicht in wasser löslich und ein isolator, sie hat aber einen niedrigen schmelzpunkt (unter 100°C)
die klassifizierung ist jetzt NMA, eine niedermolekulare Bindung oder so

ich würd nur gern wissen was NMA heißt (soll den Bindungstyp beschreiben) und woran ich erkennen kann ob die substanz hoch-oder niedermolekular ist
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Alt 10.11.2005, 11:11   #6   Druckbare Version zeigen
belsan Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.635
AW: molekulare Atombindung

Zitat:
Zitat von annika_0077
ich würd nur gern wissen was NMA heißt (soll den Bindungstyp beschreiben) und woran ich erkennen kann ob die substanz hoch-oder niedermolekular ist
Eine etwas unfangreichere i-Net Recherche hat nichts zu Tage gefördert, was die Abkürzung NMA irgendwie mit chemischen Bindungen in Verbindung bringt.
Die von mir gefundenen Bedeutungen reichen von
N-monomethyl-arginin
bis
Nederlandse Mededingingsautoriteit

Kurz ich kann dir nicht sagen was die Abkürzung bedeuten soll.

Zum Rest.
Zitat:
z.b. sie ist nicht in wasser löslich und auch kein el.Leiter (weder fest noch flüssig), außerdem hat sie einen sehr hohen schmelzpunkt.
daraus folgt die Klassifizierung als kovalente Bindung (hochmolekular-woran auch immer man das erkennt)
Das ist eine etwas untypische Eigenschaftskombination und trifft eigentlich nur auf Verbindungen wie Diamant und Siliciumcarbid zu.

Zitat:
eine andere Substanz ist auch nicht in wasser löslich und ein isolator, sie hat aber einen niedrigen schmelzpunkt (unter 100°C)
die klassifizierung ist jetzt NMA, eine niedermolekulare Bindung oder so
Das ist eine Beschreibung, die auf viele Molekülverbindungen zutrifft.

Damit wird etwas klarer, was der Autor des Textes bzw. der Aufgabe meint.
Im ersten Fall (z. b.Diamant) ist das gesamte Kristallgitter aus kovalenten Bindungen aufgebaut. Mithin jeder Diamant ist ein einziges Molekül. Zum aufbrechen der Kristallstruktur (Schmelzen) müssen kovalente Bindungen gebrochen werden, was einen sehr hohen Schmelzpunkt zur Folge hat (hier z. B. ca. 3800 °C)

Im andern Fall liegt ein so genanntes Molekülgitter vor. D. h. die einzelnen Moleküle werden über secundäre chemische Bindungen (van der Waals, Dipol-Dipol, Wasserstofbrücken) im Kristal zusammengehalten. Ein solcher Kristall besteht aus sehr vielen Molekülen. zum Schmelzen müssen nur die relativ schwachen secundären chemischen Bindungen gebrochen werden,was einen niedrigeren Schmelzpunkt zur Folge hat.

Damit könnte man den ersten Fall als hochmolekular, den zweiten als niedermolekular bezeichnen, wobei die einzelnen kovalenten Bindungen ziemlich identisch sind und es somit keinen Sinn macht hier eine Unterscheidung für die Art der Bindung zu treffen.

Wie gesagt, die Bedeutung von NMA muss ich Dir schuldig bleiben, weil das keine Abkürzung bzw. kein Begriff ist der in der chemischen Terminologie gebräuchlich ist. Womöglich benutzt man ihn in einer Nebendisziplin (da gibt es öffter mal unübliche Wortkonstrukte). Wahrscheinlicher scheint mir aber, dass das wieder mal ein Fall von didaktischer Aufbereitung ist, die das nicht ganz eingängige Thema Chemie unnötig weiter kompliziert und auf eine falsche Fährte lockt.
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Gruß belsan

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Geändert von belsan (11.11.2005 um 11:15 Uhr)
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Alt 11.11.2005, 01:42   #7   Druckbare Version zeigen
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nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: molekulare Atombindung

danke dass du dir soviel mühe gegeben hast um die frage zu beantworten!

ich hab in erfahrung gebracht,dass NMA anscheinend tatsächlich "niedermolekulare atombindung" heißen soll..obs den begriff jetzt wirklich gibt ist aber fraglich-es soll wahrscheinlich nur bedeuten dass es eine atombindung ist und der rest ist aber nicht relevant..
nur eine blöde schreibweise (ich hoffe ich hab niemanden verwirrt - am besten gleich wieder vergessen

die erste substanz ist übrigens quarz (SO2 oder so ähnlich) und die zweite vanillin

danke für alles,

grüße, A
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Alt 11.11.2005, 02:27   #8   Druckbare Version zeigen
belsan Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.635
AW: molekulare Atombindung

Zitat:
Zitat von annika_0077
nur eine blöde schreibweise (ich hoffe ich hab niemanden verwirrt - am besten gleich wieder vergessen

die erste substanz ist übrigens quarz (SO2 oder so ähnlich) und die zweite vanillin
Die Verwirrung wird bei denen eintreten, die diesen Begriff lernen und ihn dann in keinem Buch wiederfinden. Allerdings scheinen kreative Wörtschöpfungen auch ein schönes Hobby zu sein

Aha, Quarz (SiO2). Nun gut, der ist ähnlich aufgebaut wie Diamant und Siliciumcarbid, nur ohne Kohlenstoff
__________________
Gruß belsan

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Geändert von belsan (11.11.2005 um 11:11 Uhr)
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