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Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

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Alt 02.02.2002, 13:59   #1   Druckbare Version zeigen
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Frage Frage

Hallo,
wüsste mal gerne wofür Arsentrioxid ,Nitrobenzol, Perchlorsäure genutzt werden ?
Hatte zu diesen Stoffen noch nicht viel gefunden muss nähmlich was darüber schreiben.

MfG
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Alt 02.02.2002, 14:12   #2   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
Hi!

Willkommen im Forum!

Wer verteilt denn solch seltsame Themen? Scheint mir irgendwie etwas zusammenhangslos zu sein.....


Mit "Nitrobenzol" findest Du hier im Forum 14 Threads, mit "Perchlorsäure" immerhin 12, wenn auch nicht immer für Dich brauchbar.
Bei Arsentrioxid wurde ich leider nicht fündig.

Weiteres folgt später...


Gruß,
Franz
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Nichts, was ein Mensch sich auszudenken in der Lage ist, kann so unwahrscheinlich, unlogisch oder hirnrissig sein, als dass es nicht doch ein anderer Mensch für bare Münze halten und diese vermeintliche Wahrheit notfalls mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen wird.

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Alt 02.02.2002, 17:06   #3   Druckbare Version zeigen
Adam Männlich
Moderator
Beiträge: 8.039
1.
[Arsentrioxid, Weißarsenik, As(III)-oxid]. As2O3, MG. 197,82. Wichtigste, sehr giftige Arsen-Verb., tritt in mehreren Modifikationen auf. Das A. des Handels besteht aus weißen, porzellanartigen Stücken od. aus weißem Pulver, D. 3,7?3,87; es ist leichtlösl. in Salzsäure u. Alkalien; in 15 Tl. siedendem Wasser löst es sich langsam auf. Sublimiert beim Erhitzen. A.-Dampf ist farb- u. geruchlos, er besteht zunächst aus As4O6-Mol., die bei höheren Temp. in As2O3-Mol. zerfallen. In der Natur kommt A. als monokliner Claudetit (vermutlich bei Grubenbränden entstanden) u. in Form von kub. Arsenblüte (Arsenolith) als weißer od. gelblicher, mehlartiger Überzug auf verwitternden As-Erzen vor.

Verw.: A. ist das wichtigste Ausgangsprod. für alle übrigen As-Verb. u. As-Metall. Es wird für Katalysatoren, bestimmte Spezialgläser u. Vernickelungsbäder gebraucht. Obwohl A. in größeren Mengen ein heftiges Gift ist, wurde es in kleinen Dosen früher häufig als Roborans angewendet, vgl. Arsen-Präparate. Ferner wurde A. zur Konservierung von Vogelbälgen u. zur Herst. von Schädlingsbekämpfungsmitteln, auch für Rodentizide, gebraucht, doch ist dieser Verbrauch seit dem Verbot der Anw. As-haltiger Pflanzenschutzmittel in vielen Ländern stark zurückgegangen.

2.
Nitrobenzol
C6H5NO2, MG. 123,11, zur Ladungsverteilung (Resonanzstrukturen) s. die Abb. bei Nitro-Verbindungen. Farblose bis blaßgelbe, giftige, brennfähige, stark lichtbrechende Flüssigkeit, Geruch bittermandelölartig, die wäss. Lsg. schmeckt süß, D. 1,19867, Schmp. 5?6°, Sdp. 210,85°, FP. 88°c.c., molale kryoskop. Konstante 8,1; in Wasser nur spurenweise lösl., mit Alkohol, Ether u. Benzol mischbar. N. kann durch die Haut, Atmungs- u. Verdauungsorgane in den Körper gelangen u. schwere Vergiftungen hervorrufen. Das Blut wird hierbei dunkelbraun u. verliert die Fähigkeit, Sauerstoff aufzunehmen (Methämoglobin-Bldg. ggf. mit Cyanose); außerdem wird das ZNS stark geschädigt, u. es treten Erbrechen, Kopfschmerzen, Schwächegefühl, Krämpfe u. Bewußtlosigkeit auf; schwere Vergiftungen können schon nach einigen Std. tödlich enden, MAK 1 ppm bzw. 5 mg/m3, WGK 2; Alkohol verstärkt die Wirkung. Zur Therapie von N.-Vergiftungen s. Lit. .

Verw.: Wichtiges, in großem Maßstab hergestelltes Zwischenprod. z.B. für die Herst. von Anilin (weltweit 90-95% der Prod.), Azo-Verb., Benzidin, Chlornitrobenzol, Nitrobenzolsulfonsäure, Fuchsin, Chinolin usw. Über eine schwere Explosion durch Reaktion von N. mit KOH u. Methanol s. Lit. . In geringerem Umfange dient N. auch als Lsgm., chem. Reagenz, Schmierölbestandteil, Zusatz bei Dynamit- u. Bergwerkssprengstoffen usw. Früher wurde N. als sog. Mirbanöl auch zur Parfümierung von Seifen verwendet; die Verw. in kosmet. Mitteln ist heute verboten .

3.
Perchlorsäure
(Überchlorsäure). HClO4, MG. 100,46. Als einzige der Sauerstoffsäuren des Chlors wasserfrei erhältlich; farblose, ölige, hygr., an der Luft rauchende Flüssigkeit, wirkt stark ätzend u. oxidierend, D. 1,81 (0°), Schmp. ?112°, nur unter vermindertem Druck unzersetzt destillierbar, Sdp. 100° (extrapoliert). P. kann sich bei Erwärmen explosionsartig zersetzen; schon bei Raumtemp. erfolgt die Zers. langsam. P. ist mischbar mit Wasser, Essigsäure, Chloroform, Nitromethan, Benzol, Dichlormethan, Dichlorethylen, Acetonitril, reagiert aber ggf. heftig in Ggw. vieler org. Substanzen wie z.B. Methylenchlorid (Lit. ) u. entzündet z.B. Papier u. Holz, s. die Berichte in Lit. . Bei der Reaktion von P. mit Metallen kann dabei gebildeter Wasserstoff mit P. explodieren. Mit Wasser bildet P. mehrere krist. Hydrate; das Monohydrat, Schmp. 50°, ist ein Oxonium-Salz, [H3O+] [ClO4?] (Oxoniumperchlorat). In wäss. Lsg. ist P. eine der stärksten Säuren u. selbst in hohen Konz. beständiger als die wasserfreie Verbindung. Mit 72,4 Gew.-% P. bildet sich ein azeotropes Gemisch (Sdp. 203°).

Verw.: Analyt. zur Naßverbrennung bzw. Oxid. org. Substanzen im Gemisch mit Salpeter- od. Schwefelsäure, als Aufschlußmittel für Stähle, Leg., Erze, keram. Erzeugnisse, Mineralien, in der acidimetr. Titration als nicht ionisiertes, wasserfreies Lsgm., in der Spurenanalytik u. als Entwässerungsmittel, zur Herst. von Raketentreibstoffen (Ammoniumperchlorat), als Katalysator für Veresterungen, als Hilfsmittel zum Galvanisieren u. Elektropolieren z.B. von Aluminium.


Quelle: Römpp, Chemie Lexikon

Gruß
Adam



H
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Adam ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.02.2002, 17:07   #4   Druckbare Version zeigen
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nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
Danke für die Antwort !
Gutes Forum hier hab jetzt schon einiges über Hclo4 & Nitrobenzol gesammelt !
Für welche Synthesen wird eigentlich Nitroethan verwendet ?

MfG
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Alt 02.02.2002, 17:10   #5   Druckbare Version zeigen
Adam Männlich
Moderator
Beiträge: 8.039
@Mr.Durden

Nitroethan ist ein Lsgm. für Celluloseester u. Vinylharze, Verwen. zur Synth. von Arzneimitteln, Insektiziden, Tensiden usw., Bestandteil von Spezialkraftstoffen; Reagenz zur Umwandlung von Aldehyden u. prim. Nitro-Verb. in Nitrile u. zur Herst. von 1,3-Dioxolen.


Gruß
Adam
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Adam ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.02.2002, 17:10   #6   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
Danke Adam !
Bei was für Reaktionen wird eigentlich Arsentrioxid als Katalysator genau benutzt ?

MfG
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Alt 02.02.2002, 18:33   #7   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
Das Thema wird heiss :

Bei der nächsten Frage, die irgendwelche Zweifel in mir hochkommen lassen, wird der thread geschlossen!

Geändert von bm (02.02.2002 um 19:22 Uhr)
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.02.2002, 18:45   #8   Druckbare Version zeigen
schlumpf  
Mitglied
Beiträge: 1.885
Zitat:
Bei was für Reaktionen wird eigentlich Arsentrioxid als Katalysator genau benutzt
bei der sog. Erbschleicher-Reaktion z.B. ...

siehe diverse Veroeffentlichungen von E. Wallace und A. Christie ...
schlumpf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.02.2002, 19:05   #9   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
Arsenik :

wird als "Dopingmittel" verwendet (Leistungssteigerung bei Bergsteigern). Bei Gewöhnung verträgt man bis zu 500 mg/d.

Was soll man dazu sagen : Guten Appetit!
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.02.2002, 19:19   #10   Druckbare Version zeigen
schlumpf  
Mitglied
Beiträge: 1.885
ach ja, und die Spezialglaeser: eines der Ampelglaeser (weiss aber nicht mehr welches) ist mit Arsenoxid gefaerbt. Ich meine, das gelbe.

(hab mal irgendwann mit einem Mitarbeiter der Firma gesprochen, die die Ampelglaeser herstellt. Steht in Goslar, die Firma - falls es jemanden interessiert).
schlumpf ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 02.02.2002, 21:34   #11   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
Glas wird (wurde?) mit Arsenik (farblos!) nicht ge- sondern entfärbt, und zwar wurden oxidierbare Verunreinigungen mit As4O6 zerstört.

So erzählt's die Literatur.....


Die Verwendung als Dopingmittel ist wohl nicht mehr up to date....da gibt's Harmloseres und Besseres....

Gruß,
Franz
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Alt 03.02.2002, 21:03   #12   Druckbare Version zeigen
DirtyHarry  
Mitglied
Beiträge: 397
Hmm,

vielleicht will er ja Chinolin nach Skraup herstellen, einmal mit Nitrobenzol, einmal mit Arsenpentoxid als Oxidationsmittel - und sich das Arsenpentoxid aus Arsentrioxid und Perchlorsäure irgendwie zusammenbasteln, mir ist allerdings nicht ganz klar, wie..?
Ich würd dann doch lieber beim Nitrobenzol bleiben...
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