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Alt 11.10.2005, 19:41   #1   Druckbare Version zeigen
Spaxx Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 53
kolloidale Lösungen

Hi
habe da eine Frage
schreibe morgen eine wichtige Arzneiformenlehre-Klausur und bin da auf eine Frge gestoßen:

Die MC Frage lautet:

erscheinen kolloidale Lösungen milchig trüb ? ja oder nein

ich würde nein sagen , stimmt das?

wäre super wenn ihr mir schnell antworten könntet.
Spaxx ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.10.2005, 19:48   #2   Druckbare Version zeigen
Ich2 Männlich
Mitglied
Beiträge: 664
AW: kollodiale Lösungen

ja sie erscheint milchig trüb

milch ist zb eine kolloidale lsg.
Ich2 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.10.2005, 20:32   #3   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: kollodiale Lösungen

Zitat:
Zitat von Ich2
ja sie erscheint milchig trüb

milch ist zb eine kolloidale lsg.
Ich bin anderer Meinung. Milch ist eine Emulsion, aber keine kolloidale Lösung. Bei den "richtigen" Kolloiden liegt die Teilchengröße unterhalb der Wellenlänge des sichtbaren Lichts, weswegen sie weitgehend transparent erscheinen.
Man möge mal in die Literatur schauen; vielleicht habe ich sogar Recht...

Gruß,
Franz
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FK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.10.2005, 21:14   #4   Druckbare Version zeigen
Ich2 Männlich
Mitglied
Beiträge: 664
AW: kollodiale Lösungen

hmm bei milch war ich mir auch nich sicher aber hab mal auf wiki geschaut und da stands....

aber optische lichtstreuung dürfte vorhanden sein
quindahl effekt oder so hieß des glaub ich

http://de.wikipedia.org/wiki/Kolloidale_L%C3%B6sung
Ich2 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.10.2005, 21:23   #5   Druckbare Version zeigen
Der verrückte Engländer Männlich
Mitglied
Beiträge: 153
AW: kollodiale Lösungen

Beides ist richtig,
Milch ist ein kolloid.
und es gibt auch klar erscheinende Kolloide.
Alles eine Frage der Teilchengrösse und die kann beim kolloiden rechstark schwanken.
Die klar erscheinenden Kolloide lassen sich per Tyndall Effekt nachweisen.
(Lichstreuung bei Durchleuchtung )
Gruss
DvE
Der verrückte Engländer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.10.2005, 22:22   #6   Druckbare Version zeigen
Spaxx Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 53
AW: kollodiale Lösungen

habe es nun auch gefunden , nach langem Suchen ....
es kommt wirklich auf die Teilchengröße von kolloidalen Lsgen an.

Kommt dann wohl auf die Fragestellung an, was angegeben ist.

Danke!
Spaxx ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.10.2005, 07:48   #7   Druckbare Version zeigen
kat1 Männlich
Moderator
Beiträge: 4.404
AW: kollodiale Lösungen

Zitat:
Zitat von Der verrückte Engländer
Alles eine Frage der Teilchengrösse und die kann beim kolloiden rechstark schwanken.
Eben, als Faustregel kann man etwa annehmen, dass Kolloide bis 30 nm nahezu vollständig klar sind, bis 100 nm leicht trüb und darüber milchig trüb sind. Zweiter Einflussfaktor ist natürlich noch die Konzentration der verteilten Phase. Wenn die nur bei 10^-15 o.ä. liegt, wird auch eine Dispersion von 700 nm Teilchen vollkommen klar sein.
__________________
Mfg Uwe

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kat1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.10.2005, 07:54   #8   Druckbare Version zeigen
Muzmuz  
Mitglied
Beiträge: 5.976
AW: kollodiale Lösungen

yep....zusätzlich ist auch noch der unterschied in den brechungsindizes zwischen teilchen und "lösungs"mittel ausschlaggebend

lg,
Muzmuz
Muzmuz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.10.2005, 08:01   #9   Druckbare Version zeigen
kat1 Männlich
Moderator
Beiträge: 4.404
AW: kollodiale Lösungen

Auch wieder wahr, wenn da keiner besteht kann logischerweise nichts gebrochen werden.
Umgekehrt sind Weißpigmente auch in hoher Verdünnung optisch noch sehr aktiv, aber die 10^-15 waren schon mit Bedacht gewählt.
__________________
Mfg Uwe

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kat1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.10.2005, 08:53   #10   Druckbare Version zeigen
Muzmuz  
Mitglied
Beiträge: 5.976
AW: kollodiale Lösungen

yep, ich habe dispersionsfarben in erinnerung
da sind (bei den besseren) feindisperse TiO2-partikel drin, die einen hohen brechungsindex haben
da kriegst selbst nach zig-maligem bürstenwaschen noch eine milch raus

lg,
Muzmuz
Muzmuz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.10.2005, 10:01   #11   Druckbare Version zeigen
kubischraumzentriert Männlich
Mitglied
Beiträge: 95
AW: kollodiale Lösungen

Hallo,

wenn die Teilchengrösse weit kleiner ist als die Wellenlänge des Lichtes wird das optische Verhalten mit der Rayleight-Streuung beschrieben.
Hierbei wird der blaue Anteil des Lichtes eher gestreut als der rote Anteil. Die Lösung erscheint bläulich. Hierzu reichen statistische Schwankungen der Molekülsortenverteilung in einem kleinen Volumen aus um virtuelle Partikel mit einem Brechungsindex der sich von der Umgebung unterscheidet zu generieren. Der Effekt der bläulichen "Färbung" wird bei grossen Strecken sichtbar z.B. in der Atmosphäre.

Eine vollständige Beschreibung der Winkel- und Intensitätsverteilung von gestreuten Licht an Partikel liefert die Mie-theorie. Die Gleichungen der Mie-Theorie kann, so habe ich gelesen, aus den Fresnel-Gleichungen für verlustbehaftete Medien hergeleitet werden - einziger Unterschied für die Mie-Gleichungen werden Kugelkoordinaten verwendet.

MfG
Kubischraumzentriert
kubischraumzentriert ist offline   Mit Zitat antworten
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