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Alt 06.10.2005, 17:41   #1   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Frage Natrium- und Kaliumcyanid als Kontaminanten

Hallo Experten,

ich möchte eine Etage in einem Gebäude kaufen, in der vorher eine Galvanisieranstalt untergebracht war. Die haben daher mit Natriumcyanid und Kaliumcyanid gearbeitet. Es werden natürlich alle Einrichtungen, die Fenster und auch der Fußboden entfernt und als Sondermüll entsorgt, nur die Wände, die Decke und 4 Säulen bleiben. Könnten sich dort gefährliche Rückstände gebildet haben ?

Danke für Eure Antworten
Werner
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Alt 06.10.2005, 18:17   #2   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.824
AW: Natrium- Kaliumcyanid

Kaliumcyanid und Natriumcyanid reagieren mit der Kohlensäure bzw. dem CO2 in der Luft, und reagieren zu Carbonaten. Und bei der Größe, die so eine Halle normal hat...
Soll heißen: Nein.

Das Problem könnten wohl eher andere Arbeitsstoffe sein, oder die Dämpfe, die sich evtl. wo festgesetzt haben. Aber wenn das ordentlich durchgeführt wurde, und gründlich gearbeitet wurde, sollte nichts passieren.
Wofür soll der Raum denn genutzt werden?

Eine Garantie können wir hier als Forum natürlich auf gar nichts geben, notfalls muss halt ein Gutachter ran.
kaliumcyanid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.2005, 20:53   #3   Druckbare Version zeigen
Ansgott Männlich
Mitglied
Beiträge: 156
AW: Natrium- Kaliumcyanid

Moin,
habe mal bei einer solchen Sanierung mitgearbeitet.
Kein Spass kann ich dir sagen.
Zu deiner Frage:
Bei unserer Sanierung (alte Fahrradfabrik) wurde alles an Chemie zur Sonderabfallanlage geschafft. Soweit ich weiß wurden dabei Füßböden nicht nachträglich abgetragen. Die Fenster wurden nur ausgetauscht weil sie kapit waren, was soll damit sein? Die sind Widerstandfähig. Das einzige Problem was mit den Wänden bei besagter Sanierung gewesen war, war das die ziemlich von den Säure/Laugendämpfen angegriffen wurden und dadurch teilweise die Klinkersteine gefährlich angefressen worden sind.
(Die Halle stand über mehrere Jahre leer und die Luft waberte nur so vor Dämpfen)
Ansgott ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.2005, 21:13   #4   Druckbare Version zeigen
noob Männlich
Mitglied
Beiträge: 953
AW: Natrium- Kaliumcyanid

Zitat:
Zitat von kaliumcyanid
Kaliumcyanid und Natriumcyanid reagieren mit der Kohlensäure bzw. dem CO2 in der Luft, und reagieren zu Carbonaten. Und bei der Größe, die so eine Halle normal hat...
Soll heißen: Nein.

Das Problem könnten wohl eher andere Arbeitsstoffe sein, oder die Dämpfe, die sich evtl. wo festgesetzt haben. Aber wenn das ordentlich durchgeführt wurde, und gründlich gearbeitet wurde, sollte nichts passieren.
Wofür soll der Raum denn genutzt werden?

Eine Garantie können wir hier als Forum natürlich auf gar nichts geben, notfalls muss halt ein Gutachter ran.
wie reagiert den das canid mit CO2? bildet sich ein carbont und blausäure verflüchtigt sich?

mfg jojo
noob ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.2005, 21:21   #5   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.824
AW: Natrium- Kaliumcyanid

Jep, genau so.

Nimm die Kohlensäure in Anführungszeichen, existiert ja frei nicht...
2 KCN + H2CO3 -> K2CO3 + 2 HCN
Analog NaCN

Der Cyanwasserstoff wird sich verflüchtigen, nen Teil Cyanid wird wohl auch zu Cyanat oxidiert, und dann abgebaut...irgendwie so.
kaliumcyanid ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 07.10.2005, 08:50   #6   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Natrium- Kaliumcyanid

zunächst einmal danke für Deine schnelle Antwort ! Der Raum soll zum Wohnen verwendet werden. Die laienhafte Befürchtung (oder besser vielleicht denkbares Szenario) ist, daß durch den jahrelangen Kontakt mit der Raumluft irgendwelche Moleküle in die Wände diffundiert sein könnten, die dann ebenso über Jahre hinweg wieder freigesetzt werden. Ich habe natürlich vor, die Wände und die Decke gründlich abzusaugen und mehrmals zu streichen. Gibt es Meßgeräte, die man einige Zeit in den Raum stellt und dann sagen kann, ob da irgendwelche Cyan- oder sonstige Rückstände vorhanden sind ? In welchen Kostendimensionen bewegt man sich da für eine derartige Messung ?
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Alt 07.10.2005, 09:54   #7   Druckbare Version zeigen
Edgar Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.044
AW: Natrium- Kaliumcyanid

Cyan ist - siehe oben - definitiv kein Problem.
Beim Galvanisieren werden aber andere, teilweise hochgiftige Substanzen eingesetzt, ich denke da z. B. an Chromat.
Vorschlag: Mache ein paar Wischtests - oder lasse sie machen und lasse von einem Labor Schwermetallkonzentrationen messen. Kostet dich vielleicht so 200 € aber danach kannst du wenigstens ruhig schlafen (oder auch nicht).
Ein anderes mögliches Problem sind organische Lösemittel (Die zum Entfetten gebraucht wurden). Doch da kann man sich meist auf die Nase als Sensor verlassen. Ungewöhnliche Gerüche sollten jedenfalls eine Warnung sein.
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