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Alt 30.09.2005, 11:29   #1   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Frage Gelbildung

hey,
hab ein problem mit einem versuch names "hartes/brennendes wasser".
Wir haben eine gesättigte wässrige Lösung Ca(CH3COOH)_2. nicht viel nur so 50ml. jetzt kippen wir 500ml Ethanol drauf. das salz fällt aus als gel. bildet netzwerk in dem das ethanol eingeschlossen ist und man kann das ganze anzünden.
jetzt die frage: warum fällt das salz aus? ethanol ist doch ähnlich dipolar wie wasser und löst doch eigentlich salze. wieso sinkt die löslichkeit?
wenn den ionen die hydrathülle "geklaut" wird (weil jetzt soviel ethanol da ist) müßte sich doch eine hülle aus ethanol bilden oder ist das total daneben?
wär für ne antwort sehr dankbar
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Alt 30.09.2005, 11:40   #2   Druckbare Version zeigen
Lupovsky Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.363
AW: Gelbildung

Zitat:
Zitat von rubinstein
hey,
hab ein problem mit einem versuch names "hartes/brennendes wasser".
Wir haben eine gesättigte wässrige Lösung Ca(CH3COOH)_2.
Calciumacetat ist Ca(CH3COO)2.

Zitat:
Zitat von rubinstein
jetzt die frage: warum fällt das salz aus? ethanol ist doch ähnlich dipolar wie wasser und löst doch eigentlich salze. wieso sinkt die löslichkeit?
wenn den ionen die hydrathülle "geklaut" wird (weil jetzt soviel ethanol da ist) müßte sich doch eine hülle aus ethanol bilden oder ist das total daneben?
Ethanol ist zwar polar, aber deutlich weniger als Wasser. Es löst Salze deutlich schlechter als Wasser und kann aufgrund seines hydrophoben Ethyl-Restes auch mehr schlecht als Recht "hydratisieren".
__________________
Dirk

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Alt 30.09.2005, 12:26   #3   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: Gelbildung

Danke für die schnelle und super Antwort. Ich war nicht sicher, ob das ethanol wirklich so unpolarer ist als wasser. denn das dipolmoment ist laut dem vollhardt sehr ähnlich. aber dipolmoment und polarität sind nicht gleichzusetzen oder wie?
vielleicht noch ne kleine antwort? vielen dank
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Alt 30.09.2005, 12:53   #4   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: Gelbildung

Also unser BiophysChem-Prof hat uns so ein Problem (Fällung einer wasserlöslichen
Substanz durch EtOH-Zugabe) über die Änderung der Permitivität der Lösung
erklärt. Dabei ging es um die Fällung von DNA.

Seine Argumentation war folgende: durch EtOH-Zugabe in Wasser wird die
Permitivität der Lösung herabgesetzt, außerdem wird die Hydrathülle der Ionen
verkleinert. Dadurch werden die Anziehungskräfte zwischen den gegenseitig
geladenen Ionen in Lösung gemäß dem Coulombschen Gesetz größer, die Ionen
aggregieren und fallen aus.

Weiß jetzt aber nicht ob mir da jemand einen Bären aufgebunden hat.
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