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Alt 16.09.2005, 13:05   #1   Druckbare Version zeigen
Hananh  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 41
Chemolumineszenz

Hallo!

ich habe folgenden Versuch zur chemolumineszenzz von Luminol. Ich owllt emal fragen, ob jemand eine idee hat. mit welchem Stoff man diesen Versuch statt Luminol auch noch durchführen kann, aslo als Abwandlung. Sollte natürlich auch ein Stoff sein, der Chemolumineszenz hat!

Vielen Dank
Hannah


Versuch: Springbrunnen (Lumineszenz von Luminol)
Bereitung der Reaktionslösungen:
Lösung I: In einer braunen Flasche werden 4 g Na-triumcarbonat und 0,2 g Luminol in 500 ml dest. Wasser unter Rühren gelöst. Dann werden 24 g Natriumhydrogen-carbonat, 0,5 g Ammoniumcarbonat und 0,4 g Kupfersulfat hinzugefügt und mit dest. Wasser auf 1 Liter aufgefüllt. Lösung II: In einer zweiten braunen Flasche werden 8 ml Wasserstoffperoxid, w = 30 %, in dest.Wasser zu einem Liter gelöst.

Die beiden Standkolben werden mit je 500 ml Lösung I bzw. Lösung II gefüllt, und die Apparatur wird zusammengebaut. Nun wird der große Rundkol-ben abgeschraubt (ohne die Stativklemme zu lockern) und unter dem Abzug mit ca. 25 ml konzentrierter Ammoniak-lösung beschickt. Der Kolben wird von außen mit den Handflächen erwärmt und dabei ca. 30 s lang geschwenkt, damit er sich mit gasförmigen Ammoniak füllt. Dann wird die Lösung rasch abgegossen und der Kolben wird in die Apparatur eingeschraubt. Der Springbrunnen wird durch Einspritzen eines Wasserstrahls aus der Plastik-Spritze gestartet. (Raumbeleuchtung zuvor abschalten). Sobald sich die beiden Lösungen aus den Standkolben im Y - Stück treffen, tritt ein kräftiges hellblaues Leuchten ein, das sich auch bei der Fontäne im Rundkolben und bei der sich dort sammelnden Lösung fortsetzt. Wenn eine Wasserstrahlpumpe zur Verfügung steht, kann zwischen Kolben und Y-Stück auch ein Hahn geschaltet und ein verminderter Druck im Kolben vor der Demonstration eingestellt werden. Zum Start muss dann lediglich der Hahn geöffnet werden.
Hananh ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 16.09.2005, 14:43   #2   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.539
AW: Chemolumineszenz

Diese spezielle Version des Springbrunnenversuchs kenne ich auch nur mit Luminol, eine Abwandlung mit einem anderen Chemolumineszenz-System ist zumindest mir nicht bekannt. Das Problem ist ja, dass die Reaktion in wässriger Lösung ablaufen muss (sonst geht der Springbrunnen-Effekt nicht), die Lumineszenz in alkalischer (bei Ammoniak) oder saurer (bei HCl-Gas) Lösung ebenfalls funktionieren muss und das Leuchten sehr schnell beginnen muss.
Meiner Meinung nach macht es aber auch nicht so viel Sinn, einen solchen recht aufwändigen, aber spektakulären Versuch mehrfach mit Abwandlungen vorzuführen. Statt dessen könnte man andere Chemolumineszenz- bzw. Fluoreszenz-Versuche vorführen (Dazu mal Suchfunktion unseres Forums benutzen).
Was ich mir allerdings noch vorstellen könnte, wäre ein Springbrunnen-Versuch mit Fluorescein-Natrium, wo man den Kolben halt mit Schwarzlicht beleuchten müsste...

Gruß,
Zara
__________________
Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2008, 00:39   #3   Druckbare Version zeigen
Chemienator Männlich
Mitglied
Beiträge: 120
AW: Chemolumineszenz

Ich habe mal etwas von chemolumineszierendem Nebel gehört.
Ist es möglich einen Leuchtenden Nebel zu erzeugen?
-Dazu habe ich noch die Frage, ob man einen Leuchtenden Feststoff erzeugen kann?


Also ich sehe die theoretische Möglichkeit dadrin, dass man Singulettsauerstoff in eine Wasserdampfwolke "packt", ähnlich wie normaler Sauerstoff, bei der Reaktion von konz. Wasserstoffperoxid mit Kaliumpermanganat.

Ich habe letztens Singulettsauerstoff hergestellt.
Allerdings konnte man von ca. 50Fotos (teilweise mehrere Sekunden lang belichtet) keine Gebrauchen, da man ur auf 2 ein schwaches Leuchten erkennen konnte.
-Kann man die Leuchtkraft von Singulettsauerstoff (im Homelab) steigern?
-Ergibt Singulettsauerstoff mit alkalischer Fluoresceinlösung ein grünes Leuchten... oder hat das rote Licht keinen Einfluss auf Fluorescein?


P.S. dieses Bild ist meiner Meinung nach sehr schön
BILD
Chemienator ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2008, 04:17   #4   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.539
AW: Chemolumineszenz

Zitat:
Zitat von Chemienator Beitrag anzeigen
Ich habe mal etwas von chemolumineszierendem Nebel gehört.
Ist es möglich einen Leuchtenden Nebel zu erzeugen?
-Dazu habe ich noch die Frage, ob man einen Leuchtenden Feststoff erzeugen kann?
Ein fluoreszierender Feststoff ist kein Problem, mit Chemolumineszenz wird es schwieriger...

Leuchtender Nebel ist auch nicht gerade ganz so einfach. Man mischt unter Inertgas und Feuchtigkeitsausschluss Hexamethylentetramin mit Triethylaluminium. Dann fügt man trockenes THF und Tetrakis(dimethylamino)ethylen (TDE) zu. Wenn man jetzt den Kolben öffnet und Wasser zugibt, zersetzt sich das Triethylaluminium. Das freiwerdende Ethan reißt die anderen Komponenten mit sich und verteilt das TDE in der Luft, welches durch Oxidation an der Luft Chemolumineszenz zeigt.

Eine genaue Anleitung findest Du in
H. Brandl, S. Albrecht und M. Haufe: "Neue Experimente zur Chemolumineszenz", Chemie unserer Zeit, 1993.
__________________
Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
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