Allgemeine Chemie
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Alt 15.09.2005, 08:05   #1   Druckbare Version zeigen
Kin Ovanesov Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 299
Versuch mit Mg und HCl.Abhängigkeit der RG von der A des Mg

Hi!

Mein Tutor will mich richtig fertig machen.Ich muss bald experementel nachweisen ,dass die RG von der Oberfläche des Reaktanten(in meinem Fall Mg)abhängt.Dazu muss ich SELBER ,ohne fremde Hilfe ein Versuch durchfürhen.Ich muss selber entscheiden welche Chemikalien,Materialien usw... ich brauche.Da ich so was noch nie gemacht habe ist das ziemmlich kompliziert für mich.Rechnen kann ich gut,aber praktische Abreit ist einfach nicht für mich Leute((
Ich habe eine Bitte an Sie.Können Sie ein adequater Versuch beschreiben?
Ich brauche die Angaben zur Materialien,Chemikalien,Aufbau,Durchführung.Aber nicht die Deutung oder Reaktion selbst.

Kin Ovanesov
Kin Ovanesov ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2005, 08:53   #2   Druckbare Version zeigen
Tino71 Männlich
Moderator
Beiträge: 6.935
Blog-Einträge: 41
AW: Versuch mit Mg und HCl.Abhängigkeit der RG von der A des Mg

Für diese Reaktion und deren Geschwindigkeit könntest Du zum Beispiel dreierlei Mg bestellen: einmal Band, einmal einen Klotz und einmal Pulver. Dann haste schonmal drei sehr unterschiedliche Oberflächen. Das Pulver wird sehr schnell mit HCl unter Wasserstoffentwicklung reagieren, der Klotz viel langsamer, das verknäuelte Band irgendwie dazwischen. Was Du messen kannst, ist das Volumen des entwickelten H2 immer in bestimmten Zeitintervallen (alle 5s oder so). Dazu müßtest Du die Reaktion in einem Kolben machen, der dicht verschlossne ist und als einzigen Ausgang einen Kolbenprober hat oder eine mit Wasser gefüllte Bürette (umgedreht in einer pneumatischen Wanne), in die von unten der H2 reinblubbern kann. Das Volumen der Gasmenge liest Du dann alle 5s ab und kriegst damit die jeweiligen Reaktionsgeschwindigkeiten raus.
Soweit klar?
Viel Spaß beim Rumtüfteln!
__________________
Vor dem Gesetz sind alle Katzen grau
Tino71 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2005, 16:36   #3   Druckbare Version zeigen
Kin Ovanesov Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 299
AW: Versuch mit Mg und HCl.Abhängigkeit der RG von der A des Mg

Ok.Aber ich brauche genaueren Angaben der Chemikalien.Wieviel HCl und welche Konzentration usw...Ich weiß doch garnicht welche c(HCl) optimal ist.
Kin Ovanesov ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 15.09.2005, 17:14   #4   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.536
AW: Versuch mit Mg und HCl.Abhängigkeit der RG von der A des Mg

Zitat:
Zitat von Kin Ovanesov
Ok.Aber ich brauche genaueren Angaben der Chemikalien.Wieviel HCl und welche Konzentration usw...Ich weiß doch garnicht welche c(HCl) optimal ist.
Dann solltest Du vielleicht mal anfangen, Dir ein paar eigene Gedanken zu machen.
Die Reaktionsgeschwindigkeit wird ganz offensichtlich von der Konzentration der Säure abhängen, gleichzeitig wird die Menge des gebildeten Wasserstoffs von der Magnesiummenge abhängen. Es ist auch nicht schwer sich zu überlegen, dass man idealerweise einen Überschuss von Salzsäure verwendet und nicht irgendwann die Säure abreagiert ist und noch Magnesiumstücke in der Lösung schwimmen....
Da Du ja nach eigenen Angaben gut rechnen kannst, könntest Du ja mal ein paar Berechnungen anstellen, z.B.
- Welche Menge Magnesium verwende ich, um ein gut messbares Wasserstoff-Volumen zu erzeugen? (Wenn Du z.B. 'n 100 ml Kolbenprober hast, sollteste am Schluss nicht 500 ml Wasserstoffgas bekommen...)
- Du willst einen Überschuss Salzsäure einsetzen, sagen wir mal 10x mehr Salzsäure als Magnesium. Welche Konzentration ist da sinnvoll? (0,1 g Magnesium mit 10 Liter homöopatisch verdünnter Saözsäure umzusetzen, macht z.B. keinen Sinn, 10 µl Salzsäure wäre ebenso sinnlos...)

Wenn Du dann in einem Vorversuch merkst, dass viel zu schnell Wasserstoff entsteht und Du das gar nicht mehr ablesen kannst, solltest Du verdünntere Salzsäure nehmen (und davon entsprechend mehr)...

Zitat:
Zitat von Kin Ovanesov
Mein Tutor will mich richtig fertig machen.Ich muss bald experementel nachweisen ,dass die RG von der Oberfläche des Reaktanten(in meinem Fall Mg)abhängt.Dazu muss ich SELBER ,ohne fremde Hilfe ein Versuch durchfürhen.Ich muss selber entscheiden welche Chemikalien,Materialien usw... ich brauche.Da ich so was noch nie gemacht habe ist das ziemmlich kompliziert für mich.
Ich bin mir sicher, dass Dein Tutor 'n ganz böser Mensch ist und Dir nur das Schlechteste will. Aber wieso siehst Du das nicht mal als Chance an? Es ist doch gar nicht so abwegig, dass man einen Versuch planen, durchführen und auswerten muss und es ist nicht immer wie in der Schule, dass es fertige Versuchsvorschriften gibt, die man einfach nachmacht... Also, zeig einfach mal, dass Du das ordentlich planen kannst.

Viele Grüße und viel Erfolg,
Zara
__________________
Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2005, 17:19   #5   Druckbare Version zeigen
Tino71 Männlich
Moderator
Beiträge: 6.935
Blog-Einträge: 41
AW: Versuch mit Mg und HCl.Abhängigkeit der RG von der A des Mg

Als HCl nimmste mal am besten einmolare oder zweimolare. Das langt dicke. Und dann nimmste am besten einen Überschuß an Säure (doppelt so viel wie stöchiometrisch notwendig wäre) bezogen auf die eingewogene Menge Mg. Und wieviel Mg Du nimmst, das mußte abschätzen nach dem Volumen, das der Kolbenprober oder die Bürette faßt. Mehr H2 sollteste nicht entwickeln.
Also:
Die Mg-Menge richtet sich nach der Stoffmenge an H2, die maximal frei werden soll. Diese Stoffmenge ist durch das Volumen Deines Gasauffang-Gefäßes begrenzt (ideale Gasgleichung). Und aus der Mg-Menge kannste dann die Menge an 1molarer (oder 2molarer) HCl berechnen, die für einen stöchiometrischen Umsatz nötig wäre. Und dann nimmste das Doppelte davon.
__________________
Vor dem Gesetz sind alle Katzen grau
Tino71 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2005, 18:22   #6   Druckbare Version zeigen
Kin Ovanesov Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 299
AW: Versuch mit Mg und HCl.Abhängigkeit der RG von der A des Mg

Ja danke.
Ich hab heute sehr viel gerechnet.Ich wollte zuerst auch 2molare HCl(aq) nehmen,aber mein pedantischer Tutor hat gesagt sie kostet dann zu viel $$$.Er hat o,1 molare HCl(aq) vorgeschlagen,die ich selber aus 32%HCl(aq) herstellen soll.Ich habe die Mischungsregel angewendet und rausbekommen,dass ich 1,139 ml 32%- Lösung mit 98,861 ml 0%- Lösung mischen soll um 100 ml o,1 molare Lösung bekommen zu können.
So,in 100 ml 0,1 molare Lösung befindet sich o,365 mol HCl,d.h. wir können maximal 0,1825 mol Mg umsetzen.
Da ich 3 Rggl haben werde(10ml 0,1molare HCl pro Rggl) kann max. 0,0365 mol Wasserstoff(0,01825 mol H2) pro Rggl entstehen.0,01825mol H2 entspr. 0,438 Liter Gas.Maximal kann ich dann pro Rggl ja auch 0,438 g Mg umsetzen.
Sind meine Überlegungen richtig?
Kin Ovanesov ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.09.2005, 10:00   #7   Druckbare Version zeigen
Tino71 Männlich
Moderator
Beiträge: 6.935
Blog-Einträge: 41
AW: Versuch mit Mg und HCl.Abhängigkeit der RG von der A des Mg

Die Verdünnung rechne ich jetzt mal nicht nach

In 100 ml 0.1-molarer HCl befinden sich 0.01 Mol HCl, in 10 ml sind 1 mMol HCl. Pro Reagenzglas kann man also maximal 0.5 mMol H2 entwickeln. Wenn 1 Mol eines idealen Gases bei Standardbedingungen 22.4 l einnimmt, dann entsprechen 0.5 mMol H2 einem Volumen von 11.2 ml.
Zur Erzeugung von 0.5 mMol H2 sind 0.5 mMol Magnesium nötig, das sind 12.16 mg. Will man jetzt noch einen doppelten Überschuß an HCl verwenden, nimmt man pro Reagenzglas also ca. 6 mg Magnesium, woraus sich dann nur 5.6 ml Wasserstoff entwickeln würden.

Wenn das jetzt nochmal jemand überprüfen würde, wär's nett...!

P.S.: Dein Chemielehrer ist ein Obergeizkragen, wenn er an einer der billigsten Chemikalie der Welt spart... Sag ihm das.
Tino71 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.09.2005, 21:01   #8   Druckbare Version zeigen
Kin Ovanesov Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 299
AW: Versuch mit Mg und HCl.Abhängigkeit der RG von der A des Mg

Zitat:
Zitat von Tino71
Die Verdünnung rechne ich jetzt mal nicht nach

In 100 ml 0.1-molarer HCl befinden sich 0.01 Mol HCl, in 10 ml sind 1 mMol HCl. Pro Reagenzglas kann man also maximal 0.5 mMol H2 entwickeln. Wenn 1 Mol eines idealen Gases bei Standardbedingungen 22.4 l einnimmt, dann entsprechen 0.5 mMol H2 einem Volumen von 11.2 ml.
Zur Erzeugung von 0.5 mMol H2 sind 0.5 mMol Magnesium nötig, das sind 12.16 mg. Will man jetzt noch einen doppelten Überschuß an HCl verwenden, nimmt man pro Reagenzglas also ca. 6 mg Magnesium, woraus sich dann nur 5.6 ml Wasserstoff entwickeln würden.

Wenn das jetzt nochmal jemand überprüfen würde, wär's nett...!

P.S.: Dein Chemielehrer ist ein Obergeizkragen, wenn er an einer der billigsten Chemikalie der Welt spart... Sag ihm das.
Danke.
Ich hab Ihre Rechnungen zum Kenntnis genommen.
Kin Ovanesov ist offline   Mit Zitat antworten
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