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Alt 30.08.2005, 16:40   #1   Druckbare Version zeigen
Radiesli  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 14
Frage Vorführung zu gefährlichen Chemikalien

Bei einer Chemikalienschulung sollte ich die Risiken im Umgang mit Chemikalien präsentierten insbesondere bezüglich der R- und S-Sätze. Kennt jemand Versuche, womit ich zum Beispiel Unterschiede zwischen entzündlich, leicht entzündlich und hoch entzündlich oder zwischen Verätzungen und schwere Verätzungen vorzeigen könnte? oder auch die Bedeutung von R-Sätzen wie "entwickelt bei Berührung mit Säuren giftige Gase".

Vielen Dank im voraus für Tipps,

Radiesli
Radiesli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2005, 16:53   #2   Druckbare Version zeigen
belsan Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.635
AW: Vorführung zu gefährlichen Chemikalien

Willkommen im Forum

Derartige Experiment sollte man nur vorführen, wenn man auch die entsprechende Ausrüstung (und Erfahrung) hat. Also insbesondere einen Abzug, Feuerlöscher, usw.
Im Prinzip kann man das natürlich vorführen. Z. B.
hoch entzündlich: Ether
leichtentzündlich: Benzin
entzündlich: Diesel

Was immer man macht, verwendet man natürlich immer die kleinst möglichen Mengen.

Da derartige Experimente aber wirklich nicht ohne sind, würde ich empfehlen Rat bei jemandem einzuholen, der darin geschult ist.
Z. B. hier
http://userpage.chemie.fu-berlin.de/~tlehmann/sicindex.html
Herr Lehmann kennt sich mit sowas gut aus, hat die entsprechenden Scheine, die Erfahrung und gibt sicher gerne den ein oder anderen Tip über das hinaus, was auf der I-net-Seite zu finden ist.
__________________
Gruß belsan

Fachfragen bitte im Forum stellen und nicht per PN.

Geändert von belsan (31.08.2005 um 19:15 Uhr)
belsan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2005, 17:38   #3   Druckbare Version zeigen
crue-vcol Männlich
Mitglied
Beiträge: 416
AW: Vorführung zu gefährlichen Chemikalien

Naja, zwischen Verätzungen und schweren Verätzungen könnte man unterscheiden, indem man auf ein Stück Küchenrolle einmal konz. Schwefelsäure und dagegen verd. Schwefelsäure träufelt. Besonders effektvoll ist bei dem Versuch halt die Wirkung der verdünnten Säure nicht.

Kennt eigentlich jemand einen Stoff mit R 30
"Kann bei Gebrauch leicht entzündlich werden"
oder weiß, was der Satz für einen Sinn macht? Wenn ein Stoff leichtentzündlich ist, sollte er doch mit R 11 gekennzeichnet werden, ist er es nicht, dann nicht.
crue-vcol ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2005, 17:54   #4   Druckbare Version zeigen
belsan Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.635
AW: Vorführung zu gefährlichen Chemikalien

Vermute, dass R 30 nicht für Reinstoffe, sondern für Zubereitungen gedacht ist, die z. B. durch verdunsten des Lösungsmittels leicht entzündlich werden können.
__________________
Gruß belsan

Fachfragen bitte im Forum stellen und nicht per PN.
belsan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.08.2005, 13:28   #5   Druckbare Version zeigen
Radiesli  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 14
AW: Vorführung zu gefährlichen Chemikalien

Abzug, Feuerlöscher, etc. ist alles kein Problem, da vorhanden. Auch Erfahrung sollte ich als Chemikerin haben Ich hoffe einfach, dass der eine oder andere noch eine paar Versuche kennen, die schön effektvoll sind, aber doch auch noch etwas lehrreiches beinhalten.

Habe in einem anderen Beitrag nun schon von dem Versuch mit Bärlappsporen oder Kaffeeweisser in eine Flamme pusten gelesen. Kann man gut brauchen für R1, im trockenen Zustand explosionsgefährlich. So in dem Stil hoffe ich noch auf weiteres.
Radiesli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.08.2005, 13:51   #6   Druckbare Version zeigen
Edgar Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.044
AW: Vorführung zu gefährlichen Chemikalien

Für Brandfördernd kommt Glycerin/KMnO4 sicher gut an, die verzögerung bis die Reaktion einsetzt sorgt für Überraschung und ist didaktisch wertvoll: Wenn nicht gleich etwas passiert, heisst das noch lange nicht dass nie etwas passiert...
(Tip: KMnO4 fein mörsern, sonst kann es SEHR lange dauern).
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Alt 31.08.2005, 14:19   #7   Druckbare Version zeigen
Wattwurm83 Männlich
Mitglied
Beiträge: 449
Achtung AW: Vorführung zu gefährlichen Chemikalien

reine Natriumstücke in Wasser (aber nicht zu viel Natrium sonst sprengt dir das Becherglas) und Vorsichtig !
__________________
"C'est en faisant n'importe quoi qu'on devient n'importe qui!"
Wattwurm83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.08.2005, 16:14   #8   Druckbare Version zeigen
Allchemist Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.129
AW: Vorführung zu gefährlichen Chemikalien

Zitat:
Zitat von belsan
Willkommen im Forum

......hoch entzündlich: Ether
leichtentzündlich: Benzin
entzündlich: Diesel

Was immer man macht, verwendet man natürlich immer die kleinst möglichen Mengen.
Da sich die Einstufung aus dem Flammpunkt herleitet, kann man das entweder mit einer Apparatur zur Flammpunktbestimmung vorführen, oder einfacher eine kleine Probe unter den Flammpunkt abkühlen und zeigen, dass sich diese Probe nicht entzündet wenn man mit einer Flamme in deren Nähe kommt.
Nach Erwärmung auf den Flammpunkt zeigt sich dann eine Aufflammung.

Wichtig (wie bereits gesagt)
- kleine Mengen
- offene Gefäße, am besten nach oben erweitert (z.B Porzellantiegel)
- Vorratsgefäße verschlossen und in gebührlicher Entfernung aufbewahren
- Löschmittel bereithalten

Geändert von belsan (31.08.2005 um 19:30 Uhr) Grund: Quote Tag ergänzt
Allchemist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.08.2005, 17:28   #9   Druckbare Version zeigen
Edgar Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.044
AW: Vorführung zu gefährlichen Chemikalien

Zitat:
Zitat von Radiesli
oder auch die Bedeutung von R-Sätzen wie "entwickelt bei Berührung mit Säuren giftige Gase".
dafür würde ich Nitrit und verd. Schwefelsäure nehmen.
Das NO2 ist schön sichtbar (Braun) und wenn man etwas über 'Stickoxide' erzählt, können die Leute assoziieren (Autoabgase, saurer Regen).
NO2 ist auch insofern gut geeignet weil es die häufigste Todesursache in Laboratorien ist - man kann gar nicht genug davor warnen!
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