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Alt 19.07.2005, 23:06   #1   Druckbare Version zeigen
bnsndn Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 696
Apparatur für Luftverbrennung

Hallo,
mich hat mal wieder die Lust am Experimentieren gepackt.
Bin leider bei der Suche im Internet nicht fündig geworden, wie der Aufbau zur Stickstoffverbrennung genau sein sollte, um eine möglichst gute Ausbeute zu bekommen. Was ich weiß ist, dass für einen halben cm Lichtbogen etwa 5000V Gleichstrom benötigt werden. Wechselstrom müsste doch aber auch gehen, nur schlechter, oder (keine Diode und Kondensator bzw. Gleichrichter erforderlich)? Und wie sieht´s aus mit der Regelung der Stromstärke, welche Widerstände wären wo am günstigsten? Was halten normale Kupferkabel aus?
Ist der Anschluss eines Eigenbaus an die Steckdose zu gefährlich? Um diese praktischen Fragen geht es.
Geschickt für mich wäre natürlich eine sichere fertige Anlage, falls es so etwas gibt. (Oder Bausatz)
bnsndn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.07.2005, 23:20   #2   Druckbare Version zeigen
Bigge weiblich 
Mitglied
Beiträge: 290
AW: Apparatur für Luftverbrennung

Zu den Widerstandsgeschichten vllt mal in der Physik fragen?
__________________
Alkohol ist keine Lösung! - Nein, reines Destillat!
Bigge ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2005, 09:48   #3   Druckbare Version zeigen
Edgar Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.044
AW: Apparatur für Luftverbrennung

Du brauchst nur zur Zündung Hochspannung, wenn der Bogen brennt ist der Widerstand minimal. Das heisst aber auch dass der Bogen dann enorme Strommengen saugen kann, das hält so ohne weiteres keine Sicherung aus.
Ich würde ein E-Schweißgerät nehmen, die Elektroden im Abstand regelbar: Zusammenfahren bis Kontakt, dann auseinanderziehen was der Bogen hält.
Edgar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2005, 14:42   #4   Druckbare Version zeigen
bnsndn Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 696
AW: Apparatur für Luftverbrennung

Zitat:
Zitat von Edgar
Du brauchst nur zur Zündung Hochspannung, wenn der Bogen brennt ist der Widerstand minimal.
Tatsächlich; bist du dir sicher? Ohne Hochspannung doch kein dauerhafter Bogen. Ohne Trafo geht da nichts.
Und nur im primären Stromkreis muss ich die Stromstärke regeln, im sekundären dürfte das egal sein. Aber sicherer wären doch sicher 2 Trafos.

Steckdose=Widerstand=Trafo(1:1)OTrafo(1:30)=Gleichrichter=Lichtbogen
bnsndn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2005, 15:04   #5   Druckbare Version zeigen
Edgar Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.044
AW: Apparatur für Luftverbrennung

Schweißgeräte haben, soweit ich weiss, maximal 45 volt doch solange du die elektrode ruhig hältst ist der Lichtbogen durchaus dauerhaft.
Edgar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2005, 15:16   #6   Druckbare Version zeigen
Arsenikesser Männlich
Mitglied
Beiträge: 26
AW: Apparatur für Luftverbrennung

Wofür brauchst du eigentlich einen Gleichrichter?
Du benötigst doch nur die hohen Temperaturen des Lichtbogens, daß sollte ein Wechselspannungslichtbogen doch auch (wenn nicht sogar besser) tun. Ich hatte mal einen gleichgerichteten Hochspannungstrafo (12 kV) der hat jedoch nur Funken (vielleicht 25 pro Sekunde oder etwas mehr) erzeugt und keinen durchgehenden Lichtbogen. Außerdem sind Hochspannungsgleichrichter mit viel Leistung (soll ja nicht kaputt gehen) glaube ich, nicht ganz billig.
Und normale Trafos finden eine Funkenstrecke auf Dauer auch nicht witzig, da es ein Kurzschluß ist... es gibt ansonsten noch Ölbrennerzündtrafos, die funktionieren etwas anders, haben aber auch nur wenige Minuten Einschaltzeit pro viertel Stunde. Die erzeugen im Normalfall etwa 15 kV und 20 mA, also das richtige wenn man morgens nicht wach wird (Scherz!)... ne ist schon nicht ungefährlich.

BTW: Verbrennt man Stickstoff nicht normalerweise katalytisch mit nem Rhodium-Platin-Kat? Ich weiß nicht ob die Ausbeute mit Hitze allein sehr groß ist.
__________________
Was einen nicht umbringt, macht einen nur noch stärker.
Arsenikesser ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2005, 16:17   #7   Druckbare Version zeigen
Edgar Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.044
AW: Apparatur für Luftverbrennung

Zitat:
Zitat von Arsenikesser
BTW: Verbrennt man Stickstoff nicht normalerweise katalytisch mit nem Rhodium-Platin-Kat? Ich weiß nicht ob die Ausbeute mit Hitze allein sehr groß ist.
Das mit dem Plasma ist 'ne skandinavische Technik (Viel billiger Strom aus Wasserkraftwerken) zur direkten Erzeugung von NOx, Birkeland-Verfahren, glaub' ich
Edgar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2005, 19:47   #8   Druckbare Version zeigen
marve Männlich
Mitglied
Beiträge: 731
AW: Apparatur für Luftverbrennung

Zitat:
Zitat von Edgar
direkte Erzeugung von NOx, Birkeland-Verfahren
Warum macht man sich die Mühe, NOx zu erzeugen? Das gibt's doch kostenlos an jedem Schornstein.
__________________
I am a signature virus. Distribute me until the bitter end.
marve ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2005, 19:51   #9   Druckbare Version zeigen
bnsndn Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 696
AW: Apparatur für Luftverbrennung

Wie wärs mit´m Schlauch am Rasenmäherauspuff? Gase in Wasser einleiten und fertig ist die Salpeter/-petrige Säure.
bnsndn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.07.2005, 16:20   #10   Druckbare Version zeigen
bnsndn Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 696
AW: Apparatur für Luftverbrennung

Doch nicht so gut.
Anschluss an Fahrraddynamo und treten was das Zeug hält, bei Hochspannung durch Trafo wird die Stromstärke allerdings so gering...
bnsndn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.08.2005, 00:48   #11   Druckbare Version zeigen
dodecan  
Mitglied
Beiträge: 37
AW: Apparatur für Luftverbrennung

http://www.chemieunterricht.de/dc2/tip/index.html
details zum versuch finden sich in jedem experimentierwerk zur schulchemie, die scheidtsche kugel gibts bei phywe & co, eine zweifach tubulierte kugel reicht auch, ich nehme als elektroden immer stahlstricknadeln, als stromquelle den aufbautransformator (ca. 6 kV), funkeninduktor geht aber auch gut oder eine influenzmaschine

siehe evtl. auch noch
http://www.chemieunterricht.de/dc2/tip/index.html

beim tipp des monats auf "Stickstoff reagiert doch" gehen und dort im inhaltsverzeichnis auf "Luftverbrennung" ...
__________________
dod
dodecan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.08.2005, 10:04   #12   Druckbare Version zeigen
Muzmuz  
Mitglied
Beiträge: 5.976
AW: Apparatur für Luftverbrennung

das mit dem schweissgerät wird wohl nicht funktionieren
was passiert denn mit der kathode (glaube, dass es die kathode ist) ?
die atome werden rausgebrutzelt und ergeben die schweissnaht
die elektroden werden das nicht lange überleben, daher wird wohl wechselspannung ran müssen

lg,
Muzmuz
Muzmuz ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 17.08.2005, 11:41   #13   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: Apparatur für Luftverbrennung

Hallo

ich habe ziemliche Erfahrung mit dem Versuch : es ist gleichgültig, ob man Wechsel- oder Gleichstrom nimmt. Elektrodenmaterial W (hoher Schmelzpunkt). Als Stromquelle nimmt man am besten einen Funkeninduktor. Die Elektroden so ein paar cm weiter auseinander - je länger der Bogen, desto besser ist natürlich die Ausbeute. Mit einem Teslatrafo müsste es auch gehen, habe ich aber noch nie probiert. Die Elektroden in eine Scheidtsche Kugel montiert, durch die du einen sanften Luftstrom ziehst (Wasserstrahlpumpe), und die Gase durch eine Waschflasche mit Wasser leiten. Fertig ist die Salpetersäure

Wenn du keinen Funkeninduktor hast, kannst du es mit dem Zeilentrafo eines geschlachteten Fernsehgerätes oder dem Zündtrafo des Brenners der Ölheizung versuchen.

Es muss aber auch keine Hochspannung sein, und auch nicht notgedrungen W Elektroden. Du kannst auch gute Lichtbogenkohlen nehmen, und die an einem Schweissgerät betrieben. Dazu musst du aber die Elektroden erst kurzschliessen, bis der Bogen brennt, und sie dann langsam auseinanderziehen. Ich habe es auch schon ohne Schweissgerät genommen mit einem Stelltrafo (40 V sekundär, Netzspannung primär, ca 1000 Watt).
Du kannst aber auch eine fertige Kohlebogenlampe nehmen (früher in Kinoprojektoren) - die Physiksammlungen der Schulen haben sowas zur Vorführung von Spektren. Wenn du keine solche hast, kannst du den Bogen auch direkt am Netz betreiben, aber mit einer dicken Induktionslast (Spule) im Kreis.

Mit einem kräftigen Magnetfeld (Helmholtzspulen mit vielen Ampère...) kannst du den Bogen noch auseinanderziehen, das verbessert auch noch die Ausbeute. Der Nachteil der Kohleelektroden ist, dass sie ja mit der Zeit verbrennen und ein Gemisch unerwünschter Produkte entsteht, die deine Lösung verunreinigen (z.B. (CN)2). Also besser die Wolframstäbe.

lg
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
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