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Alt 08.06.2005, 21:54   #1   Druckbare Version zeigen
MikeK  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 3
"Pflanzenfarbstoffe die als Indikator dienen können"

Hallo @ all

Ich habe als Facharbeitsthema "Pflanzenfarbstoffe die als Indikator dienen können" bekommen.
Ich weiß nicht so recht wo ich anfangen soll zu suchen und deshalb möchte ich mich an die erfahrenen User wenden und euch bitten und fragen ob ihr mir nicht zumindest ein paar Anhaltspunkte geben könntet:

welche pflanzenfarbstoffe gibt es den eigtl die als indikator dienen können?? der einzige der mir mal so spontan einfällt wäre blaukrautsaft... das lernt man ja auch schon in der 9ten klasse Very Happy

wie löst man solche pflanzenfarbstoffe aus den pflanzen raus?? beim blaukrautsaft reicht ja schon das ganze mit wasser auszukochen.. wie geht das bei anderen fabrstoffen?? gibts da ein patentrezept?? mit alkohol?? oder hängt das total von den jeweilig verwendeten pflanzen ab ...

kann mir jemand mal die grundlegende funktion von fabrstoffen(chemisch) - also wie ist so ein farbstoff aufgebaut welche gruppen gibt es... - erklären bzw nen link oder eine literaturempfehlung geben.

Ich verlange keineswegs das mir hier jemand die halbe facharbeit schreibt, das möchte ich dann schon selbst schaffen aber für ein wenig starthilfe eurerseits wäre ich sehr dankbar Smile

Gruß MikeK

@mods falls beitrag hier falsch bitte verschieben (am besten dorthin eo es viele lesen) DANKE!
MikeK ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 08.06.2005, 22:01   #2   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.820
AW: "Pflanzenfarbstoffe die als Indikator dienen können"

Forensuche benutzen, da findet sich einiges....

Stichworte hast du ja. Strukturformeln diververs Indikatoren findest du unter www.gefahrstoffdaten.de , Buchstabe "I" (Indikator).
kaliumcyanid ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 08.06.2005, 22:24   #3   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.862
AW: "Pflanzenfarbstoffe die als Indikator dienen können"

Hallo

das ist ein schönes Thema !

Mit Pflanzenfarbstoffen als Indikatoren hat schon Geheimrat Goethe gearbeitet. Dazu gibt es schönes Buch "Goethes chemische Versuche", da sind viele Beispiele (mit den passenden Formeln und Gleichungen) drin.

Einen sehr brauchbaren Indikator (viel besser als Blaukrautsaft) gibt die Malve ! (Malva sylvestris). Das bekommt man als Tee (gegen Husten und Halsschmerzen) in jeder Apotheke (Nicht verwechseln mit afrikanischer Malve, das ist Hibiscus sabdariffa). Einfach die Blüten mit kaltem Wasser extrahieren, fertig ist die Indikatorlösung. Gibt wenn ich mich recht erinnere drei sehr scharfe Umschläge (der Farbstoff Malvin ist dafür verantwortlich). Du könntest beispielsweise die Farbe dieses Indikators bei einer Serie von verschiedenen pH Werten freststellen - am besten VIS Spektren aufnehmen. Dann den Farbstoff aus Malven extrahieren (dafür kann ich dir eine Vorschrift geben) und dann mit reiner Malvin- bzw Malvinhydrochloridlösung nochmal die Spektren aufzeichnen. Oder die Eignung des Indikators für verschiedene titrimetrische Fragestellungen prüfen.

Eine andere Möglichkeit ist Rotwein als Indikator (siehe Goethe, aber der hat den Wein nicht bloss als Indikator benutzt ! ) , oder die oben erwähnte afrikanische Malve (Hibiscusblüte). Aber die Umschläge bei Malvenblütenextrakt sind viel schärfer. Goethe hat auch noch mit Veilchen, Schwertlilien und anderen Pflanzenextrakten herumexperimentiert...

lg
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.06.2005, 07:52   #4   Druckbare Version zeigen
Kriegerdaemon  
Mitglied
Beiträge: 781
AW: "Pflanzenfarbstoffe die als Indikator dienen können"

Der Inhaltsstoff, der als Indikator verwendbar ist, gehört zur Klasse der Anthocyane bzw. Cyanine.
Anthocyane sind in sehr vielen Pflanzen enthalten. In vielen Blüten wie den Veilchen und o.g. Malven, in Fruchtkörpern wie Heidelbeeren, Sauerkirschen, Tollkirschen oder in der ganzen Pflanze wie beim Rotkohl. Die Struktur variiert dabei nur sehr wenig. Oft sind es nur die (ich glaube 3) Zuckerreste, die sich unterscheiden.
Ach da wir gerade beim Thema Zucker sind: Anthocyane sind Glycoside. Das Aglycon ist der Teil des Glycosids, der übrig bleibt, wenn man die Zuckerreste entfernt. Das ist meist eine schlecht wasserlösliche Substanz. Deshalb verzuckert sie die Pflanze ja auch...
Ich habe im Studium mal den Farbstoff Cyanin (das Aglycon davon heißt Cyanidin) als Titrationsindikator validiert und konnte eine Präzision des Umschlages nachweisen, die käuflichen Indikatoren (wie z.B. Bromthymolblau) gleichkommt.
Kriegerdaemon ist offline   Mit Zitat antworten
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