Allgemeine Chemie
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Grundlagen der allgemeinen und anorganischen Chemie
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Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

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Alt 10.12.2001, 21:16   #1   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Zwinkern Zwischenmolekulare Kräfte

Hallo

Wir schreiben am Freitag ne Klausur über zwischenmolekulare Kräfte. Ich habe mir folgende Kurzübersicht zusammengestellt und würde gerne von den Profis wissen, ob das soweit richtig ist:

1.) Van - der - Waals - Kräfte

Wirken sowohl zwischen polaren und unpolaren Molekülen und Ionenverbindungen. Die Wirkung der V. Kräfte kannn in der Regel vernachläßigt werden, da oft andere, stärkere, Anziehungen wirken (zB Wasserstoffbrücken).


2.) Dipol Kräfte

Wirken zwischen polaren Molekülen und sorgen für deren Ausrichtung. Dipol Kräfte sind stärker als V. Kräfte und sehen schematisch folgendermaßen aus:

(+ -) (+ -) (+ -) (+ -)


3.) Wasserstoffbrücken

W.Brücken gibt es zwischen Sauerstoff, Stickstoff und Fluor. Die Anziehung der W.Brücken ist stärker als die, der Dipol Kräfte. Durch die W.Brücken entsteht die Oberflächenspannung des Wassers


4.) Ionenbindungen

Ionenbindungen gibt es zwischen Stoffen, dessen EN größer als 1,8 ist. Ionenbindungen haben die größte Anziehungskraft aller zwischenmolekularen Kräften.



Zwischenmolekulare Kräfte im allgemeinen nennt man elektrostatische Wechselwirkungen.
-----------------------------------

Bin für jede Antwort dankbar!!

Geändert von Poweramd (10.12.2001 um 21:23 Uhr)
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Alt 10.12.2001, 21:19   #2   Druckbare Version zeigen
Markus H. Männlich
Mitglied
Beiträge: 957
erster kommentar seit langem: bitte schreib Molekül ohne h!
__________________
Wir alle sind so borniert, dass wir immer glauben, recht zu haben.

Goethe, Maximen und Reflexionen
Markus H. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.12.2001, 21:30   #3   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Also die Ionenbindung gehört da eigentlich nicht rein, weil sie nicht zu den Nebenvalenzbindungen gehört.
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Alt 10.12.2001, 22:35   #4   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
M. E. ist die Aufstellung ganz ok.

Die Van-der-Waals-Kräfte sind zwar relativ schwach, zu vernachlässigen sind sie aber doch nicht. Bei großen Molekülen kann die intermolekulare Anziehung aufgrund der VdW-Kräfte stärker sein als eine kovalente Bindung.

H-Brücken gehen hauptsächlich von an F, O oder N gebundenen H-Atomen aus.


Gruß,
Franz
FK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.12.2001, 22:47   #5   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
Noch ne Ergänzung :

H-Brücken : gehen aus von Wasserstoffen, die an einen stark elektronegativen Partner gebunden sind (F,N,O; soweit war ja FK auch) und gehen zu einem elektronegativen Partner.

vdW : sind elektrodynamische Wechselwirkungen, kommen durch fluktuierende und durch diese induzierte Dipole.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.12.2001, 23:13   #6   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Super, vielen Dank für eure Hilfe!!
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Alt 10.12.2001, 23:18   #7   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
Noch `ne Ergänzung :

H-Brücken : auch der (rel.) hohe Siedepunkt von HF ist durch H-Brücken verursacht.

Replikation der DNA : Nur möglich, da die beiden Stränge durch H-Brücken gebunden sind, stabil genug, aber dennoch zu lösen.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.12.2001, 23:35   #8   Druckbare Version zeigen
Adam Männlich
Moderator
Beiträge: 8.039
HF

Die Bindungsstärke der Wasserstoffbrücken liegen im Bereich vo 40 kJ/mol. Bei HF auf Grund der symmetrischen F-H-F Brücke bei etwa 113 kJ/mol.



Gruß
Adam
__________________
Wenn jemand ein Problem erkannt hat und nichts zur Lösung des Problems beiträgt, ist er selbst ein Teil des Problems.
Adam ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.12.2001, 09:30   #9   Druckbare Version zeigen
schlumpf  
Mitglied
Beiträge: 1.885
@bm: bei DNA sind die hydrophoben WW innerhalb der Helix mindestens ebenso wichtig - wenn nicht wichtiger.

Ist bei den meisten Biomolekuelen so. Denn wenn man z.B. die DNA zu Einzelstraengen auftrennt, kann man ja nach wie vor H-Bruecken (zum Wasser!) bekommen - wenn wir in Wasser als Loesungsmittel sind. Die H-Bruecken spielen bei DNA eher eine Rolle in der Spezifitaet der Basenpaarung als in ihrer Stabilitaet.

Das gleiche gilt uebrigens fuer die meisten Arzneistoff-Protein-Wechselwirkungen.
schlumpf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.12.2001, 11:49   #10   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
@ schlumpf

danke für den Hinweis, Biochemie ist nicht mein Revier. Deine Argumentation ist aber schlüssig.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.12.2001, 17:08   #11   Druckbare Version zeigen
upsidedown Männlich
Moderator
Beiträge: 7.640
Zitat:
Durch die W.Brücken entsteht die Oberflächenspannung des Wassers
In den H-Brücken liegt die hohe Oberflächenspannung des Wassers begründet, Oberflächenspannung gibt es eigentlich bei jeder Flüssigkeit, auch bei völlig unpolaren Flüssigkeiten (da ist sie allerdings deutlich kleiner).

Gruß,
UpsideDown
upsidedown ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.05.2002, 16:19   #12   Druckbare Version zeigen
ArneE Männlich
Mitglied
Beiträge: 368
Hallo,

Zitat:
Originalnachricht erstellt von FK
H-Brücken gehen hauptsächlich von an F, O oder N gebundenen H-Atomen aus.
Können Wasserstoffbrücken auch noch von anderen Elementen (außer F, O und N) ausgehen
__________________
Gruß ArneE

www.delphi-board.com
ArneE ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2002, 21:20   #13   Druckbare Version zeigen
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nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
Ich glaube beim S, Cl und Br liesse sich noch darüber streiten..bei anderen Elementen eher nicht.

Wasserstoffbrückenbindungen sind übrigens ca. 5 mal stärker als dipolbindungen und ca. 20 mal schwächer als Ionenbindungen.


Wenn jemand die London Kräfte im Kräftevergleich wüsste würde es mich freuen !


Gruss Andreas
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