Allgemeine Chemie
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Alt 09.05.2005, 18:18   #1   Druckbare Version zeigen
Arsin  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 578
Durch Leitfähigkeitsmessung die Säurekonstante ermitteln...

Hi, und zwar habe ich ne kurze frage.
Vorweg, sag ich aber noch was zur durchführung der Reaktion.

Wir haben vor längerer Zeit mal ne Leitfähigkeitsmessung durchgeführt auf die ich gerade zufällig gestoßen bin.
Und zwar wollten wir durch eine Leitfähigkeitsmessung die Säurekonstante der Essigsäure ermitteln.
Unser Vorgehen war wie folgt:


Zuerst haben wir eine Eichkurve des Stromes I in abhängigkeit der Konzentration der H+ - Ionen angefertigt.
Dazu nahmen wir verschiedene Konzentartionen von Salzsäure und haben den Strom I gemessen ( U war 16 V konst. die ganze Zeit, auf vereinbarung).
Grund dafür, dass wir Salzsäure nahmen, ist, dass diese nahezu vollständig protolysiert und c(HCl) = c(H+) ist.
Jedenfalls haben wir eine Eichkurve angefertigt.

Nachher haben wir Essigsäure in Wasser gelöst.
Hier stellt sich ein Gleichgewicht ein, denn die Essigsäure protoniert nicht vollständig.

Auch hier haben wir den Strom gemessen und konnten anhand der Eichkurve die Konz. der Protonen ablesen.
Daraus, konnte man wiederum die Säurekonstante der Essigsäure K bestimmen.


Meine Frage:

Der Strom I der Eichkurve wird doch durch die Leitfähigkeit der Ionen bestimmt und setzt sich doch aus der Leitfähigkeit der Protonen und der, der Cl- - Ionen zusammen.
Klar ist die Leitfähigkeit der H+ - Ionen um ein vielfaches höher, aber die Leitfähigkeit der Chlorid-Ionen spielt für den Strom auch ne Rolle...
Die Leitfähigkeit der Chlorid-Ionen ist doch anders als die der Acetat-Ionen, was zur folge hat,dass im Prinzip das Ergebnis ungenau wird, oder nicht?
Man kann doch nicht die Acetat- und Chlorid-Ionen einfach bei der Leitfähigkeit vernachlässigen??!
Sprich das Ergebnis ist leicht ungenau, selbst wenn ich keine Messfehler gemacht hätte, oder nicht?
Arsin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.05.2005, 19:11   #2   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Durch Leitfähigkeitsmessung die Säurekonstante ermitteln...

Seltsame Methode.

Präzise Werte der Säurekonstantes werden tatsächlich konduktometrisch ermittelt, aber nicht so wie du es beschreibst.

Das akzeptierte Verfahren ist hier schon mal in extenso besprochen worden. Fütter mal die Suchfunktion mit "Säurekonstante", "Arrhenius", "Ostwald", "Leitfähigkeit" oder geh die Beiträge von C. Iulius Caesar oder mir durch...ist schon ein paar Monate her.

lg
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.05.2005, 20:23   #3   Druckbare Version zeigen
Arsin  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 578
AW: Durch Leitfähigkeitsmessung die Säurekonstante ermitteln...

wir sind aber auf recht genaue Werte gekommen.
Nur, ist meine Frage eben, ob die wirklich sooo genau sind, denn
wir machen ja den Strom I hauptsächlich abhängig von der Leitfähigkeit der H+ - Ionen.
Rein theoretisch dürfte man die Konzentration an Protonen aufgrund der dissoziation der Essigsäure ja nicht in der Eichkurve ablesen, oder?
Denn die Säurereste sorgen ja auch ein stückweit für den Strom, und wir wissen ja nicht wie unterschiedlich diese den elektrischen Strom leiten.
Mit unserer Eichkurve gehen wir ja davon aus, dass sie denn Strom "gleichgut" leiten, doch das ist in der realität nicht der fall.
Ich denke eben, dass der unterschied so minimal ist, dass man ihn ausser acht lassen kann.
Arsin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.05.2005, 22:02   #4   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Durch Leitfähigkeitsmessung die Säurekonstante ermitteln...

Zitat:
Zitat von Arsin
Ich denke eben, dass der unterschied so minimal ist, dass man ihn ausser acht lassen kann.
Die molaren Grenzleitfähigkeiten bei unendlicher Verdünnung von H+ und CH3COO- Ionen betragen 349 bzw. 40.9 Ohm-1cm2.
76.34 für Chlorid.

Die Äquivalentleitfähigkeiten von HCl und CH3COOH sind wie folgt :

bei 0.001 M : 421.36 (HCl) und 48.63 (AcOH)
bei 0.10 M : 391.32 (HCl) und 5.20 (AcOH), jeweils Ohm-1cm2.

Alle Angaben bei 25°C und mit Gewähr, da aus dem Glasstone
Hoffe, die Frage damit geklärt zu haben.

lg

Geändert von ricinus (09.05.2005 um 22:06 Uhr) Grund: was wichtiges vergessen
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 09.05.2005, 22:42   #5   Druckbare Version zeigen
Arsin  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 578
AW: Durch Leitfähigkeitsmessung die Säurekonstante ermitteln...

ja, vielen dank, ich denke, da die Leitfähigkeit von Chlorid und Acetat-Ionen annähernd gleich ist im vergleich zu der Größenordnung in der sich die leitfähigkeit der H+ befindet.
Denke, da die leitfähigkeit beider Ionen ähnlich ist, sind auch die werte die ich für die Säurekonstante rausgekriegt habe recht gut, auch wenn ich keine messfehler gemacht haben sollte.

@rinus: also es kommen recht genaue werte für die Säurekonstante von Essigsäure mit dieser Methode raus.
Und ich finde sie ehrlich gesagt auch logisch, du nicht?
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