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Alt 28.04.2005, 23:02   #1   Druckbare Version zeigen
Doc444  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 46
Zuckerherstellung

Hi leute,
Ich hab da ein mega problem. am 3.Mai muss ich ein Referat abgeben und es gibt eine sache die mir selbst das web nicht erklären konnte. Es geht um die Gewinnung von Zucker. genauer die verarbeitung vom Rohsaft in den Dünnsaft. Benutzt wird Kalkmilch (glaub ich mal. irgendwas mit Kalk) und Kohlensäure. am ende wird beschrieben das es eine fällung und eine saturation gibt. nur ergibt sich für mich aus der beschreibung nur eine fällung und mehr nicht.
Hier sind zwei Links die das zwar beschreiben, aber meiner Meinung nach ziehmlich ungenau:
http://mitglied.lycos.de/ralph_mennicke/Diverse_Abhandlungen/Gewinnung_von_Zucker.html
http://www.suedzucker.de/produkt/schema/index.shtml

Ich wäre echt froh wenn ihr mir diese Sache klar machen könntet.
Danke im voraus.
MFG
Doc444
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Alt 29.04.2005, 06:56   #2   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Zuckerherstellung

Im 1. Link ist doch ganz gut beschrieben, dass es zwei Fällungen gibt:
erst werden mit Calciumhydroxid saure Bestandteile als Calciumsalze ausgefällt, dann wird überschüssiges Calciumhydroxid als Carbonat gefällt.
Dass die 2. Fällung (Kalk) als Viehfutter dienen soll, finde ich etwas zweifelhaft; wäre wohl besser als Dünger geeignet.

Gruß,
Franz
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Gib einem Mann einen Fisch, und Du ernährst ihn für einen Tag.
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Nichts, was ein Mensch sich auszudenken in der Lage ist, kann so unwahrscheinlich, unlogisch oder hirnrissig sein, als dass es nicht doch ein anderer Mensch für bare Münze halten und diese vermeintliche Wahrheit notfalls mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen wird.

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Alt 29.04.2005, 09:48   #3   Druckbare Version zeigen
belsan Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.635
AW: Zuckerherstellung

Kalkmilch ist in Wasser aufgeschlämmter gebrannter Kalk (CaO), also Ca(OH)2; man sagt auch gelöschter Kalk.

Die Klakmilch wird zugegeben um organische Säuren zu neutralisieren, und Glukose und Fruktose (Invertzucker) abzubauen, Amide zu verseifen und Proteine zu denaturieren, die dadurch ausfallen.
Besonders wichtig ist der Abbau von Invertzucker, weil der später über die Maillard-Reaktion zu häßlichen Farben führt.

Das ganze wird mit einem Überschuß an Kalkmilch gemacht.
Der Vorgang nennt sich Kalkung.

Um anschließend die überschüssige Kalkmilch wieder möglichst vollständig raus zu kriegen, wird Kohlendioxid eingeblasen.
Dadurch bildet sich Kalk (CaCO3), der schwer löslich ist und ausfällt. Man macht das zwei mal.
Da Einblasenvon Kohlendioxid nennt sich Carbonatation. Früher sagte man auch Saturation dazu. Carbonatation und Saturation ist also das gleiche.
Die Carbonatation wird gut dosiert, damit der Dünnsaft leicht alkalisch bleibt.
Das verhindert bei der anschließenden Verdampfung die Spaltung von Saccharose zu Invertzucker, was wieder Farbildung und eine Absenkung des pH-Werts zur Folge hätte (beim Inverzuckerabbau bilden sich Säuren).

EDIT: Viehfutter wird aus den Presschnitzeln nach der Rohsaftgewinnung und der Melasse gemacht. Der gefällte Kalk (Carbokalk) ist ein Dünger.
__________________
Gruß belsan

Fachfragen bitte im Forum stellen und nicht per PN.

Geändert von belsan (29.04.2005 um 10:00 Uhr)
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Alt 29.04.2005, 14:10   #4   Druckbare Version zeigen
Doc444  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 46
AW: Zuckerherstellung

Also wird einmal der die Kalkmilch mit den Nichtzuckerstoffen durch die Köhlensäure rausgefällt und einmal der übrige Kalk?
Doc444 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.04.2005, 17:04   #5   Druckbare Version zeigen
belsan Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.635
AW: Zuckerherstellung

Im Prinzip ja. Der ausfallende Kalk bindet noch mal ein paar Nichtsaccharosestoffe (physikalisch).
__________________
Gruß belsan

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