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Alt 20.04.2005, 09:37   #1   Druckbare Version zeigen
bolheim83 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 187
Chrom(VI)

Wie hoch ist die Giftigkeit von Cr(VI)-Verbindungen einzuordnen ? Die sollen ja alle ziemlich cancerogen sein (z.B. bei Chromschwefelsäure)
Danke im vorraus
bolheim83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.04.2005, 09:55   #2   Druckbare Version zeigen
der_assi Männlich
Mitglied
Beiträge: 419
AW: Chrom(VI)

Chromate sind sehr giftig, dazu insbesondere carcinogen:

Da der Ionenradius und auch die Ladung sowie geometrische Struktur und die "Liganden" von Chromat und Sulfat sehr ähnlich bzw. gleich sind, kann die Zellmembran nicht zwischen dem biologisch unproblematischen Sulfat und dem Chromat unterscheiden, sagt "Bitteschön, nur hereinspaziert!", macht die "Tür" auf, und drinne inne kann das Chromat dann schön alles ganz böse kaputtoxidieren...

Tja, so ist das...

lg
M.K.
der_assi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.04.2005, 10:10   #3   Druckbare Version zeigen
Tiefflieger Männlich
Moderator
Beiträge: 5.445
AW: Chrom(VI)

Chromschwefelsäure? Wer benutzt das denn heute noch?
=> ab zur Entsorgung!
__________________
Vernünftig ist, dass die politischen Spitzen, wenn sie miteinander sprechen, darüber sprechen, wie mit der Sache umzugehen ist, wie ernst Vorwürfe zu nehmen sind und wie man damit umgeht, Vorwürfe zu besprechen, zu klären, zu verifizieren oder aus der Welt zu schaffen. (2013 Regierungssprecher Seibert)
Tiefflieger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.04.2005, 10:28   #4   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Chrom(VI)

Zitat:
Zitat von Tiefflieger
Chromschwefelsäure? Wer benutzt das denn heute noch?
z.B. jeder der nach DIN 38409 den CSB messen muss...
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.04.2005, 10:29   #5   Druckbare Version zeigen
bolheim83 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 187
AW: Chrom(VI)

Dann nenn mir doch bitte deine Alternative zur Chromschwefelsäure, die eine genauso gute Wirkung zeigt. Danke im vorraus
bolheim83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.04.2005, 11:06   #6   Druckbare Version zeigen
Tiefflieger Männlich
Moderator
Beiträge: 5.445
AW: Chrom(VI)

Zitat:
Zitat von bolheim83
Dann nenn mir doch bitte deine Alternative zur Chromschwefelsäure, die eine genauso gute Wirkung zeigt. Danke im vorraus
Für was?

Übrigens, schon mal den §11 der Gefahrstoffverordnung gelesen? Darunter fällt die Chromschwefelsäure! Da es zur Zeit weder einen Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) noch ein verfahrens und stoffspezifisches Kriterium (VSK) gibt, sind Arbeitsplatzmessungen zwingend erforderlich. Diese dürfen nur durch eine akkreditierte Meßstelle durchgeführt werden.

Nichtbeachtung stellt eine Ordnungswidrigkeit nach §25 GefStoffV dar. Kommt es dadurch zu einem Personenschaden, so ist dies eine Straftat nach §27 Chemikaliengesetz, welche Freiheitsstrafen bis zu 5 Jahren vorsehen.
__________________
Vernünftig ist, dass die politischen Spitzen, wenn sie miteinander sprechen, darüber sprechen, wie mit der Sache umzugehen ist, wie ernst Vorwürfe zu nehmen sind und wie man damit umgeht, Vorwürfe zu besprechen, zu klären, zu verifizieren oder aus der Welt zu schaffen. (2013 Regierungssprecher Seibert)
Tiefflieger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.04.2005, 11:54   #7   Druckbare Version zeigen
Caesium Männlich
Mitglied
Beiträge: 176
AW: Chrom(VI)

Zitat:
Zitat von bolheim83
Wie hoch ist die Giftigkeit von Cr(VI)-Verbindungen einzuordnen ? Die sollen ja alle ziemlich cancerogen sein (z.B. bei Chromschwefelsäure)
Danke im vorraus
ALLGEMEIN:

Link
Zitat:
Biologische Bedeutung und Toxikologie
Chrom ist in sehr geringen Mengen für einige Organismen essentiell - möglicherweise auch für den Menschen. Chrommangel hat im Versuch an Säugetieren unter anderem zu Gefäßverengung, Wachstumsstörungen und Diabetes geführt. Die Giftigkeit von Chrom hängt von seiner Wertigkeit ab: Chrom(III)-Verbindungen haben eine geringe Toxizität, weil sie vom Körper nur schlecht resorbiert werden können. Anders ist dies bei Chrom(VI)-Verbindungen, die sehr giftig sind und außerdem als krebserzeugend eingestuft werden. Die Vergiftungserscheinungen sind Entzündungen der Schleimhaut, Geschwüre und Ekzeme. Allergien können auftreten. In Deutschland gilt ein TRK-Wert für Chromate von 0,2 mg/m3. Der Grenzwert für die maximale Konzentration im Trinkwasser liegt bei 50 ppb. Hauptemittent ist die Eisen- und Stahlveredlung.
Chromtioxid (CrO3)

Gelöstes CrO3 ist der Hauptbestandteil der Chromschwefelsäure. Es wirkt auf feuchtes Gewebe sehr stark ätend und oxidierend (Ethanol entzündet sich bei Berührung mit CrO3)! Eiweiss wird ausgeflockt oder gehärtet! Beim Verschlocken entstehen Verdaungsstörungen und die Niere wird geschädigt, Krämpfe und Lähmungen sind die Folge! 0,6g können schon tödlich sein!

Chromate und Dichromate

An der unverletzten Haut wirken Chromate kaum; dagegen treten Geschwüre auf wenn Chromate in kleine Wunden oder Risse in die Haut eindringen. (Hautschutz!) Bei empfindlichen Personen führt Chromat relativ leicht zu Sensibilisierug und zu allergischen Reaktionen bis zu Ekzemen! Beim verschluckem grösserer Mengen treten Nierenschäden auf.
Bei wiederholten Inhalation von Chromatstäuben (v.a. unlösliche Chromate & CrO3!) kann es zu abgegrenzten Geschwüren in der Nasenschleimhaut kommen die bis zur Perfloration führen kann. Ebenfalls können wasserunlösliche Chromate bei regelmässigem Einatmen zu Lungenkrebs führen, das Risiko an Krebs zu erkranken ist durch Zigarettenrauch erheblich erhöht!

Chrom(III)-Verbindungen

Cr3+ ist ähnlich ungiftig wie Al3+. Cr2O3-Staub erzeugt beim Einatmen keine Lungen- oder Nasenschäden.
Caesium ist offline   Mit Zitat antworten
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