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Alt 14.04.2005, 13:53   #1   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Säure-Base-Reaktionen

Hallo!
Ich bin neu hier im Forum und hab ein kleines chemie problem. Ich hab schon im Forum gesucht ob es vielleicht schon ein thema dazu gab, habe aber nichts gefunden.
Also, folgendes ist mein Problem: Was muss man bei einer Säure-Base-Reaktion denn so beachten. Ich weis nämlich nie, wohin das/die Protonen wandern oder welcher stoff mit was zu was reagiert.
Ein simples Bsp:
NH3 + H2O --> NH4 (einfach pos. gealden) + OH (einfach neg. geladen)
Wieso ist hier das Wasserstoffatom vom Wasser zum Amoniak "gewandert" und nicht andersrum? Von was hängt das ab?
Wäre nett, wenn ihr mir weiterhelfen könntet.
Danke schon mal im Voraus!
Josephine
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Alt 14.04.2005, 14:30   #2   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Säure-Base-Reaktionen

Hallo und willkommen hier!

Das hängt damit zusammen, wie leicht ein Stoff ein Proton abgeben bzw. binden kann.

Der Stickstoff im Ammoniak hat ein freies Elektronenpaar, mit dem er gut ein Proton (H+) binden kann.

Der Sauerstoff im Wasser hat zwei auch freie Elektronenpaare, die aber nicht so geeignet sind.

Man sieht das an den sogenannten pKB-Werten. Je kleiner diese sind, desto ausgeprägter ist das Bestreben ein Proton anzulagern.

Der Stickstoff im Ammoniak hat drei gebunden Wasserstoff, die er im Prinzip angeben kann.

Der Sauerstoff im Wasser hat zwei Wasserstoff, die er ebenfalls abgeben könnte.

Man sieht das an den sogenannten pKS-Werten. Je kleiner diese sind, desto ausgeprägter ist das Bestreben ein Proton abzugeben.

Die Werte findet man in Tabellen.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.04.2005, 14:33   #3   Druckbare Version zeigen
Edgar Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.044
AW: Säure-Base-Reaktionen

Warum sind die Anionen (Säurereste) Nichtmetalle bzw. Nichtmetalloxide und die Kationen Metalle?
Sieh' dir mal die Elektronegativität der Stoffe an.
Der Ammoniak ist eine Ausnahme, gewöhnlich bildet Stickstoff als Nichtmetall Säuren. Im Ammoniak-Molekül ist er dreiwertig, seine Anziehungskraft für Protonen ist hier immer noch stärker als die O-H Bindung des Wassermoleküls, deshalb kann er einen Wasserstoff an sich binden.
Edgar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.04.2005, 14:35   #4   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.824
AW: Säure-Base-Reaktionen

Zitat:
Wieso ist hier das Wasserstoffatom vom Wasser zum Amoniak "gewandert" und nicht andersrum? Von was hängt das ab?
Wenn man solche Fragen "instinktiv" und richtig beantwortet, wie nennt man das? Ich hab bei manchen Sachen "so ein Gefühl", das sich schon das ein oder andere mal als richtig erwiesen hat, aber halt eben nicht immer. Will nicht vom Thema abkommen, nur nebenbei.

Wie würde man denn die Sachen für die Schule erklären, wenn man auf pKs/pKb- Werte verzichten will?
kaliumcyanid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.03.2006, 18:49   #5   Druckbare Version zeigen
KJay weiblich 
Mitglied
Beiträge: 406
Warum Säuren aus Nichtmetalloxiden und Basen aus Metalloxiden?

Wie ich das in der Schule (10. Klasse) erklären kann, würde ich auch gerne wissen! Also, warum Nichtmetalloxide im Allgemeinen Säuren und Metalloxide Basen bilden.
Kann ich folgenermaßen argumentieren?
Nichtmetalle und Sauerstoff (in den Nichtmetalloxiden) haben eine ähnliche EN, d. h. die Bindungselektronen sind relativ gleichmäßig zwischen den Atomen verteilt. Das führt dazu, dass O nicht so stark negativ polarisiert ist wie im Wassermolekül. Daher werden die Protonen aus dem Wasser nicht so stark angezogen. Der O aus dem H2O ist stärker negativ und deswegen geht das H aus der gebildeten säure zum H2O und H3O+ entsteht.
Metalle und O haben eine sehr unterschl. EN. Der O in Metalloxiden ist also relativ stark negativ polarisiert (Ionenverbindung!). Daher gehen die Protonen aus dem Wasser zum O des Metalloxides und OH- Ionen entstehen.

Kann man das auch einfacher erklären? Und vll. richtiger? Bei der Bildung der Ionen spielt ja auch die Hydratation eine Rolle oder nicht?
KJay ist offline   Mit Zitat antworten
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