Allgemeine Chemie
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Alt 08.11.2001, 17:41   #1   Druckbare Version zeigen
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Reaktionsgleichung zwischen Molekül und Element

Hi Leute,

Ich hab da mal eine Frage.
Wie stellt man eigentlich eine Reaktionsgleichung
zwischen einem Element und einem Molekül auf?

Eigentlich dürfte sich das Molekül doch gar nicht
mit dem Element verbinden, weil es schon eine volle
äußere Schale hat, oder?

Ich hab das am Beispiel von Wasser und
Lithium mal ausprobiert:

Li + H2O -> Li (OH) H2

Wie geht das?
Wie verbindet sie das Wasser mit dem Lithium?
Warum macht es das überhaupt?
welche Teile das Wassers verbinden sich da?

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Alt 08.11.2001, 20:01   #2   Druckbare Version zeigen
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Glühbirne Antwort auf deine Fragen...

Naja, lieber Kollege!

Li als solches kommt elementar nur als metallisches Li vor. Die Reakgleich. die du hier stehen hast, stimmt durchaus.
Vielleicht kannst du dich noch erinnern an den Versuch, sofern du den schon mal hattest, wo der Lehrer metallisches Na auf einen Rundfilter gegeben hat, welcher in einem Wasserbad geschwommen ist?

Nun, das Na wird in Petroleum gelagert, wegen seiner starken Reaktionsfähigkeit mit vielen Verbindungen, wie z.B. H2O.
Bei dieser Reaktion entsteht Wasserstoff, der durch die Exothermie der Reaktion explosionsartig oxidiert (verbrennt). Es entsteht dabei NaOH und durch die Oxidation des Wasserstoffs (Reaktions-)Wasser.

Da Li im Periodensystem eine Stelle über dem Na in der 1. Gruppe steht, läuft diese Reaktion gleich ab.
Li als Element kommt nur in metallischer Form vor, da sich zwei Li-Atome zusammenbinden und die e- gegenseitig austauschen. Normalerweise findest du Li nur in molekular-gebundener Form, z.B. als Li(OH), in Handyakkus als Elektronenspender zur Stromversorgung.

Grundsätzlich kannst du dir eines merken: Alles reagiert mit jedem! (Es hängt nur von der Konzentration, der Zeit und der Temperatur ab!)
Wasser als Molekül ist von seiner Reaktionsenthalpie leicht zu Reaktionen zu beeinflussen. Wenn du nun ein "starkes" Metall hast, ist eine Reaktion nicht zu vermeiden, auch wenn dieses Molekül die sogenannte 8er-Konfiguration hat.
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Alt 08.11.2001, 21:16   #3   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
Allerliebster Kollege,

willst Du Deine Antwort nicht lieber mal überdenken und korrigieren. Da stimmt wohl einiges nicht.

Frage : studieren wir eigentlich Medizin?
bm ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 08.11.2001, 21:41   #4   Druckbare Version zeigen
mp67  
Mitglied
Beiträge: 1.082
Re: Antwort auf deine Fragen...

Zitat:
Originalnachricht erstellt von bigjoe
Naja, lieber Kollege!

...hier stand ein Haufen Unsinn...

Ganz schön herablassend geschrieben für jemanden, der so wenig Kenntnis hat...

M.
__________________
Was sich überhaupt sagen läßt, läßt sich klar sagen; und wovon man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen.

L.Wittgenstein.
mp67 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.11.2001, 21:47   #5   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
@bm: Nee, nicht Medizin, wenn ich das in seinem Profil richtig verstanden hab, dann macht er gerade den Chemotechniker.

@mp67: allerdings...

@bigjoe: Zur Dir fällt mir eigentlich nur folgendes ein: Wat wer bist Du denn?
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Alt 08.11.2001, 22:19   #6   Druckbare Version zeigen
Otti Männlich
Mitglied
Beiträge: 54
Hallo Dummdummgeschoss,
also...
Wenn wir davon ausgehen das wir reines Litium haben und das in Wasser geben, wird das ausserste obital, in diesem fall das s-orbital, um ein e- reduziert, damit wird die octett-regel fuer das Litium erfuellt. Da die Sauerstoffaffiniaet von Li groesser ist als vom Wasserstoff, wird das Wasser gespalten Wasserstoff und hydroxid-Teilchen ( OH ) und ein H+ Teilchen. Die vielen H-Teilchen, die bei der reaktion entstehn, verbinden sich zu H2 Teilchen und entweichen dann als Wasserstoff...dieser Reagiert nicht sofort waehrend der Reaktion (allerlieber Kollege), und kann daher zum Knallprobenachweis aufgefangen werden. Die OH- Teilchen verbinden sich mit dem Li-teilchen indem das e- Teilchen aufnehmen, und werden damit OH- Teilchen und erfuellen damit ebenfalls die octettregel.
2 Li + 2 H2O -----> 2 LiOH + H2

Litiumelektronen:
1s2 + 2s1 -----> 1s2 + e-
OH nimmt e- und wird damit zu OH-
damit wirds: Li+OH-


Verstanden?

-Otti

PS: Last, ich hoffe mal du fragst mich net:"Watt, wer bist du denn?"
weil ich mich die letzten Wochen kaum gemeldet habe hier.
__________________
Don't worry about your problems in mathematics, I can assure you that mine are still greater.(Albert Einstein)
Otti ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.11.2001, 22:26   #7   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
Ich bin auch für eine vereinfachende Darstellung :

Zitat:
Die OH- Teilchen verbinden sich mit dem Li-teilchen indem das e- Teilchen aufnehmen, und werden damit OH- Teilchen und erfuellen damit ebenfalls die octettregel.
wenn sie dem Verständnis dient. Gehts noch einfacher, ich habs nämlich nicht kapiert, was Du sagen wolltest.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.11.2001, 22:43   #8   Druckbare Version zeigen
minutemen Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.865
ach leuts (otti & speziell bigjoe), was ist denn das für ein geschreibs? wo lernt man denn sowas?

otti: orbitale sind zum einen nur modelle. und orbitale verschinden i.d.s auch nicht einfach (deine gleichung unten), nur weil sie elektronen verlieren. elektronen werden nicht aus ihnen reduziert. von O2-affinitäten wollen wir hier mal nicht reden. wasser wird auch nicht in H & OH gespalten, sondern H+ reduziert, OH- bleibt einfach über. Li+ und OH- liegen in der lösung ehedem dissoziiert vor.

bigjoe: nunja...
minutemen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.11.2001, 23:48   #9   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
Li + H2O -> Li (OH) H2

dann mal was Konstruktives :

2 Li + 2 H2 O -> 2 Li+ + 2 OH- + H2

Lithium ist unedler als Wasserstoff, d.h. es hat eher das Bestreben in der elektronenärmeren Form Li+ vorzuliegen.

Die Teilgleichungen :

2 H2 O -> 2 H+ + 2 OH- Dissiziation

2 H+ + 2 e- -> H2 Reduktion
2 Li0 -> 2 Li+ + 2 e- Oxidation

2 H+ + 2 Li0 -> H2 + 2 Li+ Redoxreaktion

da sieht man am besten, dass die Hydroxidionen relativ unbeteiligt sind.

PS.: Ob was reagiert oder nicht hat nichts damit zu tun, ob die Verbindungen vorher stabil waren oder nicht, was zählt ist, dass sie hinterher in der Summe noch stabiler sind.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.11.2001, 20:19   #10   Druckbare Version zeigen
Godwael Männlich
Moderator
Beiträge: 12.173
Blog-Einträge: 12
Zitat:
was zählt ist, dass sie hinterher in der Summe noch stabiler sind.
... und natürlich die beliebte Aktivierungsenthalpie samt Temperatur...
__________________
Gruß,
Fischer


Fischblog - powered by Spektrum der Wissenschaft
Godwael ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.11.2001, 20:24   #11   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
Recht hast Du,

eingeschränkt. Deine Argumentation gilt für die Geschwindigkeit, mit der sich das Gleichgewicht einstellt; lasse ich dem System lange genug Zeit, sind Aktivierungsenthalpien egal.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.11.2001, 22:57   #12   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
Re: Reaktionsgleichung zwischen Molekül und Element

Zitat:
Originalnachricht erstellt von dummdummgeschoss

Eigentlich dürfte sich das Molekül doch gar nicht
mit dem Element verbinden, weil es schon eine volle
äußere Schale hat, oder?

Freuen wir uns, dass dem nicht so ist, sonst würde sich reaktionsmäßig kaum noch etwas abspielen in unserer schönen(?) Welt.


Übrigens sind "Element" und "Molekül" zwei verschiedene Paar Stiefel, nicht etwa Gegensätze. Elemente können aus Molekülen bestehen (die Meisten tun's) oder aus Atomen (Edelgase). Auch ein Stück Lithium ist eigentlich ein Riesenmolekül.

Gruß,
Franz
FK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.11.2001, 13:54   #13   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
Und warum verbinden die sich nun?
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Alt 10.11.2001, 20:39   #14   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
Wie schon gesagt,

weil hinterher das ganze System stabiler ist. Li ist ein recht reaktionsfreudiges Metall.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
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