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Alt 03.03.2005, 18:45   #1   Druckbare Version zeigen
drummer1984  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 10
Titan(IV)chlorid

Hallo! Ich hätte mal eine Frage: Wie sieht die Strukturformel für TiCl4 aus? Es heißt, dass diese verbindung eher kovalenten Charakter hat. Wie muss ich mir hier die Elektronenkonfiguration vorstellen? Mir geht einfach nicht ein, wie sich ein Titan-Atom mit 4 Chlor-Atomen verbinden kann.
Ist wahrscheinlich für Euch total simpel, aber ich bin Chemie-Anfänger, daher.......

Vielen Dank für die Hilfe!!
drummer1984 ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 03.03.2005, 19:32   #2   Druckbare Version zeigen
noob Männlich
Mitglied
Beiträge: 953
AW: Titan(IV)chlorid

hm einfach ein titanatom in der mitte mit 4 chloratomen aussen rum, jeweils über eine einzelne elektronen bindung verbunden. musst halt mal schauen wie groß die differenz bei der elektronegativität ist, dan kann man sagen ob es eher kovalentr natur ist oder eher ein salt ist.

mfg jojo
noob ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.03.2005, 19:20   #3   Druckbare Version zeigen
drummer1984  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 10
AW: Titan(IV)chlorid

Hi! Was ich aber nicht verstehe ist, wieso es vier einzelne elektronenpaarbindungen sind. Vielleicht stelle ich es mir einfach viel zu simpel vor, aber:

Jedes der vier Chloratome versucht doch die Edelgas-Konfiguration zu erreichen, oder? Dazu braucht jedes ein weiteres Elektron. Das Ti-Atom hat aber doch nur 2 in seiner Valenzschale, oder?

Andersherum ist es mit dem Titanatom: Die vier Elektronen die es von den Chloratomen bekommt, reichen doch nicht aus, um die Edelgaskonfiguration zu erreichen.

Wo liegt mein Denkfehler?!
drummer1984 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.03.2005, 19:25   #4   Druckbare Version zeigen
Lupovsky Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.363
AW: Titan(IV)chlorid

Das Titanatom hat die Konfiguration [Ar]4s23d2 - also 4 Valenzelektronen. Diese 4 Elektronen kombinieren jeweils mit einem Elektrone eines Chloratom, um eine kovalente Bindung zu bilden. Warum das so ist und das TiCl4 nicht ionisch aufgebaut ist, ist etwas komplizierter.
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Alt 05.03.2005, 19:57   #5   Druckbare Version zeigen
drummer1984  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 10
AW: Titan(IV)chlorid

Hi! Vielen Dank erstmal, so würde ich es verstehen. Allerdings ergibt das für mich wieder ein anderes Problem: Wieso werden die zwei 3d-Elektronen als Valenzelektronen gezählt?
drummer1984 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.03.2005, 20:02   #6   Druckbare Version zeigen
Lupovsky Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.363
AW: Titan(IV)chlorid

Die d-Elektronen der Übergangsmetalle werden immer zu den Valenzelektronen gezählt. Bei der Ionisierung dieser Metalle werden zuerst die s-Elektronen entfernt, dann die d-Elektronen. Sonst wären ja auch Oxidationsstufen größer 2 bei den Übergangsmetallen nicht möglich.
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Alt 05.03.2005, 20:46   #7   Druckbare Version zeigen
drummer1984  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 10
AW: Titan(IV)chlorid

Aha, vielen Dank für diese Auskunft! Dementsprechend gilt dann für das Titan-Atom (evtl. auch für andere Übergangsmetalle) auch nicht die Oktettregel, oder? Kann man da überhaupt sagen, welche Konfiguration es erreichen möchte?
drummer1984 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.03.2005, 21:10   #8   Druckbare Version zeigen
Lupovsky Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.363
AW: Titan(IV)chlorid

Die Oktettregel gilt nur für die Elemente der 2. Periode streng. Die Ionen der Übergangselemente sind allgemein mit leerer, halb gefüllter oder vollständig gefüllter d-Schale etwas stabiler.
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Dirk

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Alt 05.03.2005, 23:17   #9   Druckbare Version zeigen
HF Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.183
AW: Titan(IV)chlorid

Bei den Nebengruppenelementen spricht man auch von der 18 Elektronenregel, die durch kooridnative Bindung erreicht werden kann.

Ansonsten sind wie bereits gesagt halbe, leere oder voll besetzte Schalen stabiler
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