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Alt 22.02.2005, 13:18   #1   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Grinsen Lustige Eiweiß- und Kunststoffexperimente

Hi!

Ich muss einen enorm großen Vortrag über Eiweiße/Kunststoffe halten und suche hierfür lustige/interessante Experimente. Vieleicht was mit Farben!?
Das Internet gibt nicht viel her, finde ich, und die Uni-Bibliothek für Naturwissenschaften muss nun gerade in den Semsterferien zumachen...typisch.
Hat nicht vieleicht jemand von euch nen schnukelige Tip für einen einfallslosen Menschen!?

Vielen Dank
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Alt 22.02.2005, 13:30   #2   Druckbare Version zeigen
polysom Männlich
Mitglied
Beiträge: 926
AW: Lustige Eiweiß- und Kunststoffexperimente

Zu Farben und Eiweiß fallen mir spontan nur diese hässlichen gelben Flecken ein, die Salpetersäure auf der Haut hinterlässt

Es gibt doch farbige Nachweiß-Reaktionen für Eiweiße: Xanthoproteinreaktion, Biuretreaktion
__________________
Bist du des Lebens nicht mehr froh, dann atme tief das N2O!
polysom ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2005, 16:35   #3   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Lustige Eiweiß- und Kunststoffexperimente

Zitat:
Zitat von polysom
diese hässlichen gelben Flecken ein, die Salpetersäure auf der Haut hinterlässt (...)

Es gibt doch farbige Nachweiß-Reaktionen für Eiweiße: Xanthoproteinreaktion
Das ist übrigens die Xanthoproteinreaktion. Es soll ja Leute geben, deren Epidermiszellen auch Proteine enthalten...


@Chemikergesucht : Zu Kunststoffen. DU könntest die Polymerisationen vorführen, z.B. Polystyrol aus Styren (einfach im Wasserbad kochen mit nem Spatel Benzoylperoxid drin) oder Polyacryl aus Acrylonitril (50:50 mit Wasser verdünnt, Spatel Kaliumperoxodisulfat rein) und kochen. So besonders lustig ist das zwar nicht.

Nylonherstellung und Spinnen eines Fadens schon eher : Sebacinsäuredichlorid in Tetrachlormethan lösen, Diaminohexan in Wasser. Die beiden Flüssigkeiten in einem Becher übereinanderschichten und an der Phasengrenze, wo die Polymerisation stattfindet, einen "Faden" mit der Pinzette fassen und ziehen. Mit etwas Geschick kriegt man meterlange Exemplare.

lg
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Alt 22.02.2005, 16:48   #4   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.540
AW: Lustige Eiweiß- und Kunststoffexperimente

Da sind 'ne Menge Versuche denkbar, ist eher die Frage in welchem Rahmen der Vortrag gehalten wird und welche Versuchsmöglichkeiten bestehen...

Ganz einfach zu machen wäre z.B. die Herstellung von Nylon via Grenzflächenkondensation. Man könnte z.B. auch zeigen, welche Menge Styropor man in einer kleinen Menge (z.B. 100 ml) Aceton lösen kann, interessant wäre vielleicht auch die Herstellung von Polyurethan-Schäumen aus Desmodur und Desmophen (gibts die eigentlich noch zu kaufen?), in dem Zusammenhang könnte man auch einfach was mit "Luftschlangenspray" machen...

Für die Proteine gibt es ja auch verschiedene Nachweisreaktionen, die man vorführen könnte, am Einfachsten z.B. die Biuret-Probe. Ferner sind natürlich verschiedene Reagenzien interessant, die eine Denaturierung von Proteinen hervorrufen. So könnte man eine Eiklar-Lösung mit Salzsäure, Schwermetallsalz-Lösungen, Ethanol usw. behandeln... Auf die Xanthoprotein-Probe hat polysom ja schon hingewiesen... Sehr eindrucksvoll ist es übrigens, wenn Du z.B. 50 ml 30%-iges H2O2 in einen Erlenmeyerkolben mit engem Hals vorlegst und dann etwas die gleiche Menge Rinderblut zugibst: Fast augenblicklich entsteht ein stabiler Schaum (aus denaturierten Proteinen), der den Erlenmeyerkolben ausfüllt und dann "wurstförmig" weiter nach oben wächst...

Es wäre - wie gesagt - nicht schlecht zu wissen, in welchem Rahmen (vor welchem Publikum) Du den Vortrag halten musst und was Du überhaupt erzählen willst, dann könnte man besser überlegen, weche Versuche sich eignen.

Gruß,
Zarathustra
__________________
Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2005, 16:57   #5   Druckbare Version zeigen
Fräulein_meier weiblich 
Mitglied
Beiträge: 50
AW: Lustige Eiweiß- und Kunststoffexperimente

Wir machen gerade Kunststoffe in der Schule und unsere Referendar hat bei Bayer (glaub ich) ein bisschen gebettelt und für einige versuche die richtigen chemikalien bekommen. wir haben polyurethanschaum (Desmodur+Desmophen), Nylon-6,10 (Sebacinsäuredichlorid*Hecamethylendiamin) und eine Redox-Fällungspolymerisation von Methacrylsäuremethylester (Methacrylsäuremethylester+K2S2O8+Na2S2O5 -> Plexiglas) gemacht. Der letzte Vesuch dauert aber relativ lange, am lustigsten war das Nylon.
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Alt 22.02.2005, 17:16   #6   Druckbare Version zeigen
polysom Männlich
Mitglied
Beiträge: 926
AW: Lustige Eiweiß- und Kunststoffexperimente

Zitat:
Zitat von ricinus
Das ist übrigens die Xanthoproteinreaktion.
Ja, ich weiß
__________________
Bist du des Lebens nicht mehr froh, dann atme tief das N2O!
polysom ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2005, 17:35   #7   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.540
AW: Lustige Eiweiß- und Kunststoffexperimente

Zitat:
Zitat von ricinus
Sebacinsäuredichlorid in Tetrachlormethan lösen, Diaminohexan in Wasser. Die beiden Flüssigkeiten in einem Becher übereinanderschichten und an der Phasengrenze, wo die Polymerisation stattfindet, einen "Faden" mit der Pinzette fassen und ziehen. Mit etwas Geschick kriegt man meterlange Exemplare.
Wenn der Versuch in der Schule durchgeführt werden soll: Man kann auch Hexan anstelle von Tetrachlorkohlenstoff verwendet, auch wenn Hexan heute auch nicht mehr ungiftig ist...
Zur wässrigens Phase kann man noch ein bisschen Phenolphtalein geben (auch das ist mittlerweile toxischer als noch vor ein paar Jahren...), dann ist die Phase schön gefärbt.

Gruß,
Zarathustra
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Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2005, 23:21   #8   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Lustige Eiweiß- und Kunststoffexperimente

Hi!

Erst mal Vielen Dank ihr hattet alle echt tolle Ideen. Hab mir alles notiert und werd versuchen, was sich realisieren lässt. Besonders toll/eklig find ich das mit dem Rinderblut. Als Vegetarier ist mir dieses Experiment zwar ein Graus, aber ich will es trotzdem oder gerade deshalb durchführen.
Es handelt sich dabei um Vorträge von Arbeitsgruppen (eine für Kunststoffe und eine für Eiweiße), die einfach einen Überblick über das jeweilige Stoffgebiet geben sollen und dabei das mit Experimenten veranschaulichen sollen. So eine Art Wiederholung eines großen Themas in Vortragsform...

...Jetzt suche ich einen Metzger auf...brauch ja schließlich Rinderblut...
Ach, und das mit den Fäden ziehen ist auch ganz super... wird auch gemacht ...
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