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Alt 28.01.2005, 22:24   #1   Druckbare Version zeigen
Franz  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 14
Bleidioxid / Bleiakku

Hallo

Ich bin auf der Suche nach Bleidioxid? Gibt es dieses in Metallstreifenform zu kaufen oder muss ich es selber herstellen? Wie kann ich es herstellen?

Ziel von mir ist es einen Bleiakkumulator zu bauen.

Besten Dank.

Gruss
Franz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.01.2005, 22:47   #2   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.862
AW: Bleidioxid / Bleiakku

Hallo

Schon mal überlegt, wie du dein PbO2 auf die Pb Platte draufbekommen würdest, so dass es auch dranbleibt ? Die Oxidschicht bildet sich elektrolytisch während der sog. Formierung des Akkus. Alles was Du brauchst sind Pb Platten und die Säure. Dann wird ein paar Mal hin- und her elektrolysiert, bevor man den Akku ein erstes Mal laden kann.

Wenn Du möchtest, schick ich dir am Montag die genaue Anleitung, hab die Einzelheiten nicht mehr so im Kopf...

lg
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.01.2005, 12:54   #3   Druckbare Version zeigen
Franz  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 14
AW: Bleidioxid / Bleiakku

Das wäre super!

Danke!
Franz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.01.2005, 14:15   #4   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.862
AW: Bleidioxid / Bleiakku

wenn am Montag im Laufe des Morgens nichts gekommen sein sollte, musst Du mich noch mal dran erinnern...
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.01.2005, 14:26   #5   Druckbare Version zeigen
Franz  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 14
AW: Bleidioxid / Bleiakku

Werde ich machen... noch eine Frage:

Sind die Behälter für Fotokamerafilme (kleine Döschen) resistent gegen Schwefelsäure, oder was würdest du als Behälter vorschlagen?

Gruss
Franz ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 29.01.2005, 14:28   #6   Druckbare Version zeigen
CO-Mertens Männlich
ChemieOnline Team
Beiträge: 7.138
AW: Bleidioxid / Bleiakku

Die Filmdöschen sind resistent gegen Schwefelsäure, allerdings ganz beim Öffnen des Deckels sehr schnell mal Schwefelsäure überschwappen und daß muß nicht sein. Generell kannst Du jedes Kunststoffgefäß aus PE oder PP und Glasgefäße verwenden. Schraubdeckel sind am besten.
__________________
Sascha

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Geändert von CO-Mertens (29.01.2005 um 14:30 Uhr)
CO-Mertens ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.01.2005, 11:31   #7   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.862
AW: Bleidioxid / Bleiakku

Zitat:
Zitat von Franz
Werde ich machen... noch eine Frage:

Sind die Behälter für Fotokamerafilme (kleine Döschen) resistent gegen Schwefelsäure, oder was würdest du als Behälter vorschlagen?

Gruss
Das wird aber n kleiner Akku Ich hatte eher an einen Eimer gedacht oder ein grosses Einmachglas. Einmachglas wär doch da siehst Du wenigstens, was sich im Akku während des Betriebs tut.
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2005, 10:05   #8   Druckbare Version zeigen
Franz  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 14
AW: Bleidioxid / Bleiakku

So gross muss der Akku aber auch nicht werden ;-).

Hast du die Anleitung für die Herstellung des Bleidioxids?
Franz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2005, 10:33   #9   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.862
AW: Bleidioxid / Bleiakku

Hallo

die hier genannte Vorschrift bezieht sich auf eine Elektrodenoberfläche von ca 45 cm2 pro Elektrode. Bei kleineren Ausführungen musst du gegebenenfalls etwas rumprobieren, um die idealen Werte zu finden.

Also : Elektroden (Pb Platten) in die Säure hängen (20% Schwefelsäure). An Gleichspannungsquelle hängen und ca 0.5 bis 1 A durchfliessen lassen. Die Gasentwicklung an den Platten sollte mässig (also sichtbar) sein ohne dass das ganze zu heftig anfängt zu sprudeln. Nach ca 10 min Polarität umgekehren. Die positive Platte sollte (vor der Umkehrung) nun mit braunem PbO2 überzogen sein, die negative mit grauem Pb. Gleich lang in der anderen Richtung elektrolysieren, wobei die Färbung der Elektroden dann wieder ändert. Das ganze so 6-8 Mal wiederholen.

Um zu prüfen, ob die Formierung gelungen ist, wird die Zelle einmal geladen.
Dazu sollte mit ca 2 V geladen werden unter ca 50 mA (eventuell Regelwiderstand einbauen). Die Spannung sollte bis auf 2.8 V ansteigen. Ende des Ladevorganges. Wenn die Ladung weniger als 5 min dauert, wird wieder entladen (über Widerstand, es sollte nicht mehr als 50 mA dafür fliessen) und erneut geladne. Durch jeden Lade- und Entladezyklus wird ja die Formierung verbessert. Wenn die Ladestromstärke über ca 10 min gesteigert werden kann, ist die Formierung optimal.

Wir d der Akku längere Zeitnicht gebraucht, sollte er wieder durch Ladung mit kleiner Stromstärke und behutsames Entladen (mehrmals wiederholen) fit gemacht werden.

viel Spass.
gruss
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2005, 13:33   #10   Druckbare Version zeigen
Franz  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 14
AW: Bleidioxid / Bleiakku

Muss ich die Beiden Elektroden im gleichen Gefäss haben oder kann ich sie getrennt in eigene Filmdöschen geben?
Franz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2005, 13:38   #11   Druckbare Version zeigen
Franz  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 14
AW: Bleidioxid / Bleiakku

Was gibt es bei der Elektrolyse genau für eine chemische Reaktion? (Chemische Gleichung)?

Warum muss ich den Akku danach laden? Wenn ich das Bleidioxid doch rausnehmen und in eine komplett neue Schwefelsäure mit blei gebe, so sollte ich doch bereits ca. 2.0V haben?

Danke für deine Antworten!
Franz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2005, 17:26   #12   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.862
AW: Bleidioxid / Bleiakku

Hallo

die Elektroden müssen in das gleiche Gefäss mit Säure tauchen, weil du ja sonst nicht elektrolysieren kannst. Am besten lässt Du sie auch in der Säure, wenn Du den Akku nicht benutzt. Er hält sich ziemlich lange, verliert natürlich mehr oder weniger Spannung. Aber wenn er richtig intensiv genutzt werden soll, muss er vorher ein paar Lade- Entladezyklen absolvieren, um ihn neu zu formieren.

Natürlich kann man die Elektroden auch rausnehmen und bei Bedarf wieder in die Säure hängen. Die Säure brauchst Du auch nicht zu erneuern, die wird ja bei der Elektrolyse wie beim Laden/Entladen nicht verbraucht. Von Zeit zu Zeit vielleicht ein bissel Wasser nachfüllen, um allfällige Verdunstungsverluste auszugleichen...

Die ganzen chemischen Vorgänge sind todsicher schon irgendwo hier diskutiert worden, benutz man die Suchfunktion...

gruss
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2005, 17:47   #13   Druckbare Version zeigen
Franz  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 14
AW: Bleidioxid / Bleiakku

Aber ich kann trotzdem ein Filmdöschen nehmen? vom Abstand her sollte das doch mit zwei dünnen Bleistreifen kein Problem sein oder doch?
Franz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2005, 18:47   #14   Druckbare Version zeigen
Franz  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 14
AW: Bleidioxid / Bleiakku

Hab jetzt lange nach der Formationsgleichung gesucht... ich kappier nicht wie ich mit zwei Pb-Platten und H2SO4 auf ne PBO2 Platte komme? Wenn ich bereits PbO2 habe sind mir die Vorgänge fürs Laden und Entladen des Akkus klar. Aber ich versteh nicht was genau für Reaktionen ablaufen wenn ich PbO2 herstelle....

Bitte um Hilfe.

Danke.

Gruss
Franz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2005, 18:55   #15   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.862
AW: Bleidioxid / Bleiakku

Guck mal da :

http://www.gym-don.de/fachlich/chemie/elstrom/akku.htm

war der erste hit bei

PS es heisst richtig "Formierung" und nicht "Formation".
Und es entsteht auch nicht eine Platte aus Bleidioxid. Die würde schnell zerbröseln. Es wir nur eine Schicht aus PbO2 auf der Platte abschieden...

gruss
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
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