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Alt 26.01.2005, 17:12   #1   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Schwefeltrioxid

Ist es mir möglich, Schwefeltrioxid mit dem C3000 herzustellen? Ich bräuchte es für ein paar Experimente die mit Natriumhydrogensulfat (aus dem Stoff wird bei den Exp. auf seltsame Weise Schwefelsäure freigesetzt, so weit bin ich schon.) durchgeführt werden. Mir ist nur leider aus und ich wollte sowieso mal kleine Mengen SO3 herstellen. Bitte erklärt die notwendige Apperatur
so einfach wie möglich, denn es ist wie schon gesagt nur ein Chemiekasten (wenn auch ein größerer).
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Alt 26.01.2005, 17:30   #2   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Schwefeltrioxid

Hier mal ein Sicherheitsdatenblatt von Schwefeltrioxid :

http://ecb.jrc.it/IUCLID-Data-Sheet/7446119.pdf

Solange Deine Kenntnisse auf diesem Stand sind..

Zitat:
Natriumhydrogensulfat (aus dem Stoff wird bei den Exp. auf seltsame Weise Schwefelsäure freigesetzt, so weit bin ich schon.)
..würde ich die Finger davon lassen.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2005, 17:34   #3   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.862
AW: Schwefeltrioxid

Zitat:
Zitat von Chemie Neuling 2
Ist es mir möglich, Schwefeltrioxid mit dem C3000 herzustellen? Ich bräuchte es für ein paar Experimente die mit Natriumhydrogensulfat (aus dem Stoff wird bei den Exp. auf seltsame Weise Schwefelsäure freigesetzt, so weit bin ich schon.) durchgeführt werden.
Wenn die Versuche mit NaHSO4 gemacht werden können/sollen, warum willst du dann SO3 machen.

Informiere dich mal über die Gefahren, die von SO3 ausgehen, dann vergeht Dir wahrscheinlich ganz schnell die Lust daran, das Zeug herzustellen. Wenn du SO3 z.B. einatmest, geht das (je nach Menge) von unangenehmen Reizungen der Atemwege über Lungenödem bis zum qualvollen Tod. Ich würde ganz schnell von der Idee, Schwefeltrioxid mit einem Chemiekasten herzustellen, Abstand nehmen.
Man kann Schwefeltrioxid zwar herstellen und es sogar fertig in Ampullen kaufen, braucht aber ein Minimum an Sicherheitseinrichtungen (Abzug u dgl.) um ein sicheres Handling zu garantieren. Darum sag ich dir jetzt auch nicht, wie man's machen kann.

Wenn Du uns aber sagst, was Du damit vorhast, können wir Dir vielleicht Alternativen nennen....

gruss
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 26.01.2005, 17:43   #4   Druckbare Version zeigen
noob Männlich
Mitglied
Beiträge: 953
AW: Schwefeltrioxid

@chemie neuling2:

auf welcher seite in dem handbuch steht den wie man aus hydrogensulfat schwefelsäure macht? mir wäre das neu, dass das da drinnen steht!

mfg jojo
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Alt 26.01.2005, 18:19   #5   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Schwefeltrioxid

Zur Gerfährlichkeit: In einigen Versuchen wir auch reiner HCl hergestellt. Das könnte ich natürlich entweichen lassen und (versehnlich) einatmen. Ich habe mich ohne jetzt als Vorblid-Jungchemiker auszugeben in diesem Forum angemeldet, weil ich wenn ich etwas machen will, auch "Herr der Lage" sein will.

Ich will (welch ein Wunder) kleine, und ich möchte das Wort "kleine" richtig fett betonen, Mengen H2SO4 herstellen. Irgendwie komme ich an SO3, ist nur die Frage wie (und damit auch wie sicher) ich das mache. Und deshalb ist diese Frage auch hier in diesem öffentlichen Forum. Ich hätte meinen Chemielehrer so lange einlullen können, bis er es mir mehr oder weniger verrät, tue ich aber nicht, dennich wäre recht dankbar, wenn ich meine Lunge noch länger hätte. Damit möchte ich es beweisen, dass es mir wirklich wichtig ist, dass ich eine geeignete Methode finde, damit es vielleicht durchführen kann. Wenn die Methode mir nicht für den Chemiekasten sicher genug erscheint, lasse ich die Finger davon, auch ohne, dass mir jemand davon abrät.

Doch wenn ich so gut wie gar nichts über SO3 weis, außer dass mir einer hier freundlicher Weise ein engl. Datenblatt über Rattenversuche mit SO3 schickt, von dem ich kein Wort so richtig verstehe, ist so ziemlich klar, dass ich als Jugndlicher in meiner "Endeckerlust" es so lange ausprobiere bis es zu 95% Sicherheit passiert, dass ich irgendetwas falsch mache, nur weil es mir keiner nur annähernd versucht hat, es mir zu erklären, und mich dann (wenn möglich auf deutsch) über die Sicherheit hinweist.

Dass meine ich jetz nicht nur so als sinnlose Übertreibung, sondern, wenn ihr euch mal in meine Lage versetzt, finde ich, dass das nicht einmal so sinnlos übertrieben ist.

Unterm Strich will ich sagen, dass es ganz allgemein nicht unbedingt sinnvoll ist, dass man sich (wie ich finde besonders bei solchen Themen) sich so verschränkt. Sinnvoller wäre es doch, dass ihr mich so weit aufklärt, dass es mir klar wird, dass ich es, wie ihr alle mir rät, es lieber sein lasse.

Es mag sich seltsam anhören, dass ich mich so einschätze, doch lieber so als wie andere hier, die ihre Fragen als Referat "verkleiden" müssen um hier eine richtige Antwort zu bekommen.

Ich möchte hinzufügen, dass ich 14 Jahre alt bin und finde dass wenn ich mich hier offen und freiwillig so einschätze wie hier (und das tu ich sehr selten) möchte ich auch gerne ernst genommen werden und nicht deswegen auf ein Kind herab gestuft werden und voll gepackt werden mit möglichen Gefahren (vgl. oben HCl, dass auch nicht ungefährlich ist). Mein Chemielehrer hat mir gesagt, dass ich auf dem Stand der 9.Klasse im Naturwissenschaftlichen Zweig bin. Damit möchte ich den wahrscheinlichen Gedanken beseitigen, dass ich in meinem Alter sowieso keine Ahnung (wirkliches Interesse) an/in Chemie habe.

Geändert von Chemie Neuling 2 (26.01.2005 um 18:32 Uhr)
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Alt 26.01.2005, 19:23   #6   Druckbare Version zeigen
Lupovsky Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.363
AW: Schwefeltrioxid

Wie sollen wir das verstehen:
Zitat:
Zitat von Chemie Neuling 2
Doch wenn ich so gut wie gar nichts über SO3 weis, außer dass mir einer hier freundlicher Weise ein engl. Datenblatt über Rattenversuche mit SO3 schickt, von dem ich kein Wort so richtig verstehe, ist so ziemlich klar, dass ich als Jugndlicher in meiner "Endeckerlust" es so lange ausprobiere bis es zu 95% Sicherheit passiert, dass ich irgendetwas falsch mache, nur weil es mir keiner nur annähernd versucht hat, es mir zu erklären, und mich dann (wenn möglich auf deutsch) über die Sicherheit hinweist.
Heisst das, dass wir daran Schuld sind, wenn Dir etwas passiert, da sich niemand von uns dazu berufen fühlt, Dir zu sagen wie man SO3 "richtig" macht?
Wenn Du SO3 willst musst Du SO2 an einem geeigneten Katalysator oxidieren und das enstehende SO3-Gas in konz. H2SO4 absorbieren. Das wird nicht mit einem Chemie-Kasten funktionieren.
__________________
Dirk

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Alt 26.01.2005, 20:38   #7   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.862
AW: Schwefeltrioxid

Hallo

es ist durchaus nicht so, dass man Dich hier nicht ernst nimmt, oder Dir nichts zutraut. Es ist leider so, dass Schwefeltrioxid selbst für geschulte, erfahrene Leute bereits gefährlich in der Handhabung ist. Es ist, was seine Gefährlichkeit angeht, auch nicht vergleichbar mit HCl Vom HCl kann man ruhig mal eine Nase voll abbekommen, dann hustet und niest man ein paar Mal und die Geschichte ist vorbei. Kommt ja immer mal vor, wenn man die Flasche mit rauchender Salzsäure aufmacht. Aber SO3 ist unvergleichlich gefährlicher. Viel kleinere Mengen können zu sehr ernsten, irreversiblen Schäden führen. Ich habe selbst bei Kjeldahlaufschlüssen auch schon mal SO3 eingeatmet, und es ist absolut abzuraten ...

Wenn es Dir nur darum geht, schwefelsäure zu bekommen, so kannst Du es über SO3 auch kaum machen. Du bräuchtest schon Schwefelsäure, um das SO3 "aufzufangen", da es mit Wasser bereits heftig reagiert. Versuch einfach, anders an die Schwefelsäure ranzukommen, wenn du dmit experimentieren willst. Der Lehrer gibt dir vl ein bisschen davon, schliesslich kennt er dich persönlich und kann abwägen, ob er das vertreten kann. Du kannst auch welche kaufen (Batteriesäure ist verd. Schwefelsäure)

gruss
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2005, 20:46   #8   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.862
AW: Schwefeltrioxid

Zitat:
Zitat von Lupovsky
Wenn Du SO3 willst musst Du SO2 an einem geeigneten Katalysator oxidieren und das enstehende SO3-Gas in konz. H2SO4 absorbieren. Das wird nicht mit einem Chemie-Kasten funktionieren.
Du müsstest ein Gemisch aus SO2 (aus Verbrennung von S) und O2 über den vorgewärmten Kat in einem Supremax- oder Quarzrohr leiten. Als kat eignen sich V2 O5 oder Fe2 O3 . Die Ausbeute ist aber minimal. Man sieht ein bisschen weisse Nebel. Die kannst Du gefahrlos durch eine Waschflasche mit dest. Wasser blubbern lassen und bekommst so eine sehr verd. Schwefelsäure. Aber dennoch Vorsicht !
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2005, 22:04   #9   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Schwefeltrioxid

Zitat:
Zitat von ricinus
Du bräuchtest schon Schwefelsäure, um das SO3 "aufzufangen", da es mit Wasser bereits heftig reagiert.
So findet man das teilweise. Siehe

http://www.seilnacht.com/Lexikon/Doppelko.htm

Tatsache ist : Das meiste SO3 "blubbert" durch eine wässrige Lösung einfach durch, ohne absorbiert zu werden. Schwefelsäure hingegen absorbiert SO3 schnell und vollständig. Hinterher verdünnt man.

@Chemie Neuling 2:

Warum müssen es immer die aggresivsten Chemikalien sein, die Interesse erwecken? "Softchemie" ist einfacher und schöner.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2005, 22:56   #10   Druckbare Version zeigen
noob Männlich
Mitglied
Beiträge: 953
AW: Schwefeltrioxid

an alle:

chemie neuling hat geschrieben, dass man aus hydrogensulfat schwefelsäure herstellen kann. mir fällt aber nichts ein ausser durch eine verdrängungsreaktion, aber im c3000 ist 100% keine stärkere säure als schwefelsäure, habt ihr ne idee?

mfg jojo
noob ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2005, 23:01   #11   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Schwefeltrioxid

Vermutung :

Er hat Sulfat wie üblich mit Ca/Ba nachgewiesen. Und aus diesem positiven Nachweis, zog er den Schluss, dass Schwefelsäure entstanden sit.

Spekulation Ende.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2005, 23:03   #12   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.862
AW: Schwefeltrioxid

Zitat:
Zitat von bm
So findet man das teilweise. Siehe

http://www.seilnacht.com/Lexikon/Doppelko.htm

Tatsache ist : Das meiste SO3 "blubbert" durch eine wässrige Lösung einfach durch, ohne absorbiert zu werden. Schwefelsäure hingegen absorbiert SO3 schnell und vollständig. Hinterher verdünnt man.
Soso.

Beim Durchleiten von SO3 durch Wasser wird nicht alles mit reagieren, das ist klar. Ob das meiste oder das wenigste durchgeht ohne zu reagieren, hab ich nie überprüft. Jedenfalls nimmt das Wasser eine deutlich saure Reaktion an und es sind Sulfationen darin nachweisbar, die vorher nicht drin waren. Vergiftet habe ich bei dem Versuch weder mich selbst noch andere, obwohl ich das wohl schon fast 100 Mal hinter mir habe.

Zur Heftigkeit der Reaktion : ich habe mal interessehalber kristallines SO3 (ca 5 g) aus einer gekauften Ampulle in ein Becher mit kaltem Wasser (ca 250 ml) gegeben und würde das, was dann passierte, als heftig beschreiben. Wer's nicht glaubt kann's ja mal ausprobieren. Schutzbrille anziehen, Frontschieber möglichst weit runter, wenn's geht.

Immer nur widersprüchliche "Quellen", wenn man Internetseiten als solche gelten lassen will, gegeneinander ins Feld führen, bringt auf die Dauer nichts, da hilft nur der Gang ins Labor.

gruss
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.01.2005, 15:51   #13   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
H2SO4 aus Natriumhydrogensulfat

In meinem letzten Beitrag habe ich geschrieben, man könne aus Natriumhydrogensulfat Schwefelsäure herstellen. Das wurde dann sehr angezweifelt und deshalb möchte ich das jetzt gerne klären.

Im C3000 ist für Essigsäureethyester folgendes Rezept: Ethanol(Brennspiritus), Natriumacetat und das besagte Natriumhydrogensulfat in bestimmter Menge vermischen und und mehrmals aufkochen. (ist natürlich viel detaillierter aber das ist jetzt egal...)
Ich habe jetzt unter Essigsäureethyester gelesen: Ethanol und Essigsäure mit H2SO4 als Kat. reagieren lassen... .

Nun ist also meine Vermutung, dass hier nur Natriumhydrogensulfat in der Lage ist H2SO4 zu bilden. Bitte klärt mich über den Vorgang auf und wenn es tatsächlich so ist, sagt mir bitte wie das gehen sollte, denn ich komm einfach nicht darauf.

Geändert von Chemie Neuling 2 (27.01.2005 um 15:53 Uhr)
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Alt 27.01.2005, 15:57   #14   Druckbare Version zeigen
Edgar Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.044
AW: H2SO4 aus Natriumhydrogensulfat

NaHSO4 besteht 'zur Hälfte' aus Schwefelsäure und reagiert stark sauer. Wenn du es in Wasser löst, hast du eine Lösung, die Schwefelsäure enthält, aber keine Schwefelsäure ist, sondern eine Mischung aus Na2SO4 und H2SO4.
Edgar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.01.2005, 19:50   #15   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: H2SO4 aus Natriumhydrogensulfat

Was für ein Stoff ist dann das Na2SO4, Natriumsulfat? Und wie bekomme ich es am besten aus der Lösung raus? Oder anders gefragt: kann dieser Stoff irgendeine "Wechselwirkung" mit anderen Sotffen auslösen, die die Schwefelsäure neutralisiert oder ganz beseitigt?
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