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Alt 20.01.2005, 17:15   #1   Druckbare Version zeigen
erdna Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 30
Natriumnitrat, Natriunsulfat, Natriumphosphat...

Hallo zusammen,

ich grübel gerade wie ich mir es am einfachsten machen kann das Verhalten einer wässrigen Lösung von z.B. Natriumnitrat herauszubekommen.

Normalerweise gehe ich doch wie folgt vor:

Also Na+ ist das Salz einer starken Base (NaOH) also eine schwache Säure
und No3- ist das Salz einer starken Säure also eine schwache Base.
Die wässrige Lösung von NaNo3 würde neutrtal reagieren.

Gibt es nicht auch eine Möglichkeit wie ich da schneller drauf kommen kann ohne alle Säuren und basen im Kopf haben zu müssen...

Gruß - Erdna
__________________
Manche Studenten wissen viel zu wenig, um überhaupt etwas falsch machen zu können.
erdna ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.01.2005, 17:19   #2   Druckbare Version zeigen
Bubbelflip Männlich
Mitglied
Beiträge: 82
AW: Natriumnitrat, Natriunsulfat, Natriumphosphat...

Hi!

Ich find, das ist eigentlich schon die einfachste methode...
Bubbelflip ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.01.2005, 17:22   #3   Druckbare Version zeigen
Tino71 Männlich
Moderator
Beiträge: 6.935
Blog-Einträge: 41
AW: Natriumnitrat, Natriunsulfat, Natriumphosphat...

Zitat:
Gibt es nicht auch eine Möglichkeit wie ich da schneller drauf kommen kann ohne alle Säuren und basen im Kopf haben zu müssen...
Eigentlich nicht. Du mußt die pKs-Werte schon irgendwie grob einschätzen können, genau so, wie Du's oben getan hast.

Aber selbst mit den besten Tabellen erschlägst Du so nicht alle Salzlösungen: zB. Kupfersulfat. Ist Kupferhydroxid ne Base? Schwach? Stark? Hmmm... weder noch, es ist nämlich schwerlöslich, macht also gar keine tolle Protolysereaktionen. Eine Kupfersulfatlösung hat aber einen pH von ca. 3,5. Oder nimm Aluminiumnitrat oder Eisen(III)sulfat. Das ist alles sauer in wäßriger Lösung. Mit starke/schwache Säure/Base kommste auch hier nicht unbedingt weiter. Da mußt Du den Begriff "Kationensäure" ins Spiel bringen!
__________________
Vor dem Gesetz sind alle Katzen grau

Geändert von Tino71 (20.01.2005 um 17:24 Uhr)
Tino71 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.01.2005, 18:16   #4   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Natriumnitrat, Natriunsulfat, Natriumphosphat...

Man kann zumindest die Stärke der meisten Sauerstoffsäuren abschätzen, und zwar:
(H)mXOn
Wenn n = m, dann ist es eine sehr schwache Säure, z. B. HOCl oder H3AsO3
Wenn n = m+1, dann ist die Säure schwach bis mittelstark, z. B. HNO2 oder H3PO4
Mit n = n+2 haben wir eine starke Säure, z. B. HNO3 oder H2SO4
mit n = m+3 ist es dann eine sehr starke Säure, also etwa HClO4

Befinden sich weitere Substituenten am Element X, dann wird es schwierig... Des weiteren gilt die Formel nur, wenn alle H-Atome an Sauerstoff gebunden sind, also in OH-Gruppen vorliegen. Das ist zwar meist, aber nicht immer so (Ameisensäure, Phosphorige Säure, Hypophosphorige Säure - hier haben wir H-Atome direkt an das Element X gebunden).

Gruß,
Franz
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Gib einem Mann einen Fisch, und Du ernährst ihn für einen Tag.
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Nichts, was ein Mensch sich auszudenken in der Lage ist, kann so unwahrscheinlich, unlogisch oder hirnrissig sein, als dass es nicht doch ein anderer Mensch für bare Münze halten und diese vermeintliche Wahrheit notfalls mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen wird.

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Alt 20.01.2005, 18:31   #5   Druckbare Version zeigen
Bubbelflip Männlich
Mitglied
Beiträge: 82
AW: Natriumnitrat, Natriunsulfat, Natriumphosphat...

Für die Sauerstoffsäuren kann man sich auch prima die möglichen Resonanzformeln der Anionen aufzeichnen. Je mehr mögliche es gibt, desto stabiler ist das Anion und desto saurer die Säure.
Bubbelflip ist offline   Mit Zitat antworten
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