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Alt 18.01.2005, 16:24   #1   Druckbare Version zeigen
fabi0312 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 581
Dipole

Hi!

Wir sollen für Cl2, NaCl und AlCl3 angeben, ob es sich um Dipole handelt.

Für Cl2 bin ich auf die Lösung gekommen, dass es sich um keines handelt, weil die Ladungen symmetrisch verteilt sind.

Wie aber mache ich das bei den anderen beiden Ionen? Da kann man ja schlecht die Valenzstrichformel zeichen und an hand dieser die Verteilung ablesen. Mich wundert die Angabe der beiden Ionen sowieso ein wenig, weil ich in unserem Buch nur was von Dipol-Molekülen lese...

Für Hilfe wäre ich dankbar!

Grüße,

Fabian
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Alt 18.01.2005, 16:48   #2   Druckbare Version zeigen
belsan Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.635
AW: Dipole

Dass Dir das mit NaCl ein wenig suspekt ist, ist schon ganz richtig.
Natrium und Chlor liegen als einatomige Ionen vor und können deswegen keinen Dipol haben.

Bei AlCl3 sieht das ein wenig anders aus.
Das die Al-Cl bindungen haben eine recht hohen kovalenten Anteil, weswegen man einen Bindungsdipol zuordnen kann. Das Molekül als Ganzes hat wegen seiner Symmetrie aber keinen Dipol (egal ob als AlCl3 oder Al2Cl6.

Kurz, einen nach außen wirksamen Dipol hat keine der Verbindungen.
__________________
Gruß belsan

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Alt 18.01.2005, 17:14   #3   Druckbare Version zeigen
fabi0312 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 581
AW: Dipole

Hallo belsan!

Könntest du das mit dem "kovalenten Anteil" etwas näher erklären - habe davon nämlich noch nie etwas gehört.
Darüber hinaus: Wie komme ich denn auf die Symmetrie eines Ions, d.h. z.B. auf die von AlCl3?
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Alt 18.01.2005, 17:48   #4   Druckbare Version zeigen
belsan Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.635
AW: Dipole

Hm, ich weiß nicht in wie weit ihr die chemischen Bindungen und die Elektronegativität schon besprochen habt, daher war das mit dem kovalenten Anteil vielleicht etwas übers Ziel hinaus.

Weil Aluminium ein Metall und Chlor ein Nichtmetall ist, sollte man meinen, dass AlCl3 ein typisches Salz ist; etwa wie NaCl - ist es aber nicht.

Vergleicht man die Elektronegativitätsunterschied zwischen Al und Cl hat man es eigentlich mit einer polaren kovalenten (Atom)Bindung zu tun. (Bei solchen Bindungen treten Dipole auf). Die Bindung ist also zwar stark polar - geht in Richtung einer Ionenbindung - aber dann auch wieder kovalent.

Symmetrie: Hatte ihr wahrscheinlich auch noch nicht.
Hm, man zählt die Bindungselektronenpaare und die freien Elektronenpaare um das Zentralatom (Al) und ordnet sie so an, dass sie den größten Abstand voneinander haben. Beim AlCl3 sind das die drei Bindungen zum Chlor. den größten Abstand voneinander haben sie, wenn die Cl-Atom wie ein Mercedesstern angeordnet sind. Dann heben sich die Bindungsdipole gegeseitig auf (Auf Al2Cl6 geh ich jetzt mal nicht ein, das führt zu weit.)
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Gruß belsan

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Alt 20.01.2005, 18:45   #5   Druckbare Version zeigen
fabi0312 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 581
AW: Dipole

Hi belsan!

Die Bindungstypen sowie die Elektronegativität haben wir bereits durchgenommen und ich meine auch alles verstanden zu haben

AlCl3 hat ja eine Elektronegativität von 1,61 (1,7 ist doch die Grenze, oder?) und ist demnach eher den Elektronenpaarbindungen zuzurechen. Daher kann man also sagen, dass grundsätzlich die Möglichkeit der Bildung eines Dipols bestehen würde. Dass es jedoch nicht so ist, hängt an der räumlichen Anordnung der Ionen (--> Valenzelektronenpaarabstoßungsmodell). Ist das soweit richtig?

Vielen Dank für deine (eure) Hilfe,

Fabi
__________________


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fabi0312 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2005, 14:48   #6   Druckbare Version zeigen
noob Männlich
Mitglied
Beiträge: 953
AW: Dipole

jep, das ist so richtig.
schau dir dazu mal das methanmolekül an, das ist das gleiche.

mfg jojo
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