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Alt 17.01.2005, 17:34   #1   Druckbare Version zeigen
chemie_schüler  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 29
Elektronegativität?

Ab wann spricht man eigentlich von einer hohen Elektronegativität und wann von einer geringen?
chemie_schüler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2005, 17:35   #2   Druckbare Version zeigen
HF Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.183
AW: Elektronegativität?

Die von Halogenen sind hoch sowie Sauerstoff und Stickstoff
HF ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2005, 17:37   #3   Druckbare Version zeigen
chemie_schüler  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 29
AW: Elektronegativität?

Und wenn man sich die Zahl der Elektronegativität nach Pauling anschaut? wann ist da die Elektronegativität hoch?
chemie_schüler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2005, 17:47   #4   Druckbare Version zeigen
belsan Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.635
AW: Elektronegativität?

Je größer die Zahl, desto höher die EN.
__________________
Gruß belsan

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Alt 17.01.2005, 17:52   #5   Druckbare Version zeigen
chemie_schüler  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 29
AW: Elektronegativität?

Und wann spricht man von einer geringen? wo ist da der Richtwert?
chemie_schüler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2005, 17:53   #6   Druckbare Version zeigen
Lasse  
Mitglied
Beiträge: 27
AW: Elektronegativität?

Hallo chemie_schüler,

gerade bei der EN gibt es die verschiedensten Ansichten und Festlegungen.

Für Pauling definiert sich eine Bindung als deutlich polar, sobald die Delta EN > 1,7 ist. Man spricht dann von einem partiell ionischen Charakter der Bindung.
Vor allem reine Nichtmetallverbindungen erreichen diese Delta EN aber selten.

Beim Wasser haben wir eine Delta EN von 1,2 in der H-O Bindung.

Große Differenzen weisen vor allem die Halogenwasserstoffe auf (HF, HCl, usw.)

Dipolmomente bilden sich nur in asymmetrisch orientierten Molekülen aus.
Lasse ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2005, 17:56   #7   Druckbare Version zeigen
chemie_schüler  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 29
AW: Elektronegativität?

DANKE für die Antwort

Heist auf Deutsch:

> 1,7 permanenter DIPOL
< 1,7 kein DIPOL ?

oder muss es unter 1 sein um kein DIPOL zu sein?

Geändert von chemie_schüler (17.01.2005 um 17:57 Uhr)
chemie_schüler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2005, 17:57   #8   Druckbare Version zeigen
belsan Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.635
AW: Elektronegativität?

Kleine Zahl --> kleine Elektronegativität.
Einen Richtwert in dem Sinne gibt es nicht, da man meist zwei Elektronegativitäten vergleicht. Entweder sind beide gleich groß oder die eine ist größer als die andere. Man sagt auch eher höhere oder niedrigere EN, statt hohe und niedrige EN.

Grob kann man sagen, dass die übliche Terminologie dahin geht, dass man Sauerstoff und den Halogenen eine hohe EN zuschreibt, während man bei den Alkali- und Erdalkalimetallen von einer gering EN spricht. Den Rest nach Bedarf.
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Gruß belsan

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Alt 17.01.2005, 18:01   #9   Druckbare Version zeigen
chemie_schüler  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 29
AW: Elektronegativität?

Und bei dem Vergleich hat der Stof der diehöhere EN hat auch die höhere Anziehungskraft oder wozu dient der Vergleich der EN?
chemie_schüler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2005, 18:04   #10   Druckbare Version zeigen
Lasse  
Mitglied
Beiträge: 27
AW: Elektronegativität?

Die EN-Differenz innerhalb einer Bindung sagt nur etwas über deren polaren Charakter aus. Ist sie größer als 1,7 (nach Pauling), dann ist die Bindung als deutlich polar anzusehen.

Zum Beispiel hat CsF eine Delta EN von 3,2 - das entspricht einem Ionencharakter von 92% in der Bindung.

Hingegen hat MgO eine Delta En von 2,1 - der Ionencharakter der Bindung ist hier nur 67%.

Dies sind aber Beispiele für Metall-Nichtmetallverbindungen!

Anders sieht es bei reinen Nichtmetallverbindungen aus. Die H-F Bindung hat eine Delta EN von 1,8 und ist demnach deutlich polar (das F-Atom "zieht" an den Elektronen des H-Atoms). Ein Dipolmoment kann aber wegen des gestreckten Baus des Moleküls nicht verzeichnet werden.

Anders beim Wasser. Die Bindung O-H ist wegen Delta EN = 1,2 ebenfalls polar. Hier ist aber aufgrund der Asymmetrie ein Dipolcharakter vorhanden.
Lasse ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2005, 18:06   #11   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Elektronegativität?

Zitat:
Zitat von chemie_schüler
Und wann spricht man von einer geringen? wo ist da der Richtwert?
Sagen wir mal: eine richtig hohe Elektronegativität haben N, O und F
Br und Cl sind noch ziemlich elektronegativ.

Einge geringe EN haben die Alkalimetalle, die Erdalkalimetalle außer Be, die Lanthanoiden und Actinoiden sowie einige Metalle aus der 3., 4. und 5. Nebengruppe (ich habe mal die EN von Mg als Grenze genommen).

Gruß,
Franz
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Alt 17.01.2005, 18:06   #12   Druckbare Version zeigen
belsan Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.635
AW: Elektronegativität?

Die EN ist eine Atomeigenschaft eines Elements in einer Verbindung und keine Stoffeigenschaft.

Die nach wie vor gültige Defintion von Herrn Pauling besagt: Die EN ist ein Maß dafür wie stark ein Atom die Elektronen der Bindung zu einem anderen Atom zu sich heranziehen kann.

Mit dieser Defintion kann man Aussagen darüber machen, wie polar eine Bindung ist, welches Atom eine negative oder positive Partialladung hat und ob eine ionische, polar oder kovalent Bindung vorliegt. Daraus lassen sich dann u. a. Aussagen zum Löslichkeitsverhalten und Reaktivität ableiten (z. B. Angriff durch eine Elektrophil oder Nucleophil an welcher Position)
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Gruß belsan

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Alt 17.01.2005, 18:12   #13   Druckbare Version zeigen
chemie_schüler  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 29
AW: Elektronegativität?

Und wie bildet sich die EN aus zwei Stoffen einer Verbindung?

Bsp.: H + CL

H hat die EN 2,2 und
CL die EN 3,44
chemie_schüler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2005, 18:16   #14   Druckbare Version zeigen
belsan Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.635
AW: Elektronegativität?

3,4-2,2 = 1,2

Daraus läßt sich die Aussage ableiten, dass im Chlorwasserstoff H-Cl eine polare kovalent Bindung vorliegt, der Wasserstoff eine positive und das Chlor eine negative Partialladung hat.
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Alt 17.01.2005, 18:20   #15   Druckbare Version zeigen
chemie_schüler  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 29
AW: Elektronegativität?

Super vielen Dank hastz mir echt weitergeholfen ... ich glaub jetzt habe ich wieder den Faden gefunden
chemie_schüler ist offline   Mit Zitat antworten
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