Allgemeine Chemie
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Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

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Alt 03.01.2005, 22:11   #1   Druckbare Version zeigen
Nemesis83  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 161
Galvanische Zelle

Hallo,
ich habe eine Frage zum Daniell-Element (linke Halbzelle: Zn-Elektrode in ZnSO4-Lsg.; rechte Halbzelle: Cu-Elektrode mit CuSO4-Lsg.).
Warum wird hier die Zn-Elektrode als Minuspol und als Anode angegeben?
Dass sie der Minuspol ist, kann ich verstehen, da von dieser Elektrode e- aus zum Pluspol wandern.
Und warum wandern die in der Cu-Halbzelle enstandenen SO42--Ionen denn zum Minuspol, also der Anode? (Selbes Problem: dem "zur Anode" würde ich direkt zustimmen, dem "zum Minuspol" natürlich nicht. Warum sollten Anionen zum Minuspol wandern?)
Oder habe ich das Ganze falsch verstanden, weil der Minuspol durch die starke e--Abgabe später zum Pluspol wird, also zur Anode wird?
Ich danke für alle aufschlussreichen Antworten!
Nemesis83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.01.2005, 00:39   #2   Druckbare Version zeigen
Defeater Männlich
Mitglied
Beiträge: 331
AW: Galvanische Zelle

Die Anode ist immer das, wo die Oxidation stattfindet. Das ist in einem galvanischen Element eben der Minuspol. Die Sulfat-Anionen wandern dorthin, da zwar an dieser Stelle ein 'Elektronendruck' vorliegt, diese Elektronen aber abgegeben werden und die Gesamtladung ansonsten positiv werden würde. Also ist es eigentlich nur Ladungsausgleich.
Minuspol hat somit nichts mit irgendeiner Anhäufung negativer Ladung zu tun, so wie du das vielleicht verstanden hast. Jedenfalls würfelst du die Begriffe ziemlich...

Daniell-Element:
Minuspol: Anode => Oxidation
Pluspol: Kathode => Reduktion

Grüße,
Defeater
Defeater ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.01.2005, 00:47   #3   Druckbare Version zeigen
Arsin  
Mitglied
Beiträge: 578
AW: Galvanische Zelle

Zitat:
Zitat von Nemesis83
Hallo,
ich habe eine Frage zum Daniell-Element (linke Halbzelle: Zn-Elektrode in ZnSO4-Lsg.; rechte Halbzelle: Cu-Elektrode mit CuSO4-Lsg.).
Warum wird hier die Zn-Elektrode als Minuspol und als Anode angegeben?
Dass sie der Minuspol ist, kann ich verstehen, da von dieser Elektrode e- aus zum Pluspol wandern.
Und warum wandern die in der Cu-Halbzelle enstandenen SO42--Ionen denn zum Minuspol, also der Anode? (Selbes Problem: dem "zur Anode" würde ich direkt zustimmen, dem "zum Minuspol" natürlich nicht. Warum sollten Anionen zum Minuspol wandern?)
Oder habe ich das Ganze falsch verstanden, weil der Minuspol durch die starke e--Abgabe später zum Pluspol wird, also zur Anode wird?
Ich danke für alle aufschlussreichen Antworten!
alsi ist wie folgt. die Zn-Elektrode wird als Minuspol angegeben, weil dort oxidiert wird. Oder um es besser zu verstehen, es herrscht ein größerer Elektronendruck als an der Kupfer halbzelle und möchte die Elektronen gleichmäßig verteilen. Minuspol ist es nun deshalb weil das Zn oxidiert wird und von dort die Elektronen in die Kupferhalbzelle abgezogen werden. Zn "gibt" also die Elektronen der Kupferzelle.

ach ja, zu deiner frage warum die Sulfat-Ionen zur Zn-Halbzelle und die Zn2+ - Ionen zur Kupferhalbzelle, sprich zur Kathode oder dem + - Pol wandern, muss man sagen, dass diese einen Ladungstransport machen und so den Stromfluss aufrecht erhalten, ausserdem wandern sie deswegen, dass sie die seiten adungstechnisch "ausgleichen"

Geändert von Arsin (04.01.2005 um 00:58 Uhr)
Arsin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.01.2005, 00:56   #4   Druckbare Version zeigen
HF Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.183
AW: Galvanische Zelle

An der Zinkanode gehen Zinkionen Zn2+ in Lösung, die Elektronen werden abgeführt über einen äußeren Leiterkreis zur Kupferkathode, wo Kupferionen Cu2+ mit diesen Elektronen aufgefüllt werden und zu Cu reduziert werden, das dann ausfällt. So nun haben wir im Kathodenraum eine größere Anzahl von negativen n und im Anodenraum eine größere Anzahl von positiven Ladungen. Dadurch entsteht ein Diffusionspotential, die Ionen beginnen zu wandern um die Polarisation der Lösung auszugleichen.
Kannst dir vielleicht so merken

Das A und O der Chemie: Anode --> Oxidation
oder RedCat Reduktion --> Kathode

Gilt aber nur für galvanische Elemente

Bei der Elektrolyse ist es umgekehrt
HF ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.01.2005, 01:22   #5   Druckbare Version zeigen
Lupovsky Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.363
AW: Galvanische Zelle

Dieser Thread gehört nicht wirklich in das Unterforum: Stöchiometrie & Redoxgleichungen, sondern mehr in die AC oder besser noch Allgemeine Chemie
---> Thema verschoben
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Lupovsky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.01.2005, 01:43   #6   Druckbare Version zeigen
erxi  
Mitglied
Beiträge: 73
AW: Galvanische Zelle

Hi
Anode und Minuspol sind zwei Begriffe, die verschiedene Aspekte beschreiben. Der Minuspol ist der Minuspol, wie du ganz richtig sagst, wegen der größeren negativen Landungsmenge. Der Begriff Anode hat ihren Ursrüng im Griechischen und bedeutet so ungefähr "hinauf" oder "nach oben". Kathode hingegen bedeutet etwa "hinunter" oder "unten". Du siehst also, an einer Anode wandern Elektronen grundsätzlich hinauf, entweder freiwillig wegen des höheren Elektronendrucks oder gezwungenermaßen wegen des Sogs der Stromquelle.
Grüße erxi
erxi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.01.2005, 01:48   #7   Druckbare Version zeigen
Makri  
Mitglied
Beiträge: 471
AW: Galvanische Zelle

Wörtlich ist die Anode imho der "Weg hinauf" und die Kathode der "Weg hinunter".
Makri ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.01.2005, 14:18   #8   Druckbare Version zeigen
Teufel weiblich 
Mitglied
Beiträge: 55
AW: Galvanische Zelle

Zitat:
Zitat von HF
Das A und O der Chemie: Anode --> Oxidation
oder RedCat Reduktion --> Kathode

Gilt aber nur für galvanische Elemente

Bei der Elektrolyse ist es umgekehrt
Also meines Wissens ist diese Aussage so nicht richtig (oder ich irre mich kann auch sein)
Ich denke:
Die Anode ist der Pol, an dem oxidierende Prozesse ablaufen.
Die Kathode ist der Pol, an dem reduzierende Prozesse ablaufen.
Und das ist allgemein gültig bei Elekronenvorgängen.

Das Pol-Vorzeichen hängt davon ab, was für ein Vorgang abläuft. Dazu unterscheidet man die Vorgänge bei Elektrolysen (endotherm) von denen in galvanischen Elementen (exotherm).

Bei der Elektrolyse ist der Minuspol = Kathode
und bei der Galvanisches Element ist der Minuspol = Anode

Gruß, Teufel

PS. Wäre nett, wenn das jemand bestätigt oder verneint.
__________________
Verbringe nicht die Zeit mit der Suche nach einem Hindernis. Vielleicht ist keines da.
Teufel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.01.2005, 14:28   #9   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Galvanische Zelle

Hi,
irre ich mich oder kann man das ganze nicht mit dem Standart Reduktions- bzw. Oxidationspotential klaeren?
MFG
hellfish
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Alt 06.01.2005, 14:29   #10   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Galvanische Zelle

Die Erklärung von dir stimmt HF
mfg
Hellfish
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Alt 06.01.2005, 15:10   #11   Druckbare Version zeigen
Alter_joe  
Mitglied
Beiträge: 146
AW: Galvanische Zelle

Die Sache mit Plus und Minuspol ist sehr irreführend und sollte nicht benutzt werden, denn wenn Du eine Elektrolyse machen und dabei auch dasselbe Element benutzen würdest, würden sich die Polbezeichnungen genau vertauschen.

Am besten ist es, nur mit Anode und Katode zu operieren.

Die Anode ist dort, wo die Anionen hinwandern und wo dann die Oxidation stattfindet.

Die Katode ist dort, wo die Kationen hinwandern und wo dann die Reduktion stattfindet.
Alter_joe ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 06.01.2005, 17:48   #12   Druckbare Version zeigen
Defeater Männlich
Mitglied
Beiträge: 331
AW: Galvanische Zelle

Zitat:
Zitat von Hellfish
Die Erklärung von dir stimmt HF
Nein.
An der Anode findet immer die Oxidation statt, nicht nur im galvanischen Element.

Grüße,
Defeater
Defeater ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.01.2005, 18:12   #13   Druckbare Version zeigen
Alter_joe  
Mitglied
Beiträge: 146
AW: Galvanische Zelle

Das stimmt.
Alter_joe ist offline   Mit Zitat antworten
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