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Alt 03.01.2005, 14:43   #1   Druckbare Version zeigen
Petruschka Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 10
Regel von Neumann und Kopp

Hallo,

in der Vorlesung haben wir aufgeschrieben, dass nach der Regel von Neumann und Kopp die Molwärme einer Verbindung die Summe der Atomwärmen der Elemente ist, aus der sie besteht.

Nun meine Frage:
Ist die Atomwärme das gleiche wie die Molwärme oder habe ich das falsch aufgeschrieben? Eigentlich würde ich "Atomwärme" ja so verstehen, dass das die Energie ist, die benötigt wird, um ein Atom um ein Grad zu erwärmen. Aber das würde ja keinen Sinn machen.

Schon mal Danke im Voraus

Petruschka
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Alt 03.01.2005, 19:48   #2   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Regel von Neumann und Kopp

Zitat:
Zitat von Petruschka
Hallo,

in der Vorlesung haben wir aufgeschrieben, dass nach der Regel von Neumann und Kopp die Molwärme einer Verbindung die Summe der Atomwärmen der Elemente ist, aus der sie besteht.
diese "Regel" wird normalerweise nicht als Regel von Neumann und Kopp bezeichnet, weil eigentlich der Herr Joule (1844) sie als erster formuliert hat.
Sie besagt, dass die molare Wärmekapazität einer festen Verbindung annähernd gegeben ist durch die Summe der molaren Wärmekapazitäten der einzelnen Elemente (="Atomwärme", der Begriff ist denkbar schlecht gewählt)die in der Verbindung sind.

Als Beispiel : die Molare Wärmekapazität festen Calciumsulfates (CaSO4) wäre gegeben durch : 1*C(Ca)+1*C(S)+4*C(O), wobei C(x) für die molare Wärmekapazität des Elementes x steht.

Für einfache Metallsalze klappt die Regel sogar. Darüberhinaus ist das ganze so eine ziemlich grobe Annäherung an eine Annäherung .

Zitat:
Zitat von Petruschka
Nun meine Frage:
Ist die Atomwärme das gleiche wie die Molwärme oder habe ich das falsch aufgeschrieben? Eigentlich würde ich "Atomwärme" ja so verstehen, dass das die Energie ist, die benötigt wird, um ein Atom um ein Grad zu erwärmen. Aber das würde ja keinen Sinn machen.
Die Atomwärme ist die Energiemenge, die benötigt wird um ein mol des betreffenden Elementes bei der gegebenen Temperatur ein K wärmer zu machen (bei konstantem Druck). Für die meisten Elemente kannst Du davon ausgehen, dass das so 6 cal/°C ist.
Warum macht das keinen Sinn (mal davon abgsehen, dass es nur eine Näherung ist) ?

gruss
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.01.2005, 19:59   #3   Druckbare Version zeigen
Petruschka Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 10
AW: Regel von Neumann und Kopp

Vielen Dank!!

Zitat:
Die Atomwärme ist die Energiemenge, die benötigt wird um ein mol des betreffenden Elementes bei der gegebenen Temperatur ein K wärmer zu machen (bei konstantem Druck). Für die meisten Elemente kannst Du davon ausgehen, dass das so 6 cal/°C ist.
Warum macht das keinen Sinn (mal davon abgsehen, dass es nur eine Näherung ist) ?
So macht es schon Sinn, aber es macht dann keinen Sinn, wenn man davon ausgeht, dass die Atomwärme die Energie ist, die man braucht um ein Atom um ein Grad zu erwärmen. Denn in einem mol einer Verbindung ist ja nicht nur ein Molekül. Der Wert wäre dann viel zu klein.

Grüße

Petruschka
Petruschka ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.01.2005, 20:37   #4   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Regel von Neumann und Kopp

Zitat:
Zitat von Petruschka
Vielen Dank!!



So macht es schon Sinn, aber es macht dann keinen Sinn, wenn man davon ausgeht, dass die Atomwärme die Energie ist, die man braucht um ein Atom um ein Grad zu erwärmen. Denn in einem mol einer Verbindung ist ja nicht nur ein Molekül. Der Wert wäre dann viel zu klein.

Grüße

Petruschka
Ja, um N=6x10^23 zu klein
Es hängt halt davon ab, ob Du deine Wärmekapazität für ein mol der Substanz definieren willst oder für ein Molekül. Letzteres ist weniger gebräuchlich, dafür nicht weniger sinnvoll.

gruss

PS Wo wird denn diese Neumann & Kopp Regel noch gelehrt ? Hab ich schon ne halbe Ewigkeit nicht mehr begegnet...
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.01.2005, 22:24   #5   Druckbare Version zeigen
Petruschka Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 10
AW: Regel von Neumann und Kopp

Ich bin an der Uni Stuttgart.
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