Allgemeine Chemie
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Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

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Alt 13.09.2001, 17:22   #1   Druckbare Version zeigen
ArneE Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 368
Verschiedene Aufgeaben aus einer Chemie-Arbeit

Hallo,

ich habe eine Chemiearbeit aus einer anderen Klasse bekommen, die wir wahrscheinlich demnächst auch schreiben werden. Natürlich ist dort eine Menge falsch, deshalb würde ich gerne mal hören, was ihr meint, was wohl richtig ist.

Aufgabe 1.1:
Beschreibe, wie sich die Vorstellungen vom Aufbau der Atome von Dalton über das Erdbeermodell von Thomson und das Modell von Rutherford bis zum Schalenmodell gewandelt haben.

Aufgabe 1.2:
Definiere die Begriffe:
1.) Ion
2.) Elektron
3.) Isotop
4.) Ordnungszahl

Aufgabe 2.2:
Erläutere, welche Veränderungen sich ergeben, wenn Flour mit Natrium zu Natriumflourid reagiert.

Aufgabe 2.3:
In eine Natriumflourid-Schmelze taucht man zwei Elektroden und legt eine Spannung an. Erläutere die Vorgänge, die an den beiden Polen ablaufen, und formuliere jeweils eine Reaktionsgleichung.

Aufgabe 2.4:
Begründe jeweils, ob die Bildung bzw. die Elektrolyse von Natriumflourid exotherm oder endotherm verlaufen.

Aufgabe 2.5:
Beschreibe anhand einer geeigneten Modellvorstellung die Vorgänge, die beim Lösen von Natriumflourid in Wasser ablaufen.

Aufgabe 3.1:
Als das Periodensystem entwickelt wurde, war das Element Germanium noch nicht bekannt. Dennoch behauptete der russische Forscher Mendelejeff, dass es dieses Element geben müsse, er sagte sogar einige seiner Eigenschaften voraus.
Erläutere, wie Mendelejeff zu diesen Aussagen kam.

Ich würde mir wünschen, wenn ihr mir bei diesen Aufgaben helfen könntet. Ein Teil könnte ich selber beantworten, aber ich bin mir im Ganzen nicht besonders sicher.

Vielen Dank,
__________________
Gruß ArneE

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Alt 13.09.2001, 17:27   #2   Druckbare Version zeigen
buba Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.460
Wie wär's, wenn du erst mal selber versuchst die Fragen zu beantworten? Dann lässt sich's besser über Fehler diskutieren...
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Alt 13.09.2001, 17:41   #3   Druckbare Version zeigen
ArneE Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 368
Hallo buba,

ok, dann poste ich mal meine Lösungsergebnisse ...

Zu 1.2.)
1.) Ion: elektrisch geladenes Teilchen oder Molekül
2.) Elektron: ein negativ geladenes Elementarteilchen
3.) Isotop: ?
4.) OZ: Die laufende Nummer eines jeden Elementes im PSE, entspricht auch der Protonenanzahl

Zu 3.1.) Weil Mendelejeff die Struktur seines Periodensystem fest eingehalten hatte, ergaben sich noch Plätze für bis dato noch unbekannte Elemente. Weil Mendelejeff ein Großteil der anderen Elemente in der Spalte aber kannte, konnte er folglich die Eigenschaften für das noch fehlende Element voraussagen.

Die Arbeit bestand noch aus ein paar anderen Aufgaben, die ich aber ohne Probleme selber lösen kann, aber bei den restlichen, hier geschriebenen Fragen, wird's schwer ....
__________________
Gruß ArneE

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ArneE ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.09.2001, 18:03   #4   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
Hi!

Schon ganz ordentlich....

Zu "Isotop" (bedeutet: am gleichen Ort)....Atome unterschiedlicher Masse, aber gleicher OZ......
und das kommt woher?


........

Was ist Natriumfluorid für eine Verbindung? Warum kann ich sie denn durch Elektrolyse wieder in die Elemente zerlegen?


Bildung oder Zerlegung von NaF exo- oder endotherm?

Ein Tip: für eine Elektrolyse braucht man Strom....

Noch einer: Fluor ist das reaktionsfähigste Element. Die meisten Stoffe reagieren mit Fluor unter Selbstentzündung (sogar Asbest, wie ich mal in einem Film sah).

Gruß,
Franz
FK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.09.2001, 18:07   #5   Druckbare Version zeigen
buba Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.460
Zitat:
Zu 1.2.)
1.) Ion: elektrisch geladenes Teilchen oder Molekül
2.) Elektron: ein negativ geladenes Elementarteilchen
3.) Isotop: ?
4.) OZ: Die laufende Nummer eines jeden Elementes im PSE, entspricht auch der Protonenanzahl
Ein Isotop ist ein Element mit derselben Anzahl von Protonen, aber einer anderen Neutronenzahl. Isotope besitzen dabei dieselben chemischen Eigenschaften.
vgl. http://www.studenten-city.de/forum/showthread.php?s=&threadid=3115 (Dein eigener Thread!)

Zitat:
Die Arbeit bestand noch aus ein paar anderen Aufgaben, die ich aber ohne Probleme selber lösen kann, aber bei den restlichen, hier geschriebenen Fragen, wird's schwer ....
Was findest du so schwer an den folgenden Aufgaben?

zu 2.2:
Fluor ist ein sehr reaktionsfreudiges Gas, das auch Glasgeräte auflösen/anätzen vermag; Natrium ist ein metallisch glänzender (an der Oberfläche i.d.R. matter) Feststoff, der mit Wasser heftig reagiert. Wenn Natrium und Fluor miteinander reagieren, entsteht ein weißer Feststoff, der weder gasförmig (Fluor) noch metallisch-glänzend (Natrium) ist, der mit Wasser nicht heftig reagiert (Natrium) und Glas nicht ätzt (Fluor). Also: vollkommen andere Eigenschaften als die Ausgangsstoffe.

zu 2.3:
Eine Salzschmelze ist elektrisch leitfähig. Legt man eine genügend hohe Spannung an, können Elektronenübergänge an den Elektroden stattfinden. Bei der Elektrolyse einer Natriumfluorid-Schmelze nehmen die Na+-Ionen jeweils ein Elektron auf und die F--Ionen geben jeweils ein Elektron ab.
Jetzt rate mal, an welcher Elektrode was geschieht und was nach Ende der Reaktion übrig bleibt!

zu 2.4:
Die Bildung von NaF aus den sehr reaktionsfreudigen Elementen Na und F verläuft unter Energieabgabe. Der umgekehrte Vorgang, die elektrolytische Spaltung, erfordert also, dass man Energie reinsteckt.

zu 2.5:
Nun ja, grob gesagt: NaF ist ein Salz und besteht aus Ionen. Beim Lösen in Wasser lagern sich die polaren Wassermoleküle so um die Ionen an, dass sie diese "umhüllen", hydratisieren, lösen...
buba ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.09.2001, 18:20   #6   Druckbare Version zeigen
ArneE Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 368
Hallo buba,

nun ja, wir haben zwar gerade als Thema "Atommodelle", wenn man das überhaupt als Thema bezeichnen kann, doch haben wir solche Aufgaben noch nicht einmal theoretisch besprochen. Woher soll ich das also wissen?
Etwas, was man sich als Schüler bei unserem Chemie-Lehrer immer merken sollte: In der Arbeit kommen nur Dinge dran, die man noch nie besprochen hat, d.h. man muss sich eine ähnliche Arbeit von älteren Jahrgängen besorgen und sie dann lösen ... und damit üben.
Wenn man "zu faul" ist und dies nicht tut, hat man die 5 in Chemie sicher!

Zu 2.3) Die Elektronen wandern vom Fluor zum Natrium (- --> +)!? Wie? Was soll denn nach der Reaktion übrig bleiben? Gar nichts !?

Zu 2.5) Das habe ich irgendwie nicht ganz verstanden.

Den Rest hast du wirklich gut erklärt, will heißen, dass ich es verstanden habe.
__________________
Gruß ArneE

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ArneE ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.09.2001, 18:29   #7   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.537
Bei 2.3 sollten Fluor und Natrium entstehen.
Beim Lösen von Natriumfluorid richten sich die delta-positiv geladenen H-Atome des Wassers zu den Anionen (Fluorid-Ionen), es bildet sich eine "Wasserhülle" (Hydrathülle um die Ionen. Ähnliches passiert bei den positiv geladenen Natrium-Kationen. Hier richten sich die Sauerstoffatom des Wassers zu den Kationen aus...
Vielleicht finde ich im Netz 'n passendes Bildfür Dich, mal sehn...

Bis dann,
Sebastian
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.09.2001, 18:32   #8   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.537
Auf folgender Seite gibt's 'ne gute Abbildung zur Auflösung eines Salzes:
http://ac16.uni-paderborn.de/lehrveranstaltungen/_aac/vorles/skript/kap_7/kap7_5/kap7_52.html

Gruß,
Sebastian
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.09.2001, 19:39   #9   Druckbare Version zeigen
Oxidator  
Mitglied
Beiträge: 182
Zur Hydrathülle...

Also Wasser ist ein Dipol, da Sauerstoff eine höheren EN Wert besitzt als Wasserstoff entseht am Sauerstoffatom eine negative Partialladung und an den Wasserstoffatomen eine positive Partialladung.

Beim Lösen von NaCl in Wasser findet eine Dissoziation statt,
NaCl <----> Na+ + Cl-

Würde sich keine Hydrathülle bilden könnte man kein NaCl in Wasser lösen, denn die Reaktion würde sich direkt wieder umkehren.

Um das Natriumion positionieren sich die Wassermoleküle so, das sie das Natriumion einschließen (Sauertsoffatome in Richtung Ion)

Um das Chlorion positionieren sich die Wassermoleküle so, das sie das Chlorion einschließen (Wasserstoffatome in Richtung Ion)

Algemein kann man noch sagen: je größer das Ion, desto kleiner die Hydrathülle.

Geändert von Oxidator (13.09.2001 um 20:35 Uhr)
Oxidator ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.09.2001, 19:54   #10   Druckbare Version zeigen
buba Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.460
Zitat:
Beim Lösen von NaCl in Wasser findet eine Dissoziation statt,
NaCl <----> Na+ + Cl-
Es geht zwar um Natriumfluorid, das Prinzip ist aber dasselbe...
buba ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.09.2001, 20:23   #11   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
Die Elektrolyse......

Ja, es ist so: die Elektronen werden den Fluoridionen entzogen und den Natriumionen aufgedrängt, wobei aus beiden Ionen wieder die Elemente werden. Das ist nun mal der Trick bei einer Elektrolyse.

Wo ist das Problem?

Gruß,
Franz
FK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.09.2001, 21:19   #12   Druckbare Version zeigen
ArneE Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 368
Hallo,

@FK: Problem eigentlich nicht, ich wusste es halt nicht. Entstehen bei der Elektrolyse denn immer wieder die Elemente?

Weiß jemand noch was zu Aufgabe 1.1 mit den Atommodellen?
__________________
Gruß ArneE

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ArneE ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.09.2001, 21:40   #13   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
Zitat:
Originalnachricht erstellt von ArneE
Hallo,

@FK: Problem eigentlich nicht, ich wusste es halt nicht. Entstehen bei der Elektrolyse denn immer wieder die Elemente?

Weiß jemand noch was zu Aufgabe 1.1 mit den Atommodellen?

Hi!

Bei der Elektrolyse von binären Salzen (solchen, die nur aus zwei Elementen bestehen) kriegt man im Prinzip die Elemente wieder raus, vorausgesetzt, man kann die Salze unter vernünftigen Bedingungen schmelzen oder lösen (wenn das Lösemittel nicht mitreagiert).

Zu den Atommodellen müsste ich erstmal selbst nachsehen......"Erdbeermodell" sagt mir z. B. nicht viel....
Am Anfang (Dalton) war jedenfalls die Idee, dass Atome existieren, aber keine Aussage darüber, wie sie (oder dass sie überhaupt) strukturiert sind.

Später wurde dann entdeckt, dass Atome keineswegs unteilbar sind, wie der Name sagt, sondern aus Elementarteilchen (zunächst nur "Kern" + Elektronen) bestehen. Darauf stellte sich die Frage über die Anordnung der Teilchen.
Man erkannte, dass sich die Elektronen weit weg vom Kern befinden; später dann, dass die Elektronen untereinander nicht "gleichberechtigt" sind, sondern unterschiedliche Energie besitzen (sich in unterschiedlichen "Schalen" befinden).


Gruß,
Franz
FK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.09.2001, 22:20   #14   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
Wenn das Lösemittel nicht mitreagiert,

Zitat:
Bei der Elektrolyse von binären Salzen (solchen, die nur aus zwei Elementen bestehen) kriegt man im Prinzip die Elemente wieder raus, vorausgesetzt, man kann die Salze unter vernünftigen Bedingungen schmelzen oder lösen (wenn das Lösemittel nicht mitreagiert).
aber genau das ist oft der Fall :

siehe Chloralkalielektrolyse (z.B. Kochsalz) mit/ohne Diaphragma, Amalgamverfahren..
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2001, 15:38   #15   Druckbare Version zeigen
ArneE Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 368
Hallo Chemie-Gurus, *g*

ich habe noch eine zweite Arbeit aus einem älteren Jahrgang bekommen. Wäre echt klasse, wenn ihr mir heute noch helfen könntet, da wir morgen Chemie schreiben.

1.1.) Nenne jeweils die Beobachtungen bzw. die experimentellen Befunde, die die Atommodelle von Dalton, Thomson und Rutherford nicht erklären konnten.

1.4.) Erläutere, welche Vorgänge bei der Bildung von Aluminiumnitrid aus den Elementen in den äußeren Elektronenschalen ablaufen.

1.5.) Aluminiumnitrid schmilzt bei 2230°C, Kochsalz dagegen schon bei 801°C. Begründe den Unterschied.

--> Vielleicht, weil die Gitterkräfte bei Aluminiumnitrid höher sind als bei Kochsalz oder Aluminiumnitrid eine stabilere Elektronenkonfiguration hat

2.)

In einem chemischen Laboratorium soll Aluminiumchlorid hergestellt werden. Dafür stehen allerdings nur Aluminiumoxid, Bleichlorid, aber auch alle notwendigen chemischen Apparaturen zur Verfügung.
Beschreibe einen Weg der Herstellung von Aluminiumchlorid.
Gib für alle Reaktionen die korrekten Reaktionsgleichungen an.

3.) Nickelchlorid kann man "wasserfrei" oder als Nickel(II)-chlorid-6-hydrat erhalten.
3.1.) Beschreibe modellhaft den Lösungsvorgang.
3.2.) Begründe, in welchen Eigenschaften sich die beiden beschriebenen Formen von Nickelchlorid unterschieden.
3.3.) Stelle mit einer Schemazeichnung die Modellvorstellung vom Aufbau der beiden Formen von Nickelchlorid dar.

Ich würde mich aus o.g. Gründen sehr über eine Lösung freuen ...
__________________
Gruß ArneE

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