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Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

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Alt 16.11.2004, 14:45   #1   Druckbare Version zeigen
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Daumen hoch EIN PAAR FRAGEN, an denen ich verzweifle

Hallo Community

Ich bin neu hier , und muss sagen dass mir das Forum schon jetzt viel geholfen hat, da ich viele Antworten auf diverse Fragen gefunden habe.
Also erstmal ein Lob an alle Mitwirkenden.

Die Sachlage sieht jetzt so aus:

Ich habe demnächst eine Prüfung im Fach Chemie (logisch).

Von 180 Fragen habe ich bis auf ein paar alle per Chemiebuch, Google oder diesem Forum ausgearbeitet. Auf die folgenden paar Fragen finde ich aber keine Antwort und bin schon fast am verzweifeln.
Ich würde mich echt über Antworten freuen, denn ich habe gesehen dass hier sehr kompetente Leute am werken sind.

Fragen:

1.Warum sind Salzformeln keine Molekülformeln?

2.Geben Sie bei den angegebenen Elementpaaren die Ionenladung und die Salzformel an!
Na Cl K S Al O
Ca F Mg O Si O
Sr N Ba Br Li N

2.Löst ein Stoff mit polarer Atombindung polare oder unpolare Stoffe besser?

3.Zeichen Sie das Ozonmolekül auf und erklären Sie den Begriff „Grenzstruktur“

4.Zeichen Sie das SO2 – Molekül auf und erklären Sie den Begriff „Grenzstruktur“

5.Wie verhält sich die Bindungslänge eines mesomeren Stoffes in Bezug zu einer Einfach- bzw. Doppelbindung?

6.Wie verhält sich die Bindungsstärke eines mesomeren Stoffes in Bezug zu einer Einfach- bzw. Doppelbindung?

7.Warum ist ein Diamant ein Isolator?

8.In wie viele Dimensionen erstreckt sich das Graphitgitter?
Welche Eigenschaften lassen sich aus dieser Anordnung folgern?


Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen die sich die mühe m,achen mir zu helfen.

GROSSES DANKE
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Alt 16.11.2004, 15:01   #2   Druckbare Version zeigen
Lupovsky Männlich
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Beiträge: 3.363
AW: EIN PAAR FRAGEN, an denen ich verzweifle

Willkommen hier!
Das sind alles Fragen, zu denen Du durchaus mittels schlauer Bücher und auch Google antworten finden solltest. Irgendwie glaube ich Dir nicht, wenn Du sagst, Du hättest bereits 180 Fragen beackert und nix zu diesen gefunden ...
Ich gebe Dir aber mal ein paar Denkanstöße:
zu 1: Ionenbindung-Molekülbindung
zu 2: was für ein Salz würde Na mit Cl machen, K mit S, Al mit O etc.
zu 3: was meinst denn Du ("Similis similibus soventur")
zu 4: Schon mal was von Grenzstrukturen gehört?
zu 5: Ist sie länger oder kürzer?
zu 6: ist sie stärker oder schwächer?
zu 7: Was unterscheiden Isolatoren von Leitern?
zu 8: Wie sieht denn die Struktur von Graphit aus?
__________________
Dirk

Bitte schickt uns Moderatoren eure fachlichen Fragen nicht per PN oder E-Mail, sondern stellt diese ganz normal im Forum.

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Lupovsky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.11.2004, 16:25   #3   Druckbare Version zeigen
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AW: EIN PAAR FRAGEN, an denen ich verzweifle

Bei aller höflichkeit, ich habe von diesen Fragen rund die Hälfte selbst ausgearbeitet, und die Hälfte eine Freundin. Den Teil den ich ausgearbeitet habe, kann ich gerne ins Netz stellen, also bitte ich darum solche Unterstellungen zu unterlassen. Und mit deinen schlauen Gegenfragen fange ich hier nix an. OK?
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Alt 16.11.2004, 16:27   #4   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: EIN PAAR FRAGEN, an denen ich verzweifle

So, da sind die ausgearbeiteten Fragen. Leider weiß ich nicht wie man attachment einfügt. Aber ich laß mir nicht gerne etwas unterstellen was schlicht nicht wahr ist



V. Chemische Bindung
1. Was versteht man unter „Oktettregel“?
Die Atme versuchen eine möglichst stabile und daher energiearme Elektronenanordnung zu erlangen, in dem sie eine edelgasähnliche Elektronenhülle bilden. Jedes Atom versucht acht Außenelektronen zu bekommen.
2. Wodurch zeichnet sich die Hülle eines Edelgases aus?
Sie besitzen voll aufgefüllte p- und s- orbitale in den höchsten ‚Energiezuständen (äußerste Schalen). Elektrodenanordnung = s²p6
3. Welche Möglichkeiten gibt es für ein Atom, diese Konfiguration zu erreichen?
Eine Möglichkeit für ein Atom, den Edelgaszustand zu erreichen besteht darin, die ihm auf die Zahl Acht fehlenden Elektronen aufzunehmen oder die Elektronen eines nicht vollständig gefüllten Energieniveaus abzugeben..
4. Welche Größe entscheidet über die Bindungsart?
Die Art wie Atome zusammenhalten, lässt sich aufgrund ihrer EN- Werte abschätzen
5. Welche Bindung wird zwischen Metallen und Nichtmetallen gebildet?
Ionenbindung
6. Welche Bindung wird zwischen Metallen und Metallen gebildet?
Metallbindung
7. Welche Bindung wird zwischen Nichtmetallen und Nichtmetallen gebildet?
Atombindung
8. Geben Sie eine Beschreibung der Ionenbindung!
Zwei Partner mit stark unterschiedlichen EN-Werten, bilden durch Elektronenübertragung entgegengesetzt geladene Ionen. Die Ionen werden durch elektrische Anziehungskräfte zusammen gehalten.
9. Welcher Elektronegativitätsunterschied ist zur Bildung einer Ionenbindung notwendig?
Die Elektronennegativität (NE) ist das Maß für die Fähigkeit eines Atoms bindende Atome innerhalb einer Atombindung anzuziehen.
D EN ³ 2,0 => Ionenbindung
D EN ³ 0.4 bis 1,9 => polare Atombindung
D EN ³ 0,3 => unpolare Atombindung

10. Ist dieser Wert eine streng zu nehmende Grenze?
Nein, da es zwischen den Bindungsformen fließende Übergangsformen gibt.
11. Wie nennt man ein positiv geladenes Ion?
Kation
12. Wie nennt man ein negativ geladenes Ion?
Anion

13. Welche Stoffklasse entsteht bei der Bildung einer Ionenbindung?
Es entsteht der Stoff Salz
14. Warum sind Salzformeln keine Molekülformeln?

15. Geben Sie bei den angegebenen Elementpaaren die Ionenladung und die Salzformel an!
Na Cl K S Al O
Ca F Mg O Si O
Sr N Ba Br Li N
16. Warum entsteht ein Gitter?
Durch Wechselseitige Anziehungs- und Abstoßungskräfte. Sie hängt nicht nur von der Ladung der Ionen ab sondern auch von ihrem Größen- und Zahlenverhältnis.
17. Welche Gittertypen kennen Sie bei der Ionenbindung?
Natriumchloridgitter: Jedes Natriumion von 6 Chloridionen und jedes Chloridion von 6 Natriumionen umgeben. KZ 6
Caesiumchloridgitter: Es ist wesentlich größer. Das Caesiumion wird von 8 Chloridionen umgeben. Die Gitterstruktur – und damit die Kristallform – ist vom NaCi – Gitter völlig verschieden. KZ 8
18. Warum sind Schmelz– und Siedetemperaturen bei Salzen sehr hoch?
Stoffe mit einem Ionengitter haben generell hohe Schmelz und Siedetemperaturen, da die Anziehungskräfte zwischen den Ionen so stark sind, , dass sie erst bei sehr hohen Temperaturen von der Wärmebewegung überwunden werden können. Ihre stärke wird von der Ladung und vom Abstand (Größe) der Ionen bestimmt. Das Gitter ist besonders stabil wenn es kleine mehrfach geladene Ionen enthält.
Ein Maß ist die Gitterenergie. Dies ist jener Energiebetrag, der nötig ist um ein Mol des Stoffes vom kristallinen in den gasförmigen Zustand überzuführen. Je größer die Ladung, desto höher sind Gitterenergie und Schmelztemperatur.
19. Erklären Sie, warum Salze spröde sind!
Wenn eine genügend große Kraft auf einen Ionenkristall wirkt, verschieben sich die Gitterebenen gegeneinander. Damit liegen gleich geladene Ionen unmittelbar gegenüber. Der Kristall bricht entlang dieser Gitterebenen.
20. In welchem Zustand leitet ein Salz den elektrischen Strom?
In gelösten oder geschmolzenen Zustand
21. Warum leiten Salze den Strom im festen Zustand nicht?
Da die Ionen an ihre Plätze gebunden sind
22. Warum leiten Salze den Strom im gelösten oder geschmolzenen Zustand?
Sie sind frei beweglich und bewirken daher die elektrische Leitfähigkeit.
VI. Metallbindung – Metalleigenschaften
1. Wie erreichen Metallatome die Edelgaskonfiguration?
Sie nehmen fehlende Elektronen auf (bis die 8 erreicht sind), oder geben Elektronen eines nicht vollständig gefüllten Energieniveaus ab. Dieser Prozess kann sehr heftig ablaufen.

2. Welche Eigenschaft in Bezug auf die Valenzelektronen haben Metallatome?
(Metalle sind bei Raumtemperatur fest, leiten im festen und geschmolzenen Zustand den Strom, sind auch gute Wärmeleiter, weisen einen typischen Glanz auf und sind in der Regle leicht verformbar.)
3. Wodurch ist eine Metallbindung charakterisiert?
Charakteristisch für eine Metallbindung ist, dass jedes Metallatom seine Außenbindung unter Bildung eines positiv geladenen Metall – Ions abgibt. Nach dem Elektronengasmodell wird ein regelmäßig geordnetes Gitter positiv geladener Metall – Ionen von frei beweglichen Elektronen durchsetzt.
4. Welche Struktur bildet sich bei der Metallbindung?
Ein Gitter. Die von den Atomen losgelösten Elektronen können sich zwischen den Atomrümpfen weitgehend frei bewegen und bilden das Elektronengas. Sie bewirken die Festigkeit des Metallgitters, da sie durch ihre Ladung die positiven Atomrümpfe zusammenhalten.
5. Welche metallischen Eigenschaften ergeben sich aus dieser Struktur?
- gute elektrische Leitfähigkeit
- gute Wärmeleitung
- leichtverformbar
6. Warum ist ein Metall ein guter elektrischer Leiter?
Aufgrund der freien Beweglichkeit der Elektronen. Beim Anlegen einer Spannung bewegen sich die Elektronen des Elektronengases zum positiven Pol hin. Mit steigender Temperatur nimmt die Leitfähigkeit ab, da die Metall-Ionen heftiger schwingen und so die Bewegung der Elektronen behindern.
7. Warum ist ein Metall ein guter Wärmeleiter?
Durch die dichte Packung der Atomrümpfe werden Schwingungen gut von einem Atomrumpf auf den nächsten übertragen, Elektronen stoßen mit Atomrümpfen zusammen
8. Warum lässt sich ein Metall gut mechanisch bearbeiten (Skizze)?
Da Metall-Ionen positiv geladen sind, kann man die Schichten im Metallgitter gegeneinander leicht verschiebbar. Ionenkristalle sind hingegen spröde und hart. Hierbei kommt es bei einer Verschiebung zum Bruch.
9. Welche Gittertypen kennen Sie?
a) kubisch raumzentriertes Gitter
b) kubisch flächenzentriertes Gitter
c) hexagonal dichteste Packung

10. Was versteht man unter „Koordinationszahl“?
Die Koordinationszahl gibt an wie viele nächste Nachbarn ein Atom hat.
11. Welche Koordinationszahl hat das kubisch raumzentrierte Gitter?
Koordinationszahl = 8
12. Welche Koordinationszahl hat das kubisch flächenzentrierte Gitter?
KZ = 12
13. Welche Koordinationszahl hat die hexagonal dichteste Packung?
KZ = 12
14. Welche Schichtfolge hat das kubisch flächenzentrierte Gitter?
Die Teilchen der vierten Schicht stehen über jenen der ersten
15. Welche Schichtfolge hat die hexagonal dichteste Packung?
Die Teilchen der dritten Schicht liegen über jenen der ersten.
16. Was versteht man unter „Legierung“?
Stoffe die aus verschiedenen Metallen bestehen, werden als Legierung bezeichnet. Sie haben oft deutlich andere Eigenschaften als reine Metalle
17. Welche Arten von Legierungen kennen Sie?
- Substitutionslegierung
- Institutionslegierung
18. Geben Sie eine schematische Darstellung einer Substitutionslegierung!

Voraussetzung: - beide Metalltypen etwa gleiche größe
- müssen kristallisieren
19. Geben Sie eine schematische Darstellung einer Institutionslegierung!

Kohlenstoff verhindert das Schieben von den Eisenschichten



20. Geben Sie ein Beispiel für eine Substitutionslegierung!
Zinn + Kupfer = Bronze
21. Geben Sie ein Beispiel für eine Institutionslegierung!
Stahl



























VII. Atombindung
23. Welche Elementsorte geht eine Atombindung ein?
Die Nichtmetalle
24. Welche Elektronegativitätsdifferenz darf bei einer Atombindung maximal herrschen?
Atombindung: beginnt bei 0 (unpolare Atombindung), und muss kleiner als 1,7 sein (polare Atombindung).
25. Wodurch ist eine Atombindung charakterisiert?
Charakteristisch für die Atombindung ist das bindende Elektronenpaar. Die Bindung kommt zustande, weil das bindende Elektronenpaar von beiden Atomkernen angezogen wird. Gleichzeitig schirmt es die Kerne voneinander ab und verringert die Abstoßung zwischen ihren positiven Ladungen. Das Elektronenpaar bildet den „Klebstoff“ der die Atome zusammenhält.
26. Welche Teilchen entstehen bei der Atombindung?
Moleküle
27. Welche Bindung erhalten wir bei einem Elektronegativitätsunterschied von 0?
Eine unpolare Atombindung, welche bei Bindungen zwischen Atomen des gleichen Elements stets der Fall ist
28. Welche Eigenschaften haben diese Stoffe?
Das Elektronenpaar gehört zu gleichen Anteilen beiden Atomen, und das bindende Elektronenpaar befindet sich in der mitte zwischen den Atomkernen. Aggregatzustand: Gas mit tiefer Siedetemperatur.
29. Wie kommt eine unpolare Atombindung zustande?
Wenn der Elektronegativitätszustand null beträgt
30. Wie kommt eine polare Atombindung zustande?
Der Elektronegativitätszustand muß zwischen 0,3 (schwach polar) und 1,7 (stark polar) liegen.
31. Ist eine polare oder eine unpolare Atombindung stabiler?
Polare Atombindungen sind stabiler als unpolare, da die Anziehungskräfte zwichen den Partialladungen die Festigkeit der Bindung erhöhen.
32. Löst ein Stoff mit polarer Atombindung polare oder unpolare Stoffe besser?

33. Was ist ein „Dipol“?
Zweiatomige polare Moleküle
34. Muss ein Stoff, der polare Atombindungen hat, auch ein Dipol sein?
Nein, da in symmetrisch gebauten Molekülen die Resultierende der Dipolmomente gleich null ist. Das Molekül selbst ist unpolar. So sind z.B. CH4, Methan, oder CO“ Kohlendioxid unpolare Stoffe.

35. Warum ist das CO2 Molekül, obwohl es polare Bindungen enthält, kein Dipol?
Siehe Frage 83
36. Was versteht man unter „Mesomerie“?
Wenn sich eine Reihe von Molekülen durch eine einzige Strichformel nicht mehr ausreichend gut beschreiben lässt.
37. Zeichen Sie das Ozonmolekül auf und erklären Sie den Begriff „Grenzstruktur“?

38. Zeichen Sie das SO2 – Molekül auf und erklären Sie den Begriff „Grenzstruktur“?





Grenzstruktur = Extremzustände bei einem delokalisierten Elektronensystem, z.B. HNO3
Statt die manchmal zahlreichen Grenzstrukturen einess Moleküls anzuschreiben, wird auch durch eine punktierte Linie die Verteilung der Elektronen angedeutet.

39. Was sind „verschmierte“ Elektronen?
Mesomerie (oder Resonanz) besagt, dass man die Elektronenverteilung nicht allein mit einer Struktur beschreiben kann. Die π-Elektronen im Benzenring sind delokalisiert.
Man bezeichnet dies auch als Elektronenwolke oder "verschmierte" Elektronen.
40. Was versteht man unter „delokalisierten“ Elektronen?,
Elektronen die sich frei bewegen können (z.B.: Metallgitter)
41. Wie verhält sich die Bindungslänge eines mesomeren Stoffes in Bezug zu einer Einfach- bzw. Doppelbindung?
42. Wie verhält sich die Bindungsstärke eines mesomeren Stoffes in Bezug zu einer Einfach- bzw. Doppelbindung?
VIII. Molekül- und Kristallgeometrie
1. Was versteht man unter dem VSEPR Modell?
Ist aufgebaut auf der Theorie der Molekülorbitale, vereinfacht sie jedoch. Es überwindet weitgehend die Widersprüche des Lewis Modells. Den Valenzelektronen steht ein etwa kugelförmiger Bereich um den restlichen „Atomrumpf“ zur Verfügung. Infolge von Abstoßungskräften entfernt sich jedes einzelne Elektron möglichst weit von anderen, benachbarten Elektronen. Auch Elektronenpaare stoßen einander auf dieser Kugeloberfläche ab.
2. Welche Gestalt streben Moleküle nach diesem Modell an?
Die Gestalt eines Tetraeders
3. Geben Sie eine Abstufung der Abstoßung von doppelt und einfach besetzten Orbitalen an!
H2O = stärkste Abstoßung
NH3 = starke Abstoßung
CH4 = keine Abstoßung (dadurch 109,5° Winkel)
4. Wie gross ist der unverzerrte Tetraederwinkel?
109,5°
5. Welche Konsequenz hat diese Abstufung für die Moleküle von Wasser bzw. Ammoniak?
Eine Abweichung der idealen Tetraederform
6. Welchen Bindungswinkel hat H2O?
105° statt 109°
7. Welchen Bindungswinkel hat NH3?
107
8. Welchen Bindungswinkel hat CH4?
109,5°
9. Welches Gitter ist das Diamantgitter?
Ein Kohlenstoffatom hat 4 Außenelektronen und kann daher vier weitere C-Atome binden, die ihrerseits wieder Atome binden. Diese Anordnung wird als Diamantgitter bezeichnet.
10. In wie viele Dimensionen erstreckt sich das Diamantgitter?
3
11. Welche Eigenschaften lassen sich aus dieser Anordnung folgern?
- ein außerordentlich fester Zusammenhalt
- sehr hart
- reaktionsträge
- hohe Schmelz und Siedetemperatur


12. Warum ist ein Diamant hart?
Jedes Atom ist von vier anderen Atomen tetraedisch umgeben und werden so durch starke Atombindung zusammengehalten
13. Warum ist ein Diamant ein Isolator?
14. Warum ist der Diamant durchsichtig?
Farbe und Transparenz hängt, grob gesagt, mit der relativen Lage der Energieniveaus der Elektronen zusammen.

Im Diamant liegen nur lokalisierte Sigma - Bindungen vor. Diese liegen energetisch tief. Entsprechend liegen die anti-bindenden Energieniveaus ziemlich hoch. Das macht eine große "Energielücke" und entsprechen ist "Licht" mit einer hohen Energie, kurzer Wellenlänge, erforderlich die Elektronen anzuregen. Entsprechende Wellenlängen liegen im UV-Bereich. Sichtbares Licht ist also zu energiearm um absorbiert zu werden und geht weitgehend unbehelligt durch den Diamanten hindurch, dadurch ist er farblos und transparent
15. Welches Gitter ist das Graphitgitter?
Ein Schichtgitter
16. In wie viele Dimensionen erstreckt sich das Graphitgitter?
2 dimensionen
17. Welche Eigenschaften lassen sich aus dieser Anordnung folgern?

18. Warum ist Graphit weich?
Da die Bindungskräfte zwischen den Schichten wesentlich schwächer sind als innerhalb einer Schicht, ist Grafit weich und blättrig
19. Warum ist Graphit ein elektrischer Leiter?
Für drei bindende Elektronenpaare werden pro Kohlenstoffatom drei weitere Elektronen benötigt, das vierte ist nur locker gebunden und innerhalb der Schicht beweglich, was die Ursache der elektr. Leitfähigkeit ist.
20. Warum ist der Graphit undurchsichtig?
Im Graphit liegen delokalisierte pi-Elektronen vor, die energetisch höher liegen. Die zugehörigen nicht-bindenden Orbitale liegen entsprechen tiefer. Das heißt die Absorption kann im Bereich des sichtbaren Lichts erfolgen. Daher ist Graphit grau und undurchsichtig.
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Alt 16.11.2004, 16:37   #5   Druckbare Version zeigen
C. Iulius Caesar Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.008
AW: EIN PAAR FRAGEN, an denen ich verzweifle

Meine Herren! Sehr fleißig! Wahrscheinlich hast Du die Lösung der Fragen nicht hinbekommen, weil Du etwas überarbeitet warst!
Lupovsky meinte das sicherlich nicht böse.
Ich will Dir nun mal ein paar Anstöße geben:
Schau mal ins PSE und überleg Dir, welche Ladung die Ionen der Elemente haben. Dann setzt Du sie so zusammen, dass ein elektrisch neutrales Salz herauskommt.
Ozon ist O3. Dabei ist das zentrale O positiv und ein O von außen negativ geladen. Da es mal das eine und mal das andere O negativ geladen sein kann, nennt man es Grenzstruktur. Man weiß eben nicht, wo die negative Ladung wirklich ist. Dasselbe gilt für SO2.
Gleiches löst sich in gleichem, wie Lupovski ja schon erwähnt, also löst ein polarer Stoff am besten polare Stoffe.
Zu diesen und Deinen anderen Fragen kann ich als Literatur den Mortimer empfehlen, falls ihr ne Bibiothek habt oder Du bzw. Deine Freundin ihn besitzen....

Naja!

Liebe Grüße
C. Iulius Caesar
__________________
"Nihil tam difficile est, quin quaerendo investigari possiet."
Terenz
Für Nicht-Lateiner:
"Nichts ist so schwer, dass es nicht durch Forschen gefunden werden könnte."
C. Iulius Caesar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.10.2007, 18:29   #6   Druckbare Version zeigen
galija  
Mitglied
Beiträge: 2
Lachen AW: EIN PAAR FRAGEN, an denen ich verzweifle

Hallo,

Ich bin neu hier,
und es hat micht echt fasziniert...was es hier so alles gibt!!
Es hilft einen echt..
So habe ich mir überlegt sich anzumelden =)...

Ich hätte eine Frage...
ich hab schon überall gesucht, hab aber keine Antwort drauf gefunden..
Und zwar :

Erkläre folgende Schmelztemperaturen: NaCl = 801°C und MgO = 2802°C

Wäre echt nett, wenn ich Hilfe bekommen würde...

Liebe Grüße
galija ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.11.2007, 15:04   #7   Druckbare Version zeigen
Tino255  
Mitglied
Beiträge: 171
AW: EIN PAAR FRAGEN, an denen ich verzweifle

Zitat:
Zitat von galija Beitrag anzeigen
Hallo,


Erkläre folgende Schmelztemperaturen: NaCl = 801°C und MgO = 2802°C
Größere Gitterenergie bei MgO. Zweiwertig geladene Ionen, stärkere elektrostatische Anziehung.


Tino255
Tino255 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.11.2007, 17:02   #8   Druckbare Version zeigen
galija  
Mitglied
Beiträge: 2
Zwinkern AW: EIN PAAR FRAGEN, an denen ich verzweifle

vielen vielen Dank =)

War mir echt eine große Hilfe

Liebe Grüße
galija
galija ist offline   Mit Zitat antworten
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