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Alt 14.11.2004, 12:41   #1   Druckbare Version zeigen
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Das Knicklicht

Wie genau Funktioniert das eigentlich?
ich hab mit nem Chemie lehrer von meiner schule ma ein bissle Wasser Alkohol Luzifergerin ,wasserstoffperoxid, und natriumoxid zusammengekippt und dann hatt das ma kurz geleuchtete so zwischen Blau und Grün!!

kennt jemand eine genaue mischvorschrift??

weil wir konnten das experiment nicht zuende führen weil wir das natriumoxid überdosiert habe und jeder weiß ja was für eine reaktion wasser und Natriumoxid haben!
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Alt 14.11.2004, 13:06   #2   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Das Knicklicht

Suche mal hier im Forum unter "Knicklicht". Da wurde schon etliches dazu geschrieben.

Und Natriumoxid hat Dein Lehrer wohl kaum verwendet...

Gruß,
Franz
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Nichts, was ein Mensch sich auszudenken in der Lage ist, kann so unwahrscheinlich, unlogisch oder hirnrissig sein, als dass es nicht doch ein anderer Mensch für bare Münze halten und diese vermeintliche Wahrheit notfalls mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen wird.

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Alt 14.11.2004, 15:03   #3   Druckbare Version zeigen
ASCII Männlich
Mitglied
Beiträge: 291
AW: Das Knicklicht

Diese Erscheinung nennt man Chemilumineszenz oder Chemolumineszenz. In Knicklichtern wird meißt DNPO oder TCPO mit einem geeigneten Flurophor entsprechend der gewünschten Farbe z.B. Perylen verwendet. Dabei kommt es mit H2O2 zu einer chemischen Reaktion die sehr viel Energie freisetzt um die 250 KJ/MOL. Naja da enstehen dann angeregte Produkte die ihre Energie auf den Flurophor übertragen, der geht in den Grundzustand und sendet ein Photon aus mit der entsprechenden Wellenlänge. Also von Singulett 1 nach Singulett 0 zum Beispiel, nennt man Fluroeszenz. Des zeug ist verdammt schwer zu bekommen. Such mal unter Luminol. Da brauchst du nur Luminol H2O2, so 30 Prozent reicht. dann noch ne Lauge und schon hast du ne Chemilumineszenz. Oder anorganisch: Umsetztung von H2O2 und Natriumhyperchlorid. Da wird Sauerstoff angeregt.
ASCII ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.11.2004, 15:23   #4   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Das Knicklicht

Willkommen bei uns!

Zitat:
Zitat von ASCII
Natriumhyperchlorid
...finde ich verbesserungsfähig...

Gruß,
Franz
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Alt 14.11.2004, 15:34   #5   Druckbare Version zeigen
ASCII Männlich
Mitglied
Beiträge: 291
AW: Das Knicklicht

Ich hab halt nich alles im Kopf.

I MnO4- + H30+ + Cl- à Mn2+ + 4 Cl2(g)+ 4 H2O
II Cl2(g)+ Na++ 2 OH- à Cl- + NaOCl + H2O
III NaClO + H2O2 à H2O + NaCl + 1O2

Kaliumpermanganat wird in saurer Lösung zu Mangan 2+ reduziert. Dabei werden die Chlorionen zu Chlor oxidiert. (Redoxreaktion)
Das aufsteigende Chlor reagiert im Gärröhrchen mit der alkalischen Wasserstoffperoxid-Lösung, indem zuerst Chlorgas (Natriumhypochlorit) gebildet wird welches dann weiter mit Wasserstoffperoxid zu Wasser, Natriumchlorid und angeregtem Sauerstoff reagiert.
Da im letzten Reaktionsschritt genügend Energie frei wird, wird angeregter Sauerstoff gebildet. Dieser emittiert beim Übergang in den Grundzustand Licht roter Farbe.
Das besondere am molekularen Sauerstoff ist, dass er im Grundzustand im Triplett Zustand vorliegt, dass heißt die beiden höchstliegenden Elektronen besitzen parallelen Spin und besetzen je ein (in diesem Fall antibindend) Molekülorbital. Der erste angeregte Zustand wird durch eine Energiezufuhr von 92 KJ erreicht. Die beiden Elektronen besetzten in diesem Zustand nur noch ein Molekülorbital (in diesem Fall bindend) und haben unterschiedlichen Spin. Zwei angeregte Sauerstoff Moleküle gehen nun durch Elektronentausch ohne Spinumkehr in den Grundzustand über. Dabei entsteht ein Lichtquant der Wellenlänge 633nm.
ASCII ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.11.2004, 16:10   #6   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: Das Knicklicht

ok sorry es war natriumhydroxid
ich hab mich ma wieder vertan! !

also die formel leutet weiß unter großer hitzentwicklung die ihr da reingeschreiben habt!!
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Alt 16.11.2004, 22:01   #7   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Das Knicklicht

Zitat:
Zitat von Nachwuchs_chemiker
also die formel leutet weiß unter großer hitzentwicklung die ihr da reingeschreiben habt!!
Welche meinst Du?

Chemolumineszenz ist normalerweise nicht mit großer Hitzeentwicklung verbunden.

Gruß,
Franz
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Alt 17.11.2004, 21:09   #8   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: Das Knicklicht

hat mien lehrer auch gemeint!#
der redet imer von klatem leuchten
und die reagänzgläser kochen über!!



welche weiß ich gerade net!!
sorry ich denk noch ma nach!
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Alt 25.11.2004, 13:18   #9   Druckbare Version zeigen
Yui  
Mitglied
Beiträge: 48
AW: Das Knicklicht

Dein Denkfehler ist vielleicht, dass du den Begriff: große Energiefreisetzung gleichzeitig mit Erhitzen verbindest. Das muss aber nicht unbedingt sein, wie ja auch schon oben erklärt wurde, sondern die freiwerdende Energie wird benutzt um den Flourophor anzuregen, welcher dann wiederum die bei der Anregung aufgenommene Energie in Form von Fluoreszensstrahlung wieder abgibt
Prinzipiell sollte es bei dieser Art nur wenig Erwärmung der Lösung geben (ein wenig wird immer in Wärme umgewandelt auch bei Fluoreszenzphänomenen). Der Grund dass die Gläser überkochen dürfte meiner Meinung nach wohl eher an einer exothermen Nebenreaktion liegen, welche für das Überkochen verantwortlich ist... Also hat dein Lehrer prinzipiell schon recht, wenn er von "kaltem Leuchten" spricht, da die Lumeniszens an sich aus einer kalten Lösung entstehen kann und diese auch nicht sonderlich erwärmt.

Gruß
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Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind. Wirklich arm ist nur, wer nie geträumt hat.
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Alt 17.12.2004, 15:48   #10   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
Frage AW: Das Knicklicht

Hallo allerseits!

Ich bilde mir ein irgendwo gelesen zu haben, dass es "regenerierbare" Knicklichter gibt: Man kocht sie nach Gebrauch ein paar Minuten und kann sie dann erneut verwenden.

Das kann ich mir jetzt, nachdem ich diesen Thread gelesen habe, aber nicht mehr vorstellen.

Kennt Ihr etwas, das so ähnlich wie diese hier beschriebenen Knicklichter funktioniert, aber durch Kochen wieder verwendbar wird?

Vielen Dank fü Eure Hilfe!

Liebe Grüße
Andrea
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Alt 17.12.2004, 16:05   #11   Druckbare Version zeigen
Akkordeon1987 weiblich 
Uni-Scout
Beiträge: 2.343
AW: Das Knicklicht

Zitat:
Zitat von Nachwuchs_chemiker
Wie genau Funktioniert das eigentlich?
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weil wir konnten das experiment nicht zuende führen weil wir das natriumoxid überdosiert habe und jeder weiß ja was für eine reaktion wasser und Natriumoxid haben!
Luzifergerin? Ich kenne nur Lucigenin....
was die Mischvorschrift betrifft hab ich immer das gleiche Rezept genommen wie für Luminol, nur halt stattdessen Lucigenin.
Natronlauge überdosieren macht eigentlich gar ncihts aus muss ich sagen...eher könnte das Peroxid ausgegangen sein (oder zu viel gewesen, dann gehts auch schnell aus)

Geändert von Akkordeon1987 (17.12.2004 um 16:08 Uhr)
Akkordeon1987 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.12.2004, 20:33   #12   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Das Knicklicht

Wilkommen bei uns!
Zitat:
Zitat von Aurinko
Hallo allerseits!

Ich bilde mir ein irgendwo gelesen zu haben, dass es "regenerierbare" Knicklichter gibt: Man kocht sie nach Gebrauch ein paar Minuten und kann sie dann erneut verwenden.

Das kann ich mir jetzt, nachdem ich diesen Thread gelesen habe, aber nicht mehr vorstellen.

Kennt Ihr etwas, das so ähnlich wie diese hier beschriebenen Knicklichter funktioniert, aber durch Kochen wieder verwendbar wird?

Vielen Dank fü Eure Hilfe!

Liebe Grüße
Andrea
Nee, das kann eigentlich nicht sein, dass sie wieder richtig verwendbar sind (also ein paar Stunden lang hellleuchten).
Was aber zutreffen wird, ist, dass Knicklichter, die gerade so eben aufgehört haben, sichtbar zu leuchten, wieder Licht abgeben, wenn man sie erhitzt.
Einfach, weil durch die Temperaturerhöhung die Reaktionsgeschwindigkeit steigt - was an noch nicht verbrauchten Chemikalien da ist, reagiert so flott miteinander, dass wieder wahrnehmbare Mengen von Licht erzeugt werden.
Solange, bis die Lichter wieder abkühlen und/oder nichts mehr zum Reagieren da ist.

- Ich hatte mal Knicklichter, die nach dem Knicken nur so vor sich hinglimmten, dafür aber fast eine Woche lang... -

Gruß,
Franz
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Alt 20.12.2004, 01:52   #13   Druckbare Version zeigen
PB  
Mitglied
Beiträge: 102
AW: Das Knicklicht

Zitat:
Zitat von FK
Was aber zutreffen wird, ist, dass Knicklichter, die gerade so eben aufgehört haben, sichtbar zu leuchten, wieder Licht abgeben, wenn man sie erhitzt.
Einfach, weil durch die Temperaturerhöhung die Reaktionsgeschwindigkeit steigt - was an noch nicht verbrauchten Chemikalien da ist, reagiert so flott miteinander, dass wieder wahrnehmbare Mengen von Licht erzeugt werden.
Solange, bis die Lichter wieder abkühlen und/oder nichts mehr zum Reagieren da ist.
Und umgekehrt klappt das genauso, durch Temperaturerniedrigung kann man den Prozess soweit verlangsamen, das kein (sichtbares) Licht mehr abgestrahlt wird. Erwärmt man das Knicklicht wieder, dann fängt auch das Leuchten wieder an.


BTW: Welche Lösemittel werden in den Knicklichern eigentlich verwendet? Mir ist neulich mal eines kaputtgegangen (zu stark gebogen) und habe festgestellt, dass dabei ein org., nicht wassermischbares Lösemittel verwendet wird. Hat jemand eine Ahnung, was da verwendet wird?
PB ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.12.2004, 10:38   #14   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Das Knicklicht

Lösemittel : Für die DNPO und TCPO Reaktionen verwendet man Dimethylphtalat als Lömi. Ist sehr dickflüssig, so dass sich die Teilchen die reagieren darin auch nit so schnell bewegen können und das Leuchten hält länger an. Es hat jemand behauptet DNPO und TCPO wären schwer zu bekommen. Stimmt nicht : ist Katalogartikel z.B. bei Fluka.

gruss
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.12.2004, 11:08   #15   Druckbare Version zeigen
Tino71 Männlich
Moderator
Beiträge: 6.935
Blog-Einträge: 41
AW: Das Knicklicht

Zitat:
Es hat jemand behauptet DNPO und TCPO wären schwer zu bekommen. Stimmt nicht : ist Katalogartikel z.B. bei Fluka.
Und wem das zu teuer ist, der kann sich diese Ester sehr einfach und sehr viel billiger und sogar in großer Reinheit herstellen.
Hab ich gerade gemacht, so nebenher, und das wird bestimmt der Knüller auf der Silversterparty!
Damit kann man echt den Raum beleuchten! Sehr hübsch, aber man muß natürlich auch die Möglichkeit haben, die organischen Lösungen hinterher richtig zu entsorgen - das sollte man nicht vergessen.
__________________
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