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Alt 09.11.2004, 08:00   #1   Druckbare Version zeigen
erdna Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 30
Verhalten im Labor

Hi habe mal 3 Fragen zum Thema Verhalten im Labor:

1.) Warum darf man Cyanid-Abfälle nicht ansäuern?

--> Blausäurebildung ?

2.) In welchen Abfallcontainer wird Chloroform oder Ether entsorgt?

--> Chloroform , Ether in halogenfreien org. Abfall?

3.) Warum muss man mit Ni, Co, oder Cr-haltige Stäube unter dem Abzug arbeiten?

--> sind o.g. stäube karzinogen ?

Vielen Dank für die Antworten...

Gruss - Erdna
erdna ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.11.2004, 08:15   #2   Druckbare Version zeigen
Defeater Männlich
Mitglied
Beiträge: 331
AW: Verhalten im Labor

1. Genau
2. Ich würde sagen in den Lösungsmittelabfall
3. Der Staub ist karzinogen, richtig. Abgesehen davon, dass die Metalle noch einige andere Gesundheitsrisiken haben.

Grüße,
Defeater
Defeater ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.11.2004, 12:25   #3   Druckbare Version zeigen
Lupovsky Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.363
AW: Verhalten im Labor

1. Cyanid ist das Salz der Blausäure HCN, welche eine schwache Säure ist, und bei RT gasförmig vorliegt. Beim Ansäuern von Cyanid-haltigen Substanzen wird die Blausäure aus ihrem Salz freigesetzt, welche sich in die Umgebungsluft verbreitet - tödlich giftig!
2. Chloroform (CHCl3) ist ein halogenhaltiges organisches Lösungsmittel, Ether ein halogenfreies - auf den Lösemittel-Reste-Tonnen sollte drauf stehen, in welche was reinkommt.
3. Die Stäube dieser Metalle sind eher allergen als karzinogen, können aber unter Umständen (gerade Chrom in seinen höheren Oxidationsstufen) auch karzinogen wirken.
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Lupovsky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.11.2004, 13:10   #4   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Verhalten im Labor

ich seh das auch so.

Kleinere Mengen Cyanid kann man gefahrlos den Abfluss runter spülen, da CN- biologisch abgebaut wird. Grössere Mengen oxidiert man ma besten zum Cyanat in BASISCHER Lsg.
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.11.2004, 13:16   #5   Druckbare Version zeigen
Tino71 Männlich
Moderator
Beiträge: 6.935
Blog-Einträge: 41
AW: Verhalten im Labor

Oder man oxidiert gleich durch zum CO2 + N2. Alkalische H2O2 hat sich bewährt...
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Tino71 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.11.2004, 16:22   #6   Druckbare Version zeigen
erdna Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 30
AW: Verhalten im Labor

Danke für die schnellen und kompetenten Antworten !

Super Forum , Gruß Erdna
erdna ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.11.2004, 16:29   #7   Druckbare Version zeigen
DrDeath Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.582
AW: Verhalten im Labor

Zitat:
Zitat von Lupovsky
3. Die Stäube dieser Metalle sind eher allergen als karzinogen, können aber unter Umständen (gerade Chrom in seinen höheren Oxidationsstufen) auch karzinogen wirken.
Alle feinen Stäube - sei es Metall, Holz, Kieselgel oder sonstwas - ,die sich nicht irgendwie in Wasser lösen könnten, sind grundsätzlich als karzinogen anzusehen.
DrDeath ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.11.2004, 16:46   #8   Druckbare Version zeigen
Lupovsky Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.363
AW: Verhalten im Labor

Zitat:
Alle feinen Stäube - sei es Metall, Holz, Kieselgel oder sonstwas - ,die sich nicht irgendwie in Wasser lösen könnten, sind grundsätzlich als karzinogen anzusehen.
Darüber lässt sich streiten. Die Karzinogene Wirkung vieler Stäube ist nicht nachgewiesen was natürlich aber nicht heisst, dass diese Stäube ungefährlich sind! Die meisten karzinogenen Stäube haben diese Eigenschaft aufgrund ihrer Größe (Alveolengängigkeit) und ihrer Form (Nadelförmige Kristalle wie z.B. Asbest). Durch übermäßigen Kontakt zu vermeintlich ungefährlichen Stäuben wie Mehl können chronische Erkrankungen (Staublunge) auftreten, welche in ihrer Folge auch zum Lungenkrebs führen können - trotzdem gilt Mehl z.B. nicht als karzinogen .
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Alt 09.11.2004, 17:46   #9   Druckbare Version zeigen
DrDeath Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.582
AW: Verhalten im Labor

Mehl - also überwiegend Stärke - quillt ja auch in Wasser, was die eigentlich karzinogene mechanische Reizung reduziert. Metall- und viele Holzstäube machen das nicht.
DrDeath ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.11.2004, 17:57   #10   Druckbare Version zeigen
Lupovsky Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.363
AW: Verhalten im Labor

Es kommt wie gesagt in erster Linie auf Größe und Form der Partikel an, ob diese eine Reizung des Lungengewebes verursachen, welche letztendlich karzinogen enden kann.
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Dirk

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Alt 09.11.2004, 20:18   #11   Druckbare Version zeigen
DrDeath Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.582
AW: Verhalten im Labor

Richtig. Und die meisten feinen Metallstäube haben die "richtige" Form.
DrDeath ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.11.2004, 08:48   #12   Druckbare Version zeigen
GH Männlich
Mitglied
Beiträge: 659
AW: Verhalten im Labor

Es gibt Studien die "beweisen", dass solche Stäube karzinogen sind. Sieht man sich aber solche Studien an, dann wurden sie an Arbeitern aus der Metallindustrie durchgeführt, von denen 90% Raucher waren...
__________________
MfG
GH

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