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Alt 01.11.2004, 18:08   #1   Druckbare Version zeigen
Nemesis83  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 161
Valenzstrichformeln

Hallo,
3 Fragen habe ich, bei denen ich absolut nicht weiterkomme:

1. Warum trägt im CO-Molekül O eine pos. Formalladung, wo doch in den Regeln zur Aufstellung dieser Formeln extra gesagt wird, dass das elektronegativste Atom keine positive Formalladung tragen darf?

2. Warum trägt im OPCl3-Molekül das P eine positive und das O eine negative Formalladung, wo man doch auch eine Doppelbindung zwischen P und O machen könnte? (Dies würde doch außerdem noch die Anzahl der Formalladungen möglichst gering halten.)

3. Woher kann man wissen, dass das HNSO-Molekül eine lineare Anordnung hat statt einer Anordnung, in der das N (mit pos. Formalladung) als Zentralatom vorhanden ist? (Neg. Formalladung am S bzw. O)

Danke im voraus!
Nemesis83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.11.2004, 18:27   #2   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Valenzstrichformeln

Zitat:
Zitat von Nemesis83
1. Warum trägt im CO-Molekül O eine pos. Formalladung, wo doch in den Regeln zur Aufstellung dieser Formeln extra gesagt wird, dass das elektronegativste Atom keine positive Formalladung tragen darf?
Das muss so sein. Im CO haben wir eine Dreifachbindung, wobei ein Elektronenpar von Sauerstoff allein stammt. Also hat er die Hälfte seines Elektronenpaars an den Kohlenstoff abgegeben, woraus diese Ladungsverteilung resultiert. Allerdings sind die Bindungselektronen so stark in Richtung O verschoben, dass das Molekül kaum polar ist.

Zitat:
2. Warum trägt im OPCl3-Molekül das P eine positive und das O eine negative Formalladung, wo man doch auch eine Doppelbindung zwischen P und O machen könnte? (Dies würde doch außerdem noch die Anzahl der Formalladungen möglichst gering halten.)
Das macht man halt, um eine P=O-Doppelbindung zu vermeiden. Die geringe Polarität des Moleküls spricht aber gegen eine so extreme Ladungstrennung
Zitat:
3. Woher kann man wissen, dass das HNSO-Molekül eine lineare Anordnung hat statt einer Anordnung, in der das N (mit pos. Formalladung) als Zentralatom vorhanden ist? (Neg. Formalladung am S bzw. O)
Bei HNSO hätte ich eigentlich wegen des freien Elektronenpaars am Schwefel eine gewinkelte Struktur (analog SO2) erwartet...

Gruß,
Franz
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Nichts, was ein Mensch sich auszudenken in der Lage ist, kann so unwahrscheinlich, unlogisch oder hirnrissig sein, als dass es nicht doch ein anderer Mensch für bare Münze halten und diese vermeintliche Wahrheit notfalls mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen wird.

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Alt 01.11.2004, 18:47   #3   Druckbare Version zeigen
belsan Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.635
AW: Valenzstrichformeln

Kleiner Zusatz: Es dreht sich eigentlich alles um die Oktettregel.

Zu 3.) Müsste es am Stickstoff nicht auch gewinkelt sein

Ausserdem, wer bespricht denn Sulfinylamine bei der Oktettregel, da kann man ja den Namen kaum aussprechen

Geändert von belsan (01.11.2004 um 18:55 Uhr)
belsan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.11.2004, 19:32   #4   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Valenzstrichformeln

Zitat:
Zitat von belsan
Zu 3.) Müsste es am Stickstoff nicht auch gewinkelt sein
Zitat:
Solche Selbstverständlichkeiten erwähne ich erst gar nicht...
Ausserdem, wer bespricht denn Sulfinylamine bei der Oktettregel, da kann man ja den Namen kaum aussprechen
Ich kanns:
Sulfinylamin Sulfinylamin Sulfinylamin

Siehste, dreimal hintereinander ohne Fehler...
(macht halt die Übung)

Gruß,
Franz
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Alt 01.11.2004, 19:36   #5   Druckbare Version zeigen
belsan Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.635
AW: Valenzstrichformeln

Zitat:
Zitat von FK
Ich kanns:
Sulfinylamin Sulfinylamin Sulfinylamin

Siehste, dreimal hintereinander ohne Fehler...
(macht halt die Übung)
RESPEKT

Ich kann's kaum schreiben
belsan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.11.2004, 20:14   #6   Druckbare Version zeigen
Easyquantum Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.486
AW: Valenzstrichformeln

Zitat:
Das muss so sein. Im CO haben wir eine Dreifachbindung, wobei ein Elektronenpar von Sauerstoff allein stammt. Also hat er die Hälfte seines Elektronenpaars an den Kohlenstoff abgegeben, woraus diese Ladungsverteilung resultiert. Allerdings sind die Bindungselektronen so stark in Richtung O verschoben, dass das Molekül kaum polar ist.
Wenn man jetzt anstatt der Formalladungen Partialladungen kennzeichnen sollte- wer würde dann die positive Partialladung bekommen C oder O...oder gar keiner?

Ich kann mich da dunkel an meine Schulzeit zurückerinnern. Unser damaliger Lehrer meinte, dass die Formalladungen im CO ein Fehler sei, resultierend aus der Lewis-Schreibweise.

Wenn man CO im MO-Schema darstellt,sollte man doch keine Probleme haben dem Sauerstoff die negative Partialladung zu geben?

Besitzen die Formalladungen im CO stückchenweise Realität oder ist das einfach nur Humbuk!
__________________
"Der Mensch wird nicht so sehr von dem verletzt was geschieht, als vielmehr von seiner Meinung darüber."
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