Allgemeine Chemie
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Alt 22.10.2004, 12:46   #1   Druckbare Version zeigen
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Jodkristalle

Wer kann mir Hlefen

Brauche unbedingt eine genaue Anleitung wie man Jodkristalle herstellt

Ihr könnt mir auch ne mail schreiben soetzkot@web.de
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Alt 22.10.2004, 13:25   #2   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Jodkristalle

Hallo,

möchtest Du aus I2 schöne grosse Kristalle haben oder aus einer Verbindung das Element ?

Wenn I2 schon zur Verfügung ist, kann es durch Sublimation gereinigt werden.
Ansonsten kannste es in einem org. LM lösen und langsam auskristallisieren lassen, z.B. aus CCl4.

Wenn es darum geht, Iod darzustellen, ist es am einfachsten, KI zu oxidieren, mit einem LM (CCl4 o.ä) auszuschütteln, kristallisieren zu lassen u. u.U. durch Sublimation zu reinigen.
mfg
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.10.2004, 17:48   #3   Druckbare Version zeigen
Tino71 Männlich
Moderator
Beiträge: 6.935
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AW: Jodkristalle

Wenns um besonders schöne I2-Kristalle geht: das ist sehr schwer. Ds Zeug neigt arg zum Verwachsen und das Wachstum ist in der Regel viel langsamer als die Keimbildung - also gibts eher viele kleine Krümel als einen großen Klunker. Van-der-Waals-Festkörper machen das immer so... schade. Ein toller Iod-Einkristall sollte in etwa die Form eines dicken, rechteckigen Plättchens haben - wirste aber nie so sehen, eben weil das Zeug immer verwächst - Treppchen, Sternchen und was nich alles...
Wenn Du Dich dennoch an die Züchtung wagen willst, tät ich sagen, daß ein unpolares Lösungsmittel mit möglichst einem nicht allzu hohen Dampfdruck in Frage käme. Vielleicht ist CCl4 schon zu flüchtig. Und dann sollte man noch drauf achten, daß nicht übermäßig viel Sauerstoffzutritt möglich ist - sonst bildet sich in der langen Zeit, die das Züchten erfordert, immer mehr Triiodid. Das ist schlecht, weil's die Konzentration an I2 verringert. Also unter Schutzgas ... ? Hm...
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Vor dem Gesetz sind alle Katzen grau
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Alt 22.10.2004, 17:56   #4   Druckbare Version zeigen
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AW: Jodkristalle

Zitat:
Zitat von Tino71
das Wachstum ist in der Regel viel langsamer als die Keimbildung - also gibts eher viele kleine Krümel als einen großen Klunker. Van-der-Waals-Festkörper machen das immer so... schade.
Ist mir auch schon aufgefallen. Und gibt es Tricks, wie man trotzdem einen Kristall erhalten kann, den man mit Beugungsmethoden untersuchen kann? Allgemein, also nicht nur auf Iod bezogen.
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Alt 22.10.2004, 18:19   #5   Druckbare Version zeigen
Tino71 Männlich
Moderator
Beiträge: 6.935
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AW: Jodkristalle

Na - ganz einfach: laaaaangsaaaaam machen. Bei Verdunstungskristallisationen ein Lösungsmittel mit kleinem Dampfdruck nehmen oder das Gefäß mit Parafilm, der nur n paar kleine Löcher hat, abdecken, oder man wählt eine Diffusionskristallisation, wo der Fällungsstoff in die Lösung langsam eindiffundiert. Auch hier möglichst langsam - also geringer Dampfdruck des Fällungsmittels, große Wegstrecke zwischen Lösung ind Fällungsmittle, evtl. eine G0_fritte dazwischen... solche Tricks halt.
Wenn Du gute Kristalle zum Röntgen haben willst - über 0.2 mm Kantenlänge ist eh zu groß!
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Vor dem Gesetz sind alle Katzen grau
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Alt 22.10.2004, 23:17   #6   Druckbare Version zeigen
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AW: Jodkristalle

Zitat:
Zitat von Tino71
Wenn Du gute Kristalle zum Röntgen haben willst - über 0.2 mm Kantenlänge ist eh zu groß!
Wieso das? Wegen Verwachsungen?
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Alt 24.10.2004, 18:16   #7   Druckbare Version zeigen
Tino71 Männlich
Moderator
Beiträge: 6.935
Blog-Einträge: 41
AW: Jodkristalle

Alles, was größer ist, absorbiert zu stark oder ist sowieso kein Einkristall mehr...
Die Kollimatoren (also die "Düsen" aus denen der Röntgenstrahl austritt) sind standardmäßig zwischen 0.1 und 0.5 mm im Durchmesser. Und ein Kristall muß komplett im Strahl sein - sonst gibts sehr lustige Effekte bei der Absorptionskorrektur...
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