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Alt 03.08.2001, 12:43   #1   Druckbare Version zeigen
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flüssiger Stickstoff

Hallo,
als ich letztens beim Arzt war, und mir eine der ekelhaften Warzen entfernen lassen musste . Kam der Onkle Doktor mit einer kleinen blauen Flasche mit flüssigem Stickstoff, mit dem er die W. erfrieren wollte. (Tat höllisch weh).
Nun meine Frage:
Als ich gestern im Chat war, und mich mit NR ausführlich über dieses Thema unterhalten habe, erfuhr ich von ihm, das man Stickstoff nicht in kleinen Druck-Flaschen (V= ca. 1l) lagern kann. Komischerweise kam er Arzt aber mit einer solchen Flasche.

Wenn jemand mehr über diese kleinen Flaschen weiß, würde mich interessieren, wo man sie kaufen kann.

Ansonsten, würden mir auch andere Tips zur N2 - Beschaffung nützen.
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Alt 03.08.2001, 12:58   #2   Druckbare Version zeigen
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Hm, also N2 ist zu 78,09 % in der Luft. Diese verflüssigst Du nach Linde-Verfahren. Da Stickstoff tiefer siedet als Sauerstoff, kannst Du durch fraktionierende Destillation Stickstoff erhalten.
Käuflich erweben kannst Du Stickstoff wohl bei einschlägigen Firmen, z.B. Messer-Griesheim würde mir spontan einfallen. Allerdings ist es mir ein Rätsel, wozu Du flüssigen Stickstoff benötigst? Etwa um Deine Warzen damit selber einzufrieren?
Zu Onkel Doktors Thermoskanne: Warum sollte es nicht gehen?

PS: Natürlich kannst Du Stickstoff auch darstellen durch thermische Zersetzung von Natriumazid

2 NaN3 -> 2 Na + 3 N2

oder durch Erwärmen konzentrierter NH4 NO2 -Lösungen.

NH4 NO2 -> N2 + 2 H2 O

Geändert von Last of the Sane (03.08.2001 um 13:04 Uhr)
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Alt 03.08.2001, 13:01   #3   Druckbare Version zeigen
No Regrets  
Moderator
Beiträge: 3.073
Blog-Einträge: 1
Re: flüssiger Stickstoff

Zitat:
Originalnachricht erstellt von laborfutzie

Als ich gestern im Chat war, und mich mit NR ausführlich über dieses Thema unterhalten habe, erfuhr ich von ihm, das man Stickstoff nicht in kleinen Druck-Flaschen (V= ca. 1l) lagern kann.
um das mal etwas genauer darzustellen:

nicht über längere zeit (mehr als 24h) lagern.

ich sagte LF noch das sein Arzt die Flasche irgendwo (Nebenan) bestimmt vorher aufgefüllt hat und diese kleine Flasche nicht sein Vorratsgefäß ist
No Regrets ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.08.2001, 13:13   #4   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Warum ist das nicht möglich? Vielleicht wegen dem Dampfdruck oder so?
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Alt 03.08.2001, 13:15   #5   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.537
Zitat:
das sein Arzt die Flasche irgendwo (Nebenan) bestimmt vorher aufgefüllt hat und diese kleine Flasche nicht sein
Davon gehe ich auch aus, habe beim Hautarzt gesehen, wie dieser Stickstoff aus einem großen Behälter in so 'ne kleine Flasche umgefüllt hat, um damit Warzen zu vereisen.
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.08.2001, 13:25   #6   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Also bei Merck gibt es Dewars (1l), die zu Lagerung von flüssigem N2 gemacht sind. Wieso soll, man dann nicht solche Druck-Flaschen kaufen können?

PS: Bei Messer.de habe ich auch schon nachgeschaut! Wo kann man da die Kataloge bestellen?
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Alt 03.08.2001, 13:29   #7   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.537
Zunächst einmal kannst Du Stickstoff nicht lange in Dewars lagern (habe einen halbvollen 5l-Dewar über Nacht stehen lassen, am nächsten morgen war es fast leer),
zum anderen ist mir nicht klar, was Du überhaupt mit dem Stickstoff machen willst, bzw. wo Du ihn herbekommen willst.
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.08.2001, 13:30   #8   Druckbare Version zeigen
buba Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.460
Re: flüssiger Stickstoff

Zitat:
Originalnachricht erstellt von laborfutzie
als ich letztens beim Arzt war, und mir eine der ekelhaften Warzen entfernen lassen musste . Kam der Onkle Doktor mit einer kleinen blauen Flasche mit flüssigem Stickstoff, mit dem er die W. erfrieren wollte. (Tat höllisch weh).
Merkwürdig. Man sollte eigentlich nichts spüren, da das Gewebe inkl. Schmerzrezeptoren gleich "vereist".
buba ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 03.08.2001, 13:37   #9   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.537
@ buba
Zitat:
Merkwürdig. Man sollte eigentlich nichts spüren, da das Gewebe inkl. Schmerzrezeptoren gleich "vereist".
Bei mir hat das auch weh getan. Bist sicher, dass die Schmerzrezeptoren dabei nicht funktionieren?
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.08.2001, 13:44   #10   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Also, bei mir wars zwar keine Warze, sondern eine Narbe, aber so ein gewisses "ziehen" spürt man aufjedenfall. Aber als "höllische" Schmerzen wird ich es nicht bezeichnen. Aber gut, die Empfindung von Schmerz ist ja eh subjektiv.
Aber was ist mit meiner Frage (s.o.)?
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Alt 03.08.2001, 13:49   #11   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.537
Die Frage kann ich Dir auch nicht sicher beantworten, aber wenn Du bedenkst, dass z.B. heißer Tee in einer Thermoskanne auch nur begrenzt heiß bleibt, stimmst Du mir sicher zu, dass der Stickstoff in einer Thermoskanne mit der Zeit wärmer wird und dann verdampft.
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.08.2001, 13:53   #12   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
höllischer Schmerz

War wahrscheinlich etwas übertrieben!
Aber es hat noch 2Tage danach weh getan. Außerdem hat sich sowas wie eine Brandblase gebildet.
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Alt 03.08.2001, 13:59   #13   Druckbare Version zeigen
buba Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.460
@zarathustra:
Bei meiner Mutter hat's angeblich nie weh getan...
buba ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.08.2001, 16:29   #14   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
Hi, Laborfutzie!

Nur noch mal zur Verdeutlichung: Dewars sind keine Druckbehälter, sondern "Thermosflaschen". Diese Dinger kann (und darf) man nicht gasdicht verschließen, denn den Druck, den der verdampfende Stickstoff aufbaut, halten sie bei Weitem nicht aus (Stickstoff lässt sich bei Raumtemperatur durch keinen noch so hohen Druck verflüssigen, verdampft also restlos).

Gruß,
Franz
FK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.08.2001, 16:56   #15   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Yo, stimmt, weil die kritische Temperatur des Stickstoffs bei -147,1 C° liegt, also eine Frage des Dampfdrucks, warum man flüssigen Stickstoff nicht auf Dauer in Onkel Doktors Thermoskanne aufbewahren kann. Aber dann müßte er ja theoretisch in seiner Praxis ein Kühlsystem haben, oder?
Deswegen Laborfutzie, denke ich mal ist flüssiger Stickstoff zum heimischen experimentieren nicht sehr praktisch.

Geändert von Last of the Sane (03.08.2001 um 16:59 Uhr)
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