Allgemeine Chemie
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Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

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Alt 06.09.2004, 12:46   #1   Druckbare Version zeigen
Ne0  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 5
Frage säuren&Laugen

Ich muss ein Referat über Säuren und Laugen halten. Darin muss auftauchen welche Säuren/Laugen am aggressivsten sind und welche am unaggressivsten sind. Die anderen Teile meines Referates habe ich bereits fertig.
köttet ihr mir eventuell ne Liste mit den aggressivsten Säuren&Laugen schreiben und eine mit den unaggressivsten?
Wäre echt dankbar!
THX im Voraus
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Alt 06.09.2004, 13:35   #2   Druckbare Version zeigen
Lupovsky Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.363
AW: säuren&Laugen

Die Frage ist, was Du mit aggresiv bzw. unaggresiv bei Säuren und Laugen meinst. Generell ist der pKs-Wert einer Säure/Lauge Indikator über die Stärke dieser. Listen findest Du in Büchern, bei Google, aber auch wenn Du die Forums-Suche bemühst.
Andere Formen der Aggresivität (Reaktivität) können nur in Bezug zu bestimmten Stoffen gegeben werden.
__________________
Dirk

Bitte schickt uns Moderatoren eure fachlichen Fragen nicht per PN oder E-Mail, sondern stellt diese ganz normal im Forum.

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Lupovsky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.09.2004, 16:13   #3   Druckbare Version zeigen
Tino71 Männlich
Moderator
Beiträge: 6.935
Blog-Einträge: 41
AW: säuren&Laugen

Hm... als besonders aggressiv gelten meistens Säuren und Laugen, wenn sie zudem eine starke oxidierende Wirkung haben, was dann aber eigentlich halt nicht mehr auf die Säure-/Baseeigenschaften zurückzuführen ist. Deshalb sind H2SO4, H2SO5, Peroxodischwefelsäure, Chromschwefelsäure und solcherlei Teufelsdinger didaktisch eigentlich net wertvoll. Halt Dich besser an die besonders starken Säuren (die mit besonders kleinem pKs-Wert), also sowas wie HClO4 oder Chlorsulfonsäure oder H[SbF6] oder so, und bei den Basen an die mit besonders hohem pKs (=besonders kleinem pKb-Wert), wie CsOH, NaNH2, CaH2 oder so.
__________________
Vor dem Gesetz sind alle Katzen grau
Tino71 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.09.2004, 16:35   #4   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.539
AW: säuren&Laugen

@ Ne0:
Willkommen bei uns im Forum
Es wäre schön, wenn Du schreiben würdest, in welcher Klasse Du bist und was Ihr bisher behandelt habt. Eine Erklärung für einen 9. Klässler wird sicherlich anders ausfallen, als für jemanden in der 12. Klasse.
Aufgrund Deiner Einteilung in "agressiv" und "unagressiv" würde ich mal vermuten, dass Du noch nicht so lange Chemie machst und Dir Begriffe wie z.B. "Säurestärke" noch nicht bekannt sind?
__________________
Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 07.09.2004, 09:11   #5   Druckbare Version zeigen
Ne0  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 5
AW: säuren&Laugen

1 Jahr am Gymnasium (aber 3stündig ^^)
Also 1. pKs is mir ein unbekanter begriff ich kenne nur ph bis jetzt ^^
2. ich dachte z.B. an Säuren wie H2SO4, HCL, Königswasser und Salpeter...... mehr kenn ich nicht genug um darüber referieren zu können.
H2SO5 kenn ich aber auch noch ^^
Ich dachte an sowas in der Art:

Stärkste Säure
|
|
|
|
V
Schwächste Säure


sowas in der art
Ne0 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.09.2004, 10:38   #6   Druckbare Version zeigen
Woehler Männlich
Mitglied
Beiträge: 988
AW: säuren&Laugen

Hm, ohne pks - Wert wird das alles ein wenig schwerer - der ist nämlich das Maß dafür, wie stark die Säure dissoziert, also zu H+ und S- reagiert. Wenn Du eine Säure HS (wobei S jeder beliebige Säurerest sein kann, z.B. Cl-, NO33 - , HSO4- , dann ist der KS - Wert gegeben durch (c(H+)*c(S-))/c(HS), also Konzetration Protonen mal Konzentration Säurerest durch Konzentration Restsäure, und der pks ist dann der negative dekadische logarhithmus dazu. Essisäure hat beispielsweise 'nen pks von 4.74 (wenn ich mich richtig entsinne) und ist damit ne schwache Säure, HBr hat 'nen negativen pks (und ist damit 'ne starke Säure). Wenn Du aber meinst, welche Säure am aggresivsten ist, also am reaktivesten, dann kommt es darauf an, auf welches Material Du das beziehst (z.B. ist HF eine relativ schwache Säure, ätzt aber Glas, wohingen die oben genannten HBr als starke Säure das nicht tut).
Woehler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.09.2004, 10:44   #7   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.539
AW: säuren&Laugen

OK, hier mal was Einführendes zu Säure/Basen, pH- und pK-Werten:

http://www.u-helmich.de/che/12/01-sb/0103/aufgaben.html
http://zope.reaktor.fh-furtwangen.de/portal/natural_sciences/chemistry/chemikus/kapitel_4
http://www.chemielehrer.ch/ac_skript%20in%20pdf/9.9%20Abschaetzung%20pH_Wert%20Salzloesung.pdf
__________________
Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.09.2004, 12:31   #8   Druckbare Version zeigen
Easyquantum Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.486
AW: säuren&Laugen

Da haste die Liste:

Mist, die Datei ist zu groß. Schreib ne Email an easyquantum@gmx.de. Rückwendend bekommst du dann die Liste.
__________________
"Der Mensch wird nicht so sehr von dem verletzt was geschieht, als vielmehr von seiner Meinung darüber."

Geändert von Easyquantum (07.09.2004 um 12:43 Uhr)
Easyquantum ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.09.2004, 14:49   #9   Druckbare Version zeigen
Ne0  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 5
AW: säuren&Laugen

Ok hat mir schon viel geholfen, Danke.
Nun hab ich auch noch erfahren dass ich zu dem Referat ein "Praktikum" zum Thema Säuren/Laugen machen soll.
Ich hab mir gedacht ich nehm ne ~30% Schwefelsäure und bring die wieder auf 96% (hat mir einer aus ner klasse über mir gesagt dass das gut ankommen würde bei den lehrern) Nun hab ich was gelesen mit einkochen aber ich hab fast keinen plan wie das gehen soll.
Kann mir da auch noch jmd helfen?
Ne0 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.09.2004, 15:00   #10   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.539
AW: säuren&Laugen

Zitat:
Ich hab mir gedacht ich nehm ne ~30% Schwefelsäure und bring die wieder auf 96% (hat mir einer aus ner klasse über mir gesagt dass das gut ankommen würde bei den lehrern) Nun hab ich was gelesen mit einkochen aber ich hab fast keinen plan wie das gehen soll.
Wieso soll das gut ankommen??
__________________
Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.09.2004, 15:04   #11   Druckbare Version zeigen
Easyquantum Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.486
AW: säuren&Laugen

Ist kein Problem. Das eutektische Gemisch hat nen Massenanteil von ca. w=0.98 (Schwefelsäure). Bis zu dieser Zusammensetzung kannst du das ganze vor sich her köcheln lassen. Das Eutektikum seidet bei ca. 330° C. Musst also schon nen bißchen heiß machen. Besonders spannend find ich den Versuch allerdings auch nicht.
__________________
"Der Mensch wird nicht so sehr von dem verletzt was geschieht, als vielmehr von seiner Meinung darüber."
Easyquantum ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.09.2004, 15:24   #12   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.539
AW: säuren&Laugen

Zitat:
Ist kein Problem. Das eutektische Gemisch hat nen Massenanteil von ca. w=0.98 (Schwefelsäure). Bis zu dieser Zusammensetzung kannst du das ganze vor sich her köcheln lassen. Das Eutektikum seidet bei ca. 330° C. Musst also schon nen bißchen heiß machen. Besonders spannend find ich den Versuch allerdings auch nicht.
Du meinst ein Azeotrop, kein Eutektium! Dennoch sehe ich nicht, was dieser Versuch im Zusammenhang mit starken und schwachen Säuren bringen soll...
__________________
Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
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Alt 07.09.2004, 15:50   #13   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.539
AW: säuren&Laugen

So, vielleicht noch ein produktiver Vorschlag von meiner Seite:
Gut wird sich in Deinem Fall ein Versuch machen, in dem Du meintwegen von 1 mol/l Lösungen von Esssigsäure und Salzsäure ausgehend Verdünnungen machst (z.B. 0,1 mol/l und 0,01 mol/l; das solltest Du schon vorbereiten) und dann zur Demonstration die pH-Werte misst und vergleichst...
Ansonsten, da Du ja eine gewisse Agressivität von Säuren zeigen willst:
Ein Stück alten Baumwollstoffs (ein Fetzen eines weißen T-Shirts macht sich gut) vor der Vorführung etwas anfeuchten (OK, ist dann zwar etwas geschummelt, klappt aber sehr gut ) und in eine Glasschale o.ä. geben, zur Vorführung etwas konz. Schwefelsäure darüber kippen...
__________________
Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.09.2004, 15:52   #14   Druckbare Version zeigen
Woehler Männlich
Mitglied
Beiträge: 988
AW: säuren&Laugen

Hm, wenn ich mich an mein Analytik - Praktikum erinnere - da wollte jemand seinen Kram mit heißer (oder vielmehr siedender) Schwefelsäure aufschließen - naja, das hatte zur Folge, dass kaum jemand noch Luft bekam und alle den Praktikumssaal verlassen mussten, weil die Abzüge nicht funktionierten.
Mein Fazit: Schwefelsäure heiß machen ist ziemlich uncool, wenn Du die Atemwege freikriegen willst, empfehle ich Ammoniak.
Woehler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.09.2004, 15:53   #15   Druckbare Version zeigen
Woehler Männlich
Mitglied
Beiträge: 988
AW: säuren&Laugen

Ach ja, zu Zahastustras Vorschlag: Noch besser als Baumwolle ist es, wenn du ein Becherglas mit Zucker füllst und dann konzentrierte Schwefelsäure raufkippst.
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