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Alt 27.08.2004, 19:37   #1   Druckbare Version zeigen
HuaBaer Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 49
Eisenspäne in verd. Schwefelsäure gegeben

Naja das hab ich getan und ich dachte es würde nur Wasserstoff und eisensulfat entstehen, aber es entstand noch irgendein Gas, das furchtbar stank, ich glaube es schon einmal gerochen zu haben....


Könnt ihr mir weiterhelfen?




mfg HuaBaer
HuaBaer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.08.2004, 20:17   #2   Druckbare Version zeigen
Defeater Männlich
Mitglied
Beiträge: 331
AW: Eisenspäne in verd. Schwefelsäure gegeben

Das war vermutlich H2S, Schwefelwasserstoff, er riecht nach faulen Eiern. Oder bessergesagt, faule Eier riechen nach Schwefelwasserstoff.
Der Schwefel im Sulfat wird durch die reduzierende Wirkung des Eisens teilweise zum Schwefelwasserstoff umgesetzt. Eisensulfat entsteht natürlich nebenher auch noch.

H2S ist übrigens extrem giftig, aber da es die Geruchsnerven zerstört, wird es erst dann wirklich gefährlich, wenn man nichts mehr von dem üblen Gestank mitbekommt, denn dann ist die Konzentration bereits in einem kritischen Bereich.

Grüße,
Defeater

Geändert von Defeater (27.08.2004 um 20:25 Uhr)
Defeater ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.08.2004, 21:19   #3   Druckbare Version zeigen
Lupovsky Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.363
AW: Eisenspäne in verd. Schwefelsäure gegeben

Um Schwefelsäure zum H2S zu reduzieren bedarf es schon härtere Methoden als Fe und Wasser. Was Du gerochen hast war SO2 , also Schwefeldioxid. Dieser entsteht als Nebenprodukt durch Reduktion der Schwefelsäure. Schwefelsäure hat ähnlich der Salpetersäure auch eine oxidierende Eigenschaft, welche normalerweise aber erst bei hohen Konzentration deutlich zu Tage tritt. Wie konzentriert war denn bei Dir die Säure?
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Alt 27.08.2004, 21:52   #4   Druckbare Version zeigen
Defeater Männlich
Mitglied
Beiträge: 331
AW: Eisenspäne in verd. Schwefelsäure gegeben

SO2 ist mir allerdings nicht als furchtbar stinkend in Erinnerung, sondern eher als sehr hustenreizend.

Und laut den Normalpotenzialtabellen müsste die Reduktion auch stattfinden.
Wahrscheinlich habe ich da was übersehen...

Grüße,
Defeater
Defeater ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.08.2004, 12:10   #5   Druckbare Version zeigen
HuaBaer Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 49
AW: Eisenspäne in verd. Schwefelsäure gegeben

Die Konzentration war 37,5 %. Schwefelwasserstoff war es nicht, das hätte ich sofort erkannnt. Es roch ein bisschen faul und stechend. Wird wohl SO2 gewesen sein!

Das selbe hatte ich übrigens mit 65 % Salpetersäure gemacht und bin gleich recht erschrocken als die braunen Wolken aufstiegen weil ich eigentlich nur mit der Bildung von Eisennitrat und Wasserstoff gerechnet hatte.
HuaBaer ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 28.08.2004, 12:20   #6   Druckbare Version zeigen
Lupovsky Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.363
AW: Eisenspäne in verd. Schwefelsäure gegeben

verd. Schwefelsäure sind nicht 37.5 %
damit ist nicht zu spaßen!

Und mit 65 %iger HNO3 erst recht nicht, da entstehen tonnenweise nitrose Gase NOx, welche beim Einatmen Lungenödeme verursachen können. Das merkt man unter Umständen nicht sofort, bis auf ein wenig Husten passiert erst mal nichts. Und wie mein ehemaliger Prof. (emeritus) zu sagen pflegte: Erst atmen Sie nitrose Gase ein, dann Husten Sie ein wenig und denken sich nix dabei, und wenn Sie am nächsten Morgen aufwachen sind sie tot!
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Dirk

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Alt 28.08.2004, 12:56   #7   Druckbare Version zeigen
HuaBaer Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 49
AW: Eisenspäne in verd. Schwefelsäure gegeben

Naja im gegensatz zu konzentrierter H2SO4 ist die meine wohl harmlos denk ich mal. Die Reaktion bei der Salpetersäure war da schon viel heftiger.

Für die nitrosen Gase hab ich nen Abzug und die sieht und riecht man ja auch sehr gut. Das mit dem lungenödem mag schon sein, aber solange du nicht deine Nase direkt in die braune Wolke hältst...

Noch was: Was entsteht bei der Reaktion von Schwefelsäure mit Kaliumcarbonat? Denk mal Kaliumsulfat und Kohlensäure?
HuaBaer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.08.2004, 13:31   #8   Druckbare Version zeigen
HF Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.183
AW: Eisenspäne in verd. Schwefelsäure gegeben

Da wird wohl CO2 ausgetrieben. Wenn man Säure auf ein Carbonat gibt, steigt normal immer CO2 aus.
HF ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.08.2004, 13:31   #9   Druckbare Version zeigen
Adam Männlich
Moderator
Beiträge: 8.039
AW: Eisenspäne in verd. Schwefelsäure gegeben

Zitat:
Um Schwefelsäure zum H2S zu reduzieren bedarf es schon härtere Methoden als Fe und Wasser.
Hm.. heiße konz. Schwefelsäure könnte es vielleicht auch hinbbekommen.

Zitat:
Das merkt man unter Umständen nicht sofort, bis auf ein wenig Husten passiert erst mal nichts. Und wie mein ehemaliger Prof. (emeritus) zu sagen pflegte: Erst atmen Sie nitrose Gase ein, dann Husten Sie ein wenig und denken sich nix dabei, und wenn Sie am nächsten Morgen aufwachen sind sie tot!
So ist es. Ein Thread mit Fallbsp. ist bereits vorhanden:

http://www.chemieonline.de/forum/showthread.php?t=24366&page=2&pp=15&highlight=lungen%F6dem


Gruß
Adam
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Wenn jemand ein Problem erkannt hat und nichts zur Lösung des Problems beiträgt, ist er selbst ein Teil des Problems.
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Alt 28.08.2004, 16:59   #10   Druckbare Version zeigen
ThomasH Männlich
Mitglied
Beiträge: 856
AW: Eisenspäne in verd. Schwefelsäure gegeben

Zitat:
Zitat von HF
Da wird wohl CO2 ausgetrieben. Wenn man Säure auf ein Carbonat gibt, steigt normal immer CO2 aus.
CO2 stinkt aber nicht
ThomasH ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.08.2004, 17:07   #11   Druckbare Version zeigen
Michi Männlich
Mitglied
Beiträge: 204
AW: Eisenspäne in verd. Schwefelsäure gegeben

@ThomasH: HF bezog das wohl auf diese Frage

Zitat:
Zitat von HuaBaer
Noch was: Was entsteht bei der Reaktion von Schwefelsäure mit Kaliumcarbonat? Denk mal Kaliumsulfat und Kohlensäure?
Michi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.08.2004, 19:05   #12   Druckbare Version zeigen
ThomasH Männlich
Mitglied
Beiträge: 856
AW: Eisenspäne in verd. Schwefelsäure gegeben

ups, sorry. hab ich überlesen

dann is ja alles klar
ThomasH ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.08.2004, 16:18   #13   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Eisenspäne in verd. Schwefelsäure gegeben

Die Reduktionswirkung von Eisen müsste ausreichen, um Sulfat über Sulfit und Schwefel zu Schwefelwaserstoff zu reduzieren.

Eisen enthält immer Kohlenstoff, z. Teil als Carbid gebunden. Das setzt sich mit Säure zu einem Sortiment von Kohlenwasserstoffen um, die zum Aroma beitragen.

Aus Spuren von Phosphor entsteht Phosphorwasserstoff, der intensiv riecht.

Gruß,
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