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Alt 23.12.2003, 20:22   #1   Druckbare Version zeigen
Zek Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 467
Bariumnitrat in Wunderkerzen

Hallo,

ich habe heute ein kleines Experiment mit Wunderkerzen gemacht. Mein Ziel war es das Oxidationsmittel Bariumnitrat nachzuweisen. Ich nahm also die Wunderkerze, kratzte etwas von dem Belag ab, den ich dan in destilliertes Wasser gab. Nach einiger Zeit filtrierte ich die unlöslichen Bestandteile ab. Das Filtrat, eine klare Lösung, versezte ich dann mit Kalium- Alaunlösung und ich erhielt einen weißen Niederschlag, also Bariumsulfat BaSO4.
Doch jetzt frage ich mich doch, warum, wenn Ba(NO3)2 als Ox- Mittel verwendet wird, die Wunderkerze nicht grün brennt. Laut Emmissionsspektrum müssten Bariumatome doch eine grüne Färbung verursachen, oder?
Und dann würde ich noch gerne wissen (ok, dass passt jetzt vielleicht nicht zur Analytik), warum man bei Wunderkerzen überhaupt Ba(NO3)2 verwendet?

Vielen Dank für eure Antworten...
Zek ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 23.12.2003, 20:56   #2   Druckbare Version zeigen
Marvek  
Mitglied
Beiträge: 6.761
Es steht einiges darüber im

Bsp:
http://www.jens-rudolph.de/facharbeit/wirkung.html

Was die fehlende Grünfärbung betrifft:
Ich vermute es ist nicht warm genug, um das Barium aus seinen Bindungen zu lösen, und um grünes Licht emittieren zu lassen.
__________________
Gruss, Marvek
SciFi-Forum
Marvek ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.12.2003, 20:59   #3   Druckbare Version zeigen
Alichimist Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.979
sieht man da nicht eher das grelle Magnesiumlicht?
sehe gerade, es kann auch das Al sein..

Gruss
__________________
Kraft wird aus dem Zwang geboren und stirbt an der Freiheit.
Alichimist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.12.2003, 21:21   #4   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
Die Wunderkerzen, die ich kenne, brennen praktisch ohne Flamme.

Um eine schön grüne Bariumflamme zu erzeugen, muss man afaik ein bisschen tricksen, nämlich andere Flammenfärber fernhalten (v. a. Natrium) und einen Chlorspender beifügen. Das Chlorid ist ganz gut flüchtig, im Gegensatz etwa zum Oxid, das bei der Zersetzung von Bariumnitrat entsteht.

Gruß,
Franz
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Alt 23.12.2003, 23:09   #5   Druckbare Version zeigen
Zek Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 467
- Aber es gibt auch Wunderkerzen im Handel, die grün (Barium) oder rot (Strontium) leuchten... hatte ich noch vor einigen Monaten.

Und bitte vergesst meine zweite Frage nicht, warum man hier Bariumnitrat als Ax- Mittel verwendet und nicht etwa Kaliumnitrat.

@Marvek: Sorry, aber dein Link wirft bei mir jedenfalls nur noch mehr Fragen auf. Bei den "dicken Brummern" wird im Prinzip dieselbe Mischung verwendet wie bei den Wunderkerzen. Hier kommt es jedoch zu einer Grünfärbung...
Zek ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.12.2003, 00:10   #6   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
Zitat:
Originalnachricht erstellt von Zek

Und bitte vergesst meine zweite Frage nicht, warum man hier Bariumnitrat als Ax- Mittel verwendet und nicht etwa Kaliumnitrat.
Ein Grund könnte sein, dass Bariumnitrat noch weniger hygroskopisch als Kaliumnitrat ist und daher selbst bei hoher Luftfeuchtigkeit trocken bleibt.
Der wesentlich höhere Schmelzpunkt (592 gegen 337 °C) dürfte wohl keine Rolle spielen.

Zitat:
- Aber es gibt auch Wunderkerzen im Handel, die grün (Barium) oder rot (Strontium) leuchten... hatte ich noch vor einigen Monaten.
Glaube ich durchaus. Werde darauf achten, wenn ich Feuerwerk kaufe (demnächst...).

Gruß,
Franz
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