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Alt 21.04.2012, 22:18   #1   Druckbare Version zeigen
Lulu Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 17
Kleine Unsicherheiten!

So der Titel deutet es bereits an!
Auch ich denke verstärkt über ein Studium im Fach Chemie nach, bin aber immer noch mit mir selber am ringen ob es funktionieren wird, hinsichtlich der Leistungen die ich in der Schule bringe. Also folgendes "Problem":
Ich geh auf ein schönes Gymnasium in RLP (falls das Bedeutung hat?) und bin kurz vor dem Abschluss der 12. 1 Jahr hab ich also noch vor mir und geh momentan auf einen ungefähren Abischnitt von 2,6-2,8 zu (Ist ja noch schwer zu sagen) und in Chemie sind meine Leistungen immer sehr .... breitgefächert will ich mal sagen. Allgemein verstehe ich die Themen die wir momentan durchnehmen sehr gut .... Sowohl organisch, als auch anorganisch bin ich gut in der Lage mir das Wissen einzuprägen was durchgenommen wird. Spiegelt sich in meiner Fähigkeit anderen Mitschülern zu helfen, sowie meiner Mitarbeitsnote von 12-13 Punkten eigentlich gut wieder. Auch Versuchsprotokolle bewegen sich in dem Notenfenster, aber nya ... Dann kommen immer die Klausuren, wo ich durchschnittlich bei 7-9 Punkten lande ... (Das bedetet natürlich, dass meine Zeugnisnote meist auch 9 Punkte beträgt) und das obwohl ich den Stoff meist verstehe. Meine momentane Schwäche liegt eher darin, dass ich darüber hinausgehend manchmal nicht auf Lösungswege komme. Bestes Beispiel letzte Chemieklausur zum Thema PH-Werte:
Die Berechnungswerte die wir im Unterricht hatten, konnte ich ohne Probleme lösen (Konzentrationsberechnung, ausgehend von Normaltemperaturen u.Ä.) aber bei einer Aufgabe wie folgender: "Salzsäure: c=11 mol+l^-1) ; wie kann man das, durch Verdünnen, einen PH-Wert von 0 erreichen" nicht .... Mir fehlt eben die Fähigkeit manchmal solche Zusammenhänge zu erkennen - Richtige Lösungswege zu finden und aufgrund alter Sachen auf Tatsachen zu schließen. Auch gutes Beispiel: Im ersten Moment nachzuvollziehen was während eines Experimentes passiert. Beispiel: Ich mische das und das zusammen, was passiert da und warum?!

Ist das etwas, was man sich während der Studienzeit aneignen kann? Oder sollte ich es lieber lassen, wenn ich schon jetzt nicht in der Lage bin, über momentane Themen hinausgehend solche Fragen zu beantworten, die als Transferaufgaben durchgehen?
Ka ich hab Angst, dass ich es nicht schaffen könnte, obwohl ich doch eigentlich IMMER in der Lage bin momentane Themen nachzuvollziehen ...
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Alt 21.04.2012, 23:13   #2   Druckbare Version zeigen
imalipusram  
Mitglied
Beiträge: 3.281
AW: Kleine Unsicherheiten!

Puh! Schwierig! Bei Deinem Beispiel mit der pH=0 - Aufgabe kommt mir spontan in den Sinn, daß Derartiges im ersten Semester elementar ist, ist ja auch eine direkte Folge der Abhängigkeit des pH von der Protonenkonzentration und die hängt wiederum direkt von der HCl-Konzentration ab, da HCl (in Wasser) vollständig dissoziert. Eher eine der einfacheren Aufgaben, der Lösungsweg sollte sich abzeichnen, wenn Du auf den Trichter kommst, daß Du eine Protonenkonzentration von 10^0 mol/l brauchst. Allerdings kanns eben durchaus mal passieren, daß man schlicht auf dem Schlauch steht, eine Erklärung nicht verstanden hat, die Erklärung nicht gut war oder die Aufgabenstellung nicht gut formuliert.

Und einem Versuch anzusehen, was da passiert, geht kaum, wenn man nicht über eine gewisse Erfahrung und Vorahnung verfügt. Man macht Versuche ja auch nicht blind, sondern mit einer ganz bestimmten Intention. Viel ist eben Erfahrung und angesammeltes Wissen. Manchmal weiß man auch, was passiert, weil man sichs angelesen hat.
Trotzdem gelingt auch gestandenen Fachleuten immer wieder die totale Missinterpretation von Versuchsergebnissen oder experimentellen Gegebenheiten, so ganz ohne Vorsatz.

Ich denke, das Wichtigste am Chemiestudium ist, daß man es wirklich machen will. Chemie in allen Variationen (und da gibt es viel, wovon Du Dir höchstwahrscheinlich nicht mal zu Träumen traust) ist ein unheimlich weitgefächertes Fachgebiet. Geh mal auf die Homepage einer beliebigen chemischen Fakultät und versuche Dir mal ein Bild davon zu machen, was da alles geforscht wird. Wichtig ist, daß Du Dir ein ungefähres Bild von dem machst, was man als Chemiker nach dem Studium so machen kann, denn das Studium ist (rückblickend) ziemlich schnell vorbei.

Was Du für Chemie brauchst, ist Durchhaltevermögen! Aus Versehen studiert das kaum einer länger als 2 Semester, dafür ist der Aufwand einfach zu groß. Bei uns wars so, daß die meisten wegen Mathe, Physik und Thermodynamik (physikalische Chemie) aufgehört haben und nicht wegen anorgnischer oder organischer Chemie. Die eigentliche Chemie ist relativ einfach und man kann sich durch Lernen viel Wissen aneignen. Außerdem bist Du nicht nur auf Dich alleine gestellt im Studium, man kann sich mit LeidengenossInnen austauschen und Lerngruppen bilden. Einer meiner Laborpartner hat eine "Ehrenrunde" in der Oberstufe gedreht, aus ihm ist trotzdem ein guter Chemiker geworden. Meines Erachtens lernt man sowieso mehr, wenn nicht alles auf Anhieb klappt, das meiste hab ich Durch das Lösen von unerwarteten Problemen gelernt (und tu das immer noch, das ist für mich das eigentlich Spannende am Fach), denn wenn man eine Anleitung runterpipettiert und alles klappt, kriegt man vielleicht eine gute Note, aber man muß es nicht verstanden haben.

Chemisch wird im Studium ziemlich bei Null angefangen, den Abistoff in Mathe (Kurvendiskussion, Integral- und Differentialechnung, einfachen Matritzenkram) und Physik arbeitet man im ersten Semester ziemlich fix durch. Dafür geht man nicht mehr so sehr in die Tiefe.

Schau mal ins Archiv von Chemieonline, da gibt es massenweise Diskussionen zum Thema, "Chemie studieren oder nicht"
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Alt 24.04.2012, 08:13   #3   Druckbare Version zeigen
Zed87  
Mitglied
Beiträge: 45
AW: Kleine Unsicherheiten!

Ich würd dir empfehlen, ein Praktikum beispielsweise in einem Labor zu machen oder dir eine andere Möglichkeit zu suchen, in die Chemie reinzuschnuppern. Einige Universitäten arbeiten mit Schulen zusammen und ermöglichen Schülern, einige Vorlesungen zu besuchen. Da siehst du eigentlich am besten, was dich im Studium erwartet und kannst abschätzen, ob du es schaffst. Das man - gerade auch einfachste - Sachen mal vergisst oder nicht weiß, passiert wohl den meisten mal. Im Studium hat man Zeit da Abhilfe zu schaffen.. Das wichtigste, würd ich sagen, ist erst einmal Interesse und evtl. Verständnis, der Rest gibt sich dann schon...

Es gibt übrigens auch viele Chemie-verwandte Studiengänge, die deutlich praxisnaher als das reine Uni-Studium sind, vllt ist ja auch da etwas für dich dabei.
Zed87 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.04.2012, 11:46   #4   Druckbare Version zeigen
imalipusram  
Mitglied
Beiträge: 3.281
AW: Kleine Unsicherheiten!

Zitat:
Zitat von Zed87 Beitrag anzeigen
Vorlesungen zu besuchen
Ich würd mir gut überlegen welche VL und mich auch nicht unbedingt aufs Geradewohl in nur eine VL reinsetzen und dann mir gleich ein Urteil bilden. Mein erster Kontakt zu den Bioogen war eine VL über Blütenanatomie (fand ich ziemlich sinnlos für ein Biogrundstudium), die hat im Wesentlichen dazu beitragen, daß ich mich dann doch für Chemie entschieden habe. Von der kannte ich zwar einige Skripte, die mir ein Freund zum Lesen gegeben hatte, aber ich hatte mich glücklicherweise nicht in Thermodynamik reingesetzt...
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Geändert von imalipusram (24.04.2012 um 11:54 Uhr)
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