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Alt 08.05.2001, 22:56   #1   Druckbare Version zeigen
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Verärgert Sprachstil bei Protokollen u. ä.

Hallo,
hier mal eine Frage, die nur am Rand mit Chemie zu tun hat. Bei Protokollen scheint ein eigener Sprachcode zu existieren, der mit dem Deutsch, dass man in der Schule als "gutes Deutsch" lernt, nichts zu tun hat. Welche Regeln gibt es bei der Formulierung, weiss jemand verlässliche Ratgeber, oder ähnliches? Ich musste nämlich feststellen, das was für deln einen Betreuer gut genug war, für den anderen ein sprachliches "Fiasko" war und würde ähnliche Situationen gern in Zukunft vermeiden.
Vielen Dank.
Timbuktu
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Alt 09.05.2001, 00:06   #2   Druckbare Version zeigen
Godwael Männlich
Moderator
Beiträge: 12.173
Blog-Einträge: 12
Zwinkern

Tja, daran wirst du dich gewöhnen müssen. Jeder Assi mags halt anders. Das ist dann reine Nervensache
Ich glaube, wenn man so drei, vier Protokolle geschrieben hat, stellt sich automatisch so ein steriler Einheitsstil ein. Ein Protokoll ist ja kein Thesenpapier oder so, also vergiß (fast) alles, was du in der Schule über guten Stil gelernt hast.
__________________
Gruß,
Fischer


Fischblog - powered by Spektrum der Wissenschaft
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Alt 09.05.2001, 08:21   #3   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Stimmt.
Bei uns zwei Bsp:
Def.: Unter x versteht man ... in einem (!) Satz.
Versuch: Es soll versucht werden x herzustellen / darzustellen...
Usw.
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Alt 09.05.2001, 11:11   #4   Druckbare Version zeigen
schlumpf  
Mitglied
Beiträge: 1.885
naja, selbst bei Doktorarbeiten oder Publikationen ist man davor nicht gefeit. Und kann sich noch weniger wehren: die Ablehnung eines Gutachters bei einer Zeitschrift ist meist nicht anfechtbar ...

Manche Leute halten gut verstaendliches Deutsch halt fuer unwissenschaftlich, vermutlich weil sie selber nicht fluessig schreiben koennen. Und das nicht nur in den Naturwissenschaften ...
schlumpf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.05.2001, 13:43   #5   Druckbare Version zeigen
Pauni Männlich
Mitglied
Beiträge: 493
In der Regel sind literarische Ergüsse in Versuchsprotokollen nicht erwünscht. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man mit einem kurzen, prägnanten Stil, die besten Erfolge erzielt.
Wichtig ist in meinen Augen nur, dass der Leser des Protokolls eine Vorlage hat, nach der er deine Arbeitsschritte nachvollziehen kann.
...nur leider muß auch ich sagen, dass es kein allgemein gültiges Rezept für die Erstellung eines Versuchsprotokolls gibt.

Pauni
__________________
Pauni
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Alt 09.05.2001, 18:30   #6   Druckbare Version zeigen
Godwael Männlich
Moderator
Beiträge: 12.173
Blog-Einträge: 12
genau so isses
__________________
Gruß,
Fischer


Fischblog - powered by Spektrum der Wissenschaft
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Alt 09.05.2001, 19:25   #7   Druckbare Version zeigen
Luke Männlich
Mitglied
Beiträge: 236
Sprachstil

Hallo,

bei uns gibt es z.B. ein Handout, indem steht, wie (und in welchem Stil) ein Versuchsprotokoll zu schreiben ist.
Unter anderem verwendet man bei uns für Versuchsdürchführungsbeschreibungen immer die Passiv-Form. Also nicht "Man gibt 20 mL HCl in einen Kolben.", sondern "In einen Kolben werden 20 ML gegeben.". Desweiteren ist es bei uns zwar nicht untersagt, aber doch nicht gern gesehen, wenn man Salzsäure ausschreibt. Jeder weiß, was HCl ist und dann hat man das auch so zu schreiben.
Aber wie Ihr alle vor mir schon festgestellt habt, einen einheitlichen Protokoll-Stil wird man nicht finden und jeder Assi hat's gerne anders. Und ein knappes aber prägnantes Protokoll wird allemal lieber genommen als ausschweifende geistige Ergüsse des Experminentators. Der Leser soll ja nur wissen, was getan wurde und was dabei rausgekommen ist. Nachvollziehen soll er es natürlich auch können (wahrscheinlich der wichtigste Punkt).

Nun denn. Euch allen noch viel Spaß bei Euren zukünftigen Protokollen.

Luke
__________________
"Ich, Herr?", rief Sam und sprang auf wie ein Hund, der zum Spazierengehen aufgefordert wird. "Ich soll mitgehen und Elben sehen und alles? Hurra!" schrie er, und brach dann in Tränen aus. HdR, I, 3
Luke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2001, 16:34   #8   Druckbare Version zeigen
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nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
hey!
ein protokoll ist für den einen lehrer gut und der andere sieht es alles "ausdrucksfalsch" an!es ist nun mal so und da kann und wird man auch nie was dran ändern können. Am besten ist, wenn man in einem fach wie chemie, wo man protokolle schreibt ein und den selben lehrer hat und sich auf seine art einstellen kann(lernt man, wie er sich ein gutes protokoll vorstellt)!ich persönlich hab in der sach ziemlich pech, da ich in 3 jahren chemie auch drei verschiedene ehrer hatte, tja....ein ständiges umgewöhnen...!bücher und so sind gut und schön aba es hängt dann immernoch vom lehrer ab, wie er des sieht...!und ihr wisst ja, der lehrer hat IMMER recht......
so,bis denne! !
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Alt 11.05.2001, 20:14   #9   Druckbare Version zeigen
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nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
Sprachstil

Hallo,
danke für die vielen Anregungen. Das mit kurz und knapp ist klar, aber nicht immer ganz so leicht...
Was wohl auch sehr wichtig ist, ist dass das Protokoll vollständig einheitlich ist, also nicht t-Bu und tert -Bu im selben Protokoll. Und Literaturzitate sollen auch 100 % ig sein. Allerdings zitiert ja jede Zeitschrift ein bisschen anders, woran haltet ihr euch da so?
Gruß.
Timbuktu
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Alt 13.05.2001, 18:46   #10   Druckbare Version zeigen
Luke Männlich
Mitglied
Beiträge: 236
Hi Timbuktu,

wegen der Literaturzitate hab ich Dir mal das abgetippt, was bei uns in der Uni so Usus ist:

Die Formatierung der Literaturstellen erfolgt nach bestimmten Regeln:

1. Zuerst werden die Autoren des Buches bzw. der Veröffentlichung genannt.
2. Danach wird entweder der Titel des Buches bzw. der Zeitschrift als entsprechende Abkürzung in kursiver Schreibweise (wenn möglich) angegeben.
3. a) Bei Büchern: Es wird jetzt zunächst die Auflage, danach der Verlag, der Sitz des Verlages und das Jahr (in Fettschrift) angegeben. Zum Schluß kann noch eine Seitenangabe erfolgen, die aber auch entfallen kann.
b) Bei Zeitschriften: Zunächst wird das Jahr (in Fettschrift) angegeben, danach wenn vorhanden die Bandnummer (in Kursivschrift) und danach muß die Seitenangabe erfolgen.
4. Alle Literaturstellen sollen mit einem Punkt abgeschlossen werden.

Die entsprechenden Regeln werden oftmals in den entsprechenden Zeitschriften einmal im Jahr veröffentlicht (z.B. "Instructions for authors" in European Journal of Organic Chemistry). Die Numerierung der Literaturstellen erfolgt fortlaufend im Text; es kann aber dann auf schon genannte Literaturstellen verwiesen werden.


Bsp.: R. Brückner, Reaktionsmechanismen, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 1996.

Quelle: Prof. Dr. Sabine Laschat, Institut für Organische Chemie der TU Braunschweig, Hinweise zum Arbeiten im Organisch-Chemischen Grundpraktikum im SS 2001.


Viel Erfolg

Luke
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