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Cram'sche Regel bei R-Nachbarchiralitätszentrum
Hallo,
ich habe mal eine Frage zur Cram'schen Regel. Eventuell ist es auch nur ein Denkfehler oder Vorstellungsproblem.
Es geht um eine Aufgabe, in der (R)-3-Methylhexan-2-on mit Phenylmagnesiumbromid zu einem Alkohol reagieren soll. Dieser entsteht dann mit einem ee von 50%. Nach langem hin und her bin ich darauf gekommen, dass die Cram'sche Regel hier gut passen könnte. Denn es geht ja um eine Carbonylgruppe, die in Nachbarschaft ein Chiralitätszentrum besitzt.
Wenn ich jetzt allerdings Versuche die bevorzugte Angriffsseite herauszufinden, gibt es m.M.n. ein Problem. Der größte Substituent soll ja wenn man die Konformation in der Sägebock-Darstellung zeichnet in antiperiplanarer Stellung zum Sauerstoff stehen. Also hier der Propylrest. Wenn ich das aber so mache, das geht meine R-Konfiguration verloren.
Ich hab auch allgemein bisher nur Nachbarchiralitätszentren mit S-Konfig gefunden. Da ist das dann ja auch kein Problem.
Kann mir jemand helfen? Muss ich evtl etwas anderes anwenden?
Danke schonmal im Voraus!
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