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Alt 26.10.2010, 00:11   #1   Druckbare Version zeigen
Pendar weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 4
"Übungsbeispiele" für Schule - Hoffnungslos

Unser Chemielehrer hat uns letzte Stunde einen Zettel mit verschiedenen "Übungsbeispielen" ausgehändigt, die nächste Stunde jeder können muss... und das wird entsprechend streng geprüft und benotet... jedoch... haben weder ich, noch der Großteil meiner Klassenkollegen nen Plan von diesen ganzen Sachen... jaah.. und jetzt bin ich irgendwie am verzweifeln weil ich das Schuljahr nicht wegen Chemie.. wiederholen möchte oder gleich nach dem ersten Semester eine Nachprüfung schreiben will/kann.. (Modulsystem)
Und da es bis übermorgen irgendwie relativ kurzfristig ist, sich noch mit jemandem zu treffen... ist das hier meine letzte Hoffnung >.<

Also hier mal die gesamten Beispiele (ich weiß zwar nicht ob das wirklich alles hier reinpasst, mein 1. Beitrag und so )

1. Ermittle die Formel einer Verbindung aus 38,8 % Chlor und 61,2 % Sauerstoff!
Bei mir kommt raus ClO4 ... Stimmt das? Und was genau ist das dann...?

2. Wieviel Zinkpulver braucht man, um 100 g Kupfer-II-oxid zu reduzieren?
Ja das war irgendwas mit Schlussrechnung und damals hab ich gefehlt und das irgendwie nicht mitbekommen wie das funktionieren soll...

3. Erläutere das "Gesetz der multiplen Proportionen" anhand der Chloride des Eisens!
Da verstehe ich auch bloß Bahnhof... das einzige was wir dazu in meinem Heft haben ist "rotes Kupferoxid", dann ne Spalte "in %" und daneben das "Massenverhältnis"

4. Wie groß ist die Masse eines Kohlendioxidmoleküls?
Also das war dann die relative Atommasse -> 44 und das Ganze dann durch 6,022*1023) ?
und die 6,022*1023 sind dann die Atome in einem mol oder wie? XD

5. Wozu dient eine Vakuumdestillation und wie funktioniert diese?
Sollte eigentlich eh im Heft stehen...

6. Beschreibe mittels Reaktionsgleichung die vollständige Verbrennung von Phosphorwasserstoff!
Also mir müsste mal jemand generell erklären wie das mit den Reaktionsgleichungen und so funktioniert... denn unser Lehrer ist von der
Sorte, die etwas an die Tafel schreiben und dann erwarten, dass mans allein durchs ansehen versteht..

7. Wie viel Gramm Schwefel enthält 1 kg Gips(kristalle)?
Das mit dem Schwefel und dem prozentuellen Anteil... das versteh ich auch nicht.. <.<

Vervollständige folgende Reaktionsgleichungen:

8. Aluminium + Salzsäure ==>
9. Eisenkarbonat + Schwefelsäure ==>
10. Ammoniak + Salpetersäure ==>


Ich bin ein hoffnungsloser Fall was Chemie betrifft... theoretisch wäre ich jaah durchaus interessiert.. aber der Lehrer an meiner Schule ist nicht gerade... das Wahre... deshalb versteh ich sogar die einfachsten Dinge irgendwie nicht...
Pendar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.10.2010, 01:10   #2   Druckbare Version zeigen
aspergillus Männlich
Mitglied
Beiträge: 467
AW: "Übungsbeispiele" für Schule - Hoffnungslos

Zitat:
4. Wie groß ist die Masse eines Kohlendioxidmoleküls?
Also das war dann die relative Atommasse -> 44 und das Ganze dann durch 6,022*1023) ?
und die 6,022*1023 sind dann die Atome in einem mol oder wie? XD
44 g wiegen 1 mol, 1 mol sind 6,022 x 10^23 Teilchen -->
1 Kohlendioxidmolekül wiegt in etwa 44 / 6,022x10^23 Gramm.
Zitat:
Vervollständige folgende Reaktionsgleichungen:

8. Aluminium + Salzsäure ==>
9. Eisenkarbonat + Schwefelsäure ==>
10. Ammoniak + Salpetersäure ==>
Tipp:
- Unedle Metalle plus Säure bilden Wasserstoff + entsprechende Salze.
- Stärkere Säuren verdrängen schwächere aus ihren Salzen. Kohlensäure ist instabil und zerfällt in Wasser und Kohlendioxid.
- Säuren reagieren mit Basen zu entsprechenden Salzen.


Ansonsten bei der Bandbreite an Lücken empfehle ich dringend Nachhilfeunterricht, das ist einfach zuviel um mal eben im Forum erklärt zu werden.
Es bringt nichts wenn du die Ergebnisse auswendig lernst, da der Lehrer in den Klausuren einfach andere Beispiele bringen wird und du dann wieder wie der Ochs vorm Berg stehst.

Oder such dir jemanden der Chemie total checkt und lerne mit dem usw...
aspergillus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.10.2010, 02:09   #3   Druckbare Version zeigen
pleindespoir Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.106
AW: "Übungsbeispiele" für Schule - Hoffnungslos

Zitat:
Zitat von Pendar Beitrag anzeigen

1. Ermittle die Formel einer Verbindung aus 38,8 % Chlor und 61,2 % Sauerstoff!
Bei mir kommt raus ClO4 ... Stimmt das? Und was genau ist das dann...?
Zunächst mal die rel. Atommassen nachsehen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Chlor
35,453
http://de.wikipedia.org/wiki/Sauerstoff
15,9994

und die Prozente durch die relativen Massen teilen:

38,8 : 35,453 = 1,094406679265506445152737427016

61,2 : 15,9994 = 3,8251434428791079665487455779592

Jetzt das Verhältnis dieser beiden Ergebnisse ermitteln:

3,4951755278451807922178524993658

also runden wir mal grosszügig und stellen fest, dass 3,5 mal soviel Sauerstoff wie Chlor in der Verbindung sein muss. Da es keine halben Atome gibt, ist das Ganzzahlige Verhältnis 7:2.

{Cl_2O_7}

Dann sucht man mal unauffällig im wiki nach Chloroxid - was soll es denn sonst auch sein ?

und findet:

Zitat:
Dichlorheptaoxid (Cl2O7) ist ein farbloses Öl mit einer Dichte von 1,86 g/ml. Es gefriert bei -92 °C, siedet bei 82 °C und besitzt eine Molmasse von 182,91 g/mol. Das Molekül besitzt keine Spiegelebene, die beiden ClO3-Gruppen sind gegeneinander um 15 Grad verdreht. Dichlorheptaoxid ist zwar explosiv, aber dennoch das beständigste Chloroxid.
pleindespoir ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.10.2010, 02:23   #4   Druckbare Version zeigen
pleindespoir Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.106
AW: "Übungsbeispiele" für Schule - Hoffnungslos

Zitat:
Zitat von Pendar Beitrag anzeigen

2. Wieviel Zinkpulver braucht man, um 100 g Kupfer-II-oxid zu reduzieren?
Ja das war irgendwas mit Schlussrechnung und damals hab ich gefehlt und das irgendwie nicht mitbekommen wie das funktionieren soll...
also wieder mal ins doofe wikipedia geguckt, wo sowieso immer alles falsch ist und deswegen braucht man da ja eigentlich üüüüüberhaupt gar nicht erst nachzuschauen:

Zitat:
Kupfer(II)-oxid ist eine chemische Verbindung, die Kupfer und Sauerstoff enthält. In diesem Oxid mit der Summenformel CuO ist Kupfer zweiwertig. Kupfer(II)-oxid ist ein schwarzer, amorpher oder kristalliner Feststoff.
Jetzt noch das Molgewicht von {CuO} rausfinden: 79,545 g/mol

Um rauszufinden, wieviel Mol in 100g sind, braucht es keine Chemiekenntnisse, sondern Mathekenntisse aus der Sexta ... ich sage nur mal Dreisatz.

Dann nach Zink gucken - was haben wir denn da für eine rel. Atommasse ... ?

... und nochmal Dreisatz anwenden - singemäss umgekehrt natürlich.

Und vor lauter Begeisterung nicht vergessen nachzusehen, wie das Zinkoxid fertig aussieht - vielleicht hat es mehr oder weniger "Ärmchen" als Kupfer - vielleicht bindet es sich sonstwie - weiss man ja nicht als Antichemiker ... also nochmal schnell unter Zinkoxid nachgeschaut, ob das so richtig sein kann, was berechnet wurde!
pleindespoir ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.10.2010, 02:38   #5   Druckbare Version zeigen
pleindespoir Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.106
AW: "Übungsbeispiele" für Schule - Hoffnungslos

Zitat:
Zitat von Pendar Beitrag anzeigen

3. Erläutere das "Gesetz der multiplen Proportionen" anhand der Chloride des Eisens!
Da verstehe ich auch bloß Bahnhof... das einzige was wir dazu in meinem Heft haben ist "rotes Kupferoxid", dann ne Spalte "in %" und daneben das "Massenverhältnis"
http://de.wikipedia.org/wiki/Eisen%28II%29-chlorid
http://de.wikipedia.org/wiki/Eisen%28III%29-chlorid

Dann noch Fremdwörterlexikon:

multipel = mehrfach
Proportion = Verhältnis

Dann im Heft merken, dass Kupfer (siehe obige Übung) wie auch Eisen (mentale Transferleistung) mehrere Oxidationszustände (vulgo: "Ärmchen")besitzen kann.

Entsprechend gibt es mehrere Möglichkeiten der Stoffverhältnisse in Bindungen.
pleindespoir ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.10.2010, 11:25   #6   Druckbare Version zeigen
Fulvenus Männlich
Mitglied
Beiträge: 19.867
AW: "Übungsbeispiele" für Schule - Hoffnungslos

Zu 7:Als erstes braucht man die Formel für Gips,also hier schauen: http://de.wikipedia.org/wiki/Gips .Es handelt sich um Calciumsulfat mit zwei Molekülen Wasser.Daraus ergibt sich eine Molmasse von 172,17 g/mol.Da in einem Mol Gips nur ein Mol Schwefel enthalten ist,erhält man mit der Molmasse von Schwefel(32,06 g/mol) die Erkenntnis,daß in 172,17 g Gips 32,06 g Schwefel enthalten sind.Hier nun Dreisatz anwenden,um herauszubekommen,wieviel Gramm Schwefel in 1 kg Gips stecken.
Hinter diesem ganzen Rechnen steckt übrigens auch viel an Information über die Eigenschaften chemischer Verbindungen(Masse,Aufbau,Oxidationszahlen...),die man für ein Verständnis der Chemie benötigt.Wenn es beim Lehrer nicht klar wird,ruhig
mal im Buch nachlesen,sonst wird es am Ende echt schwer,da noch was zu ordnen.
Zur Vakuumdestillation sei nur soviel gesagt,daß der Siedepunkt vom Umgebungsdruck abhängt.Vereinfacht:Je niedriger der Druck,desto niedriger der Siedepunkt.Dadurch können bei vermindertem Druck/im Vakuum Flüssigkeiten destilliert werden,die sich bei ihrer Siedetemperatur unter Normaldruck schon zersetzen.Es handelt sich somit um eine schonende Art der Destillation.

Fulvenus!
Fulvenus ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 27.10.2010, 01:05   #7   Druckbare Version zeigen
Pendar weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 4
AW: "Übungsbeispiele" für Schule - Hoffnungslos

Also ich möchte mich mal vor allem bedanken ... hat mir sehr weitergeholfen...
Also DANKE erstmal

Beim zweiten Beispiel hab ich noch ne Frage und zwar, ob am Ende dann auch wirklich ca. 82g Zinkpulver rauskommen??
Also bei mir steht jetzt (65,4:79.5)*100 = 82,2...

Und beim dritten Bsp frage ich mich die ganze Zeit was ich da mehr schreiben kann außer FeCl2steht im Verhältnis ganzzahliger Proportionen also 1:2 zueinander... und ... demnach steht dann FeCl3 im Verhältnis 1:3 zueinander ? Und sonst für die "Prüfung" reicht einfach, wenn ich sage, dass "Die Massenanteile der Elemente in allen chem. Verbindungen gleicher Elemente in ganzzahligem Verhältnis zueinander stehen." ?
Wir sollens jaah eigentlich nur... erläutern.. nur das "anhand der Chloride des Eisens" verunsichert mich irgendwie.. einfach weil ich nicht weiß was er eigentlich von mir will...


Achjaah.. ich wollte nur noch eben ergänzen, dass er diese Zettel "zugunsten" der sogenannten "Chemiemuffel" macht... da man einfach nur genau diese 10 Beispiele können muss, die dann geprüft werden und wenn man alle (auch "auswendig") kann, bekommt man 10 punkte... und von diesen Zetteln gibt es 3 pro Semester.. mit jeweils 10 möglichen Punkten also Beispielen... und 15 braucht man insgesamt um ÜBERHAUPT mal positiv zu sein... deshalb schieb ich hier ein bisschen.. Panik :/
Pendar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.10.2010, 06:26   #8   Druckbare Version zeigen
pleindespoir Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.106
AW: "Übungsbeispiele" für Schule - Hoffnungslos

Vielleicht postest Du jede Woche eine einzelne Aufgabe, die man dann gemütlich und gründlich durchdiskutieren kann.

(Du hattest Glück, dass ich nen guten Tag hatte - normalerweise bearbeite ich solche Aufgabenmüllberge nicht - und schon garnicht "ultradringendeilige").

Der Sinn der Sache ist ja eigentlich, dass Du verstehst, wie man die Aufgaben angeht. Dass hier eine Einmalchance für Auswendiglerner geboten wird, ist ein netter Zug des Profs - hilft dir aber im späteren Berufs- (und auch sonstigem) Leben nicht weiter.

Es geht ja nicht nur um Chemie, sondern grundsätzlich darum, wie man mit Fragestellungen aus unbekannten oder ungeliebten Bereichen umgeht.

Im Beruf wird selbst beim Konditor nicht immer Sahneschlecken angesagt sein.
pleindespoir ist offline   Mit Zitat antworten
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