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Alt 16.10.2010, 21:13   #1   Druckbare Version zeigen
eigegaloder weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 6
Konstanten in chemischen Formeln

Hallo allerseits,

ich bin momentan Schülerin, kurz vor dem Abitur und habe eine allgemeine Frage zu Konstanten in chemischen Formeln.
Ich würde gerne wissen, ob die Möglichkeit besteht, dass Konstanten sich ändern und wenn ja, wie es dazu kommt und was das für Konsequenzen für die Ergebnisse hat.

Vielen Dank schon mal im Vorhinein
Liebe Grüße
Lisa
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Alt 16.10.2010, 21:31   #2   Druckbare Version zeigen
Danijo Männlich
Mitglied
Beiträge: 293
AW: Konstanten in chemischen Formeln

Von was für Konstanten genau sprichst du denn?
Mach doch mal ein Beispiel...

Versteh leider grade nicht genau was du meinst.
Danijo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.10.2010, 12:29   #3   Druckbare Version zeigen
eigegaloder weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 6
AW: Konstanten in chemischen Formeln

Das war jetzt wahrscheinlich wirklich etwas zu allgemein...

Also der Hintergrund zu meiner Frage ist der, dass uns unser Lehrer aufgetragen hat, uns über diese und andere Fragen zu informieren und daher vermutlich bewusst eine eher allgemeinere Fragestellung ausgewählt hat.
Naja, jetzt müssen wir () uns damit herumschlagen...

Also ich habe jetzt ein bisschen in meinem Chemiebuch geforstet und da unser Thema momentan das Berechnen von Reaktionsgeschwindigkeiten ist, bin ich auf folgende Gleichung gestoßen:

{v= { \Delta C \over \Delta t } = K \cdot C }
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Alt 18.10.2010, 13:00   #4   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 13.688
AW: Konstanten in chemischen Formeln

Diese Konstanten sind von den Umgebungsbedingungen abhängig und normalerweise für Standardbedingungen. 25 ° C und 1013 hPa definiert. Also andere Drücke oder Temperaturen verändern diese.

http://de.wikipedia.org/wiki/Standardbedingungen
__________________
Vena lausa moris pax drux bis totis
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Alt 18.10.2010, 13:05   #5   Druckbare Version zeigen
eigegaloder weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 6
AW: Konstanten in chemischen Formeln

Oh Mist.
Ich habe eigentlich noch einen halben Roman danach geschrieben, um die Gleichung zu erklären und dann habe ich, klug wie ich nunmal bin, aus Versehen auf Senden geklickt.
So ein Ärgernis...
Ich schick trotzdem mal, was ich noch geschrieben habe, weil mir Deine Antwort noch nicht ganz klar ist...
Achtung:

Der angeführte Versuch ist die Reaktion von Kristallviolett mit einem großen Überschuss an Natronlauge.
C ist hierbei die Konzentration von Kristallviolett während des Versuchs und t die Dauer des Versuchs.
Es lässt sich durch Einzeichnen der Ergebnisse für Zeit und Konzentration in ein Diagramm eine Durchschnittsgeschwindigkeit ermitteln.
Zeichnet man diese wiederum in ein Geschwindigkeits/Konzentrations-Diagramm, lässt sich die oben angeführte Gleichung aufstellen.
So weit so gut, doch weiter geht es mit der Geschwindigkeitskonstanten k, die im zweiten Teil der Gleichung einfach mit c multipliziert wird und das gleiche bedeuten soll.
Da hat mein kleines Gehirn angefangen den Geist aufzugeben...
Also, dass Konzentration und Zeit proportional sind und darum k eigentlich immer gleich bleibt ist klar, aber weiter heißt es im Buch, dass dies nur bei konstanter Temperatur der Fall ist und bei steigender Temperatur auch die Konstante steigen würde.
Ist damit gemeint, dass die Temperatur auch multipliziert wird?
Aber dann müsste es doch eigentlich heißen, dass v, also die Geschwindigkeit, ansteigt und nicht die Konstante, denn dann wäre sie doch eine Variable, oder?
Fällig verwirrt...
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Alt 18.10.2010, 13:10   #6   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 13.688
AW: Konstanten in chemischen Formeln

Zitat:
Zitat von eigegaloder Beitrag anzeigen
Also, dass Konzentration und Zeit proportional sind und darum k eigentlich immer gleich bleibt ist klar, aber weiter heißt es im Buch, dass dies nur bei konstanter Temperatur der Fall ist und bei steigender Temperatur auch die Konstante steigen würde.
Ist damit gemeint, dass die Temperatur auch multipliziert wird?
Ja das sagte ich ja, die Konstante ist für eine Temperatur definiert.
Mache ich den gleichen Versuch bei einer anderen Temperatur oder auch Druck dann ändert sich diese.

k ist die Steigung der Geraden v = k*C
ähnlich wie y = m*x
__________________
Vena lausa moris pax drux bis totis
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Alt 18.10.2010, 19:11   #7   Druckbare Version zeigen
eigegaloder weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 6
AW: Konstanten in chemischen Formeln

Also, um nochmal auf meine Ursprungsfrage, die ich mit dem Beispiel verdeutlichen wollte, zurückzukommen:
Konstanten sind also zwar in bestimmtem Kontext (beispielsweise gleichbleibende Reaktionsbedingungen) unveränderlich, doch können sie sich auch ggf. wie Variablen verhalten und einfach Platzhalter für einzufügende Reaktionsergebnisse sein...stimmt das?
LG
Lisa
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Alt 18.10.2010, 19:28   #8   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 13.688
AW: Konstanten in chemischen Formeln

So würde ich das nicht bezeichnen. Konstanten sind für eine bestimmte Reaktion und Umgebungsbedingung eben unveränderlich. Bei einer anderen Umgebungsbedingung und bei der gleichen Reaktion ist die Konstante ebenfalls verändert.
__________________
Vena lausa moris pax drux bis totis
Nobby ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.10.2010, 14:32   #9   Druckbare Version zeigen
eigegaloder weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 6
AW: Konstanten in chemischen Formeln

Also vielleicht habe ich das etwas ungeschickt ausgedrückt, aber genau das meinte ich.
Wenn man die gleiche Reaktion bei gleichbleibenden Reaktionsbedingungen, das heißt Druck und Temperatur, betrachtet, bleibt die Konstante unverändert.
Ändert man aber Druck oder Temperatur bei gleicher Reaktion, so verändert sich auch die Konstante...

Kann es denn auch sein, dass man der Einfachheit halber einen Wert, der sich bei einer Reaktion nur so gering ändert, dass die Veränderung nicht von Bedeutung für die Auswertung des Versuchs ist, auch als Konstante bezeichnet?
eigegaloder ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.10.2010, 14:46   #10   Druckbare Version zeigen
magician4 Männlich
Mitglied
Beiträge: 6.878
AW: Konstanten in chemischen Formeln

Zitat:
Zitat von eigegaloder Beitrag anzeigen

Kann es denn auch sein, dass man der Einfachheit halber einen Wert, der sich bei einer Reaktion nur so gering ändert, dass die Veränderung nicht von Bedeutung für die Auswertung des Versuchs ist, auch als Konstante bezeichnet?
ja, dieses "~ naeherungsweise hinreichend konstant" findest du recht haeufig, z.b. bei den in der schule beliebten rechnungen zu pH, MWG und so weiter. hier wird (neben weiteren solchen naeherungen, z.b. c ~ c0 u.ae. bei schwachen saeuren / basen) fast immer die "konzentration von wasser in einer waessrigen loesung" mit hinreichend genau konstant ~ 55.5 mol/l angenommen, und dieser wert sodann in das Kc multiplikativ mit eingearbeiten ( Kc --> Ks, Kb usw., wodurch dann Ksund Kb ihrerseits dann ja auch wiederum nur naeherunsweise konstant sind)

weiterhin ist darauf hinzuweisen, dass viele konstanten erst bei hinreichend hoher fallzahl konstant werden, da es sich um statistische aussagen ueber ~ 1023 einzelereignisse handelt.
zum vergleich: ein wuerfel wuerfelt in diesem bild konstant das ergebnis "3.5" (und das, obwohl diese zahl auf dem wuerfel selbst gar nicht vorhanden ist)
gehst du jedoch zu nur wenigen wuerfen, im extremfall einem einzelwurf ueber, so kann das deutlich anders werden.
--> man muss bei konstanten daher auch immer den kontext beachten

gruss

ingo

Geändert von magician4 (19.10.2010 um 14:55 Uhr)
magician4 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.10.2010, 15:03   #11   Druckbare Version zeigen
eigegaloder weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 6
AW: Konstanten in chemischen Formeln

Ja super, genau das wollte ich wissen.

Vielen Dank für Eure engagierten Antworten, ist ja richtig schön, dass einem hier so schnell und gut geantwortet wird.

Bis bald einmal und schönen Tag Euch allen
Liebe Grüße
Lisa
eigegaloder ist offline   Mit Zitat antworten
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