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Alt 03.10.2010, 17:40   #1   Druckbare Version zeigen
kochsalz Männlich
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Glühbirne

Hallo zusammen,

bekanntlich werden die alten Glühbirnen 'eingestampft', d.h. nicht mehr produziert.

Diese Austauschaktion ist evtl. dazu in der Lage mein privates Sortiment an Edelgasen und speziellen Metallen auf zu frischen bzw. zu erweitern.

Frage in die Runde: Hat jemand mal eine Gühbirne analysiert ? Sprich Gas- und Metallzusammensetztung ?

Vermuten würde ich ein N2/Ar - Gemisch als Gas.
Mehr oder minder reines W als Wendeldraht.

Hat jemand etwas anderes gefunden? Gar Os (?) , wie Os-Ram vermuten liesse ?

Grüße
Kochsalz
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Alt 03.10.2010, 19:35   #2   Druckbare Version zeigen
rainbowcolorant Männlich
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AW: Glübirne

Mehr als ich dir selbst darüber sagen könnte, steht in diesem meiner Meinung nach guten Wiki-Artikel

http://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%BChlampe#Schutzgas

Natürlich kommt der Name Osram von Osmium + Wolfram. Und Tungsram kommt vom Englischen Wort tungsten für Wolfram.

Bitte in dem verlinkten Artikel auch nach oben scrollen. Mit dem Link landest du in der Mitte, wie ich gerade sah.

Was ich gerne wissen würde, ist, wie du an genug weggeworfene und noch nicht zerstampfte Birnen kommen willst, um eine vernünftige Ausbeute an Schutzgas zu bekommen.
__________________
Talente erbt man, Neurosen erwirbt man, Charakter hat man.
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Alt 03.10.2010, 20:25   #3   Druckbare Version zeigen
kochsalz Männlich
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Themenersteller
Beiträge: 13
AW: Glübirne

Zitat:
Zitat von rainbowcolorant Beitrag anzeigen
Mehr als ich dir selbst darüber sagen könnte, steht in diesem meiner Meinung nach guten Wiki-Artikel

http://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%BChlampe#Schutzgas

Natürlich kommt der Name Osram von Osmium + Wolfram. Und Tungsram kommt vom Englischen Wort tungsten für Wolfram.

Bitte in dem verlinkten Artikel auch nach oben scrollen. Mit dem Link landest du in der Mitte, wie ich gerade sah.

Was ich gerne wissen würde, ist, wie du an genug weggeworfene und noch nicht zerstampfte Birnen kommen willst, um eine vernünftige Ausbeute an Schutzgas zu bekommen.
Den Artikel kenne ich,

meine Anfrage beinhaltet zwei Aspekte :
a) Das Schutzgas
b) Das verwendete Metall

Das Schutzgas wird i.d.R. {N_2} oder Ar sein, evtl. aber auch Xe und/oder Kr. Die etwas schwierige Aufgabe: Was ist es denn nun ? ist abgesehen von {N_2} ziemlich schwierig zu beantworten - jedenfalls mit Hausmitteln.
Aber genau das ist die Frage: Wie kann man das nachweisen ?


Die Frage nach den verwendeten Metallen sollte einfacher zu beantworten sein.

Die zertrümmerten Glühbirnen als Schutzgas-Spender zu benutzen ist in der Tat unpraktisch.

Gruß
Kochsalz
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Alt 03.10.2010, 20:35   #4   Druckbare Version zeigen
rainbowcolorant Männlich
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AW: Glübirne

Aha, dann ging deine Fraga also eher nicht in die Richtung, was prinzipiell als Schutzgas zur Anwendung kommt, sondern was in einer konkreten Glühlampe drinnen ist und wie du das bestimmst. Das habe ich also missverstanden.

Im Artikel steht aber zumindest, dass Kr und Xe wegen des hohen Preises kaum noch verwendet werden und meistens wie von dir vermutet ein Stickstoff-Argon-Gemisch drinnen ist, außer in Xenonlampen, die man vermutlich zu Recht dort vermuten darf, wo Xenonlampe draufsteht. Die kommen aber meines Wissens kaum in der Raumbeleuchtung zum Einsatz, werden also auch nicht so schnell in großtechnischen Mengen entsorgt werden.

Die Antwort auf meine Frage weiß ich jetzt auch noch nicht. Wie möchtest du an viele nicht zerstampfte, aber bereits entsorgte Glühkolben kommen? Am ehesten könnte ich mir vorstellen, dass du Entsorgungsbetriebe anrufst, sie mögen dir den Müll überlassen, bevor er Schrott wird. Aber da musst du ganz ein schönes Volumen an Glaskolben schleppen. Also ich bin neugierig, wie du das machst.
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Alt 04.10.2010, 13:12   #5   Druckbare Version zeigen
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AW: Glübirne

Edelgasbestimmung in Glühlampen:

Eine NICHT zerstampfte Glühbirne + Hochspannung.
Die Glühbirne bzw. die Glühwendel muss kaputt sein, sollte aber nur mm-Lücke aufweisen. Aus der Farbe des Leuchtens kannst du das Edelgas erkennen.

In Haushaltsglühbirnen wurde lange schon nur noch Stickstoff verwendet. Sonst Argon oder Argon/Stickstoff.

Aber Argon SO gewinnen? Im Baumarkt gibts Argon in 1L Flaschen.
oder bisschen grösser 10L 30L etc für Schutzgasschweissgeräte.

Krypton bekommst am ehesten in Fahrradglühlampen (Da steht dann auch Krypton drauf)

Xenon in Autoglühbirnen... Achtung da... "Hell wie Xenon" vergess gleich... Xenon muss schon als Füllgas angegeben sein.

Nur die Frage... wie rausbekommen und vor allem wie in ein Sammelgefäss für die Elementesammlung bekommen?

Neon bzw. Helium/Neon bekommst aus Glimmlampen (z.B. Verteilersteckerschalter) oder aus Elektroschraubendreher wo man den Finger draufhält und die Spitze in die Steckdose steckt.

LG Klaus
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Alt 04.10.2010, 20:51   #6   Druckbare Version zeigen
bm  
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Beiträge: 54.171
AW: Glübirne

Zitat:
Zitat von kochsalz Beitrag anzeigen
Diese Austauschaktion ist evtl. dazu in der Lage mein privates Sortiment an Edelgasen und speziellen Metallen auf zu frischen bzw. zu erweitern.
Ich würde defekte Glühbirnen für Dich sammeln und en gros Dir zukommen lassen. € 10/Stück?
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Alt 04.10.2010, 20:56   #7   Druckbare Version zeigen
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AW: Glübirne

Zitat:
Zitat von bm Beitrag anzeigen
Ich würde defekte Glühbirnen für Dich sammeln und en gros Dir zukommen lassen. € 10/Stück?
Bernhard... komm in 20 Jahren noch mal zu ihm... dann wird eine Glühbirne das wert sein ;-)
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Alt 04.10.2010, 20:59   #8   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
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AW: Glübirne

Zitat:
Zitat von Lutetium Beitrag anzeigen
aus Elektroschraubendreher wo man den Finger draufhält und die Spitze in die Steckdose steckt.
Phasenprüfer nennt man die Dinger
...und die sind auch nur zu diesem Zweck konzipiert - sie als Schraubendreher zu missbrauchen ist ihrer Lebenserwartung nicht zuträglich.
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
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Alt 04.10.2010, 21:00   #9   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Glübirne

Zitat:
Zitat von Lutetium Beitrag anzeigen
Bernhard... komm in 20 Jahren noch mal zu ihm... dann wird eine Glühbirne das wert sein ;-)
Dann kommt aber Lagerhaltung, Logistik und Kapitalkosten dazu. Besser das Angebot jetzt nutzen!
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Alt 04.10.2010, 21:01   #10   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Glübirne

Zitat:
Zitat von ricinus Beitrag anzeigen
Phasenprüfer nennt man die Dinger
...und die sind auch nur zu diesem Zweck konzipiert -
Die Dinger arbeiten nicht zuverlässig. Besser ein Voltmeter nehmen.
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Alt 04.10.2010, 21:13   #11   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Glübirne

Zitat:
Zitat von bm Beitrag anzeigen
Die Dinger arbeiten nicht zuverlässig. Besser ein Voltmeter nehmen.
Richtige Elektriker alter Schule machen das noch anders. Bei mir ist einmal einer vom Elektrizitätswerk am späten Abend angerückt, weil mein Zähler kaputt war und im ganzen Haus kein Licht...sturzbetrunken war der Mann übrigens - kein Witz. Er hat den Zähler losgeschraubt, seinen Zeigefinger einmal kurz beleckt (wohl um besseren Kontakt zu haben) und dann die Phase angefasst. "Also Spannung ist da", hat er nur gemeint, "dann liegt es wirklich an ihrem Zähler".
__________________
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Alt 04.10.2010, 21:18   #12   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Glübirne

Zitat:
Zitat von ricinus Beitrag anzeigen
...sturzbetrunken war der Mann übrigens - kein Witz.
Vermindert die Leitfähigkeit.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.10.2010, 12:11   #13   Druckbare Version zeigen
rainbowcolorant Männlich
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AW: Glühbirne

@ricinus. Ja, das ist bekannt. Fürs "leckfreie" Prüfen haben sie irgendwann zu dicke Schwielen am Finger. Wir haben über diese Methode sogar in der Schule gelernt, aber der Lehrer musste uns erst gar nicht warnen, es nicht selber zu versuchen, uns hat schon so genug geschaudert. Die Angst vor Stromschlägen ist bei halbwegs intelligenten Menschen erstaunlich hoch. Und über den Rest schreibe ich besser nichts, sonst ist das Thema zu oder ich für eine Woche weg

@Lutetium: Mein erster Gedanke war auch eine emissionsspektrografische Methode, nur wäre ich nicht auf die simple Idee gekommen, aus der Birne eine "Geisslerbirne" zu machen. Frage 2, wird die Wendel nicht sowieso kaputt, wenn der TES ein paar Hundert Volt dranklemmt? Allerdings ist dann natürlich der Millimeterabstand auch nicht mehr gegeben, wogegen dann wohl nur mehr mehrere zig Kilovolt helfen würden und da wird kein selbst gebauter Trafo bzw. Funkeninduktor mehr mitkommen ^^. Andererseits: wie kann man so einen Faden so zerreißen lassen, dass der Abstand 1. so dünn ausfällt und 2. dann auch so bleibt? Also doch ein Schwefelsäureunterbrecher?

Ich denke wenn explizit Xenonlampe und nicht "wie Xenon" oder so was draufsteht, wäre es zumindest echter Betrug, wenn dann kein Xenon drinnen ist. Allerdings weiß ich nicht den Prozentsatz, ab dem man Xenonlampe sagen kann. Aber sag mal: kennt man die echten Xenonlampen nicht an dem typisch bläulichen Licht?

@bm: machst du mit mir ein Joint Venture. Ich liefere dir zusätzliche Lampen zum Großhandelspreis von 5 €. Ist doch eine Win-Win-Situation

Wieso vermindert Alk im Blut die Leitfähigkeit? Zu viel unpolares Medium in den Zellen?
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Alt 05.10.2010, 12:56   #14   Druckbare Version zeigen
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AW: Glühbirne

Der Mann hatte demnach wirklich nicht alle Tassen im Schrank, denn der Hautwiderstand ist bei gegebener Spannung nicht so groß, dass auch noch mit Feuchte nachgeholfen werden muss...

Kommt man an den Phasenleiter gibt es einen kleinen aber gut hörbaren 'Schnalzer' und mit etwas Glück gibt es sogar schwarze Spuren an den Fingern.
Generell fühlt man nur einen sehr schmerzhaften kribbeligen zugleich den Arm lähmenden Krampf der so unangenehm ist, dass man nie mehr wieder freiwillig einen Phasenleiter anfasst...

Vielleicht trug der Mann sehr gute Schuhe und hatte eine so dicke Hornhaut an der Stelle - ich will's, der mehrmaligen eigenen unfreiwilligen Erfahrung wegen dennoch nicht wirklich glauben...!

Die üblichen Glühlampen mit Sockel E14/E27 werden mit Vakuum-Schutzgas gefüllt, teurer Marken die gegen Spannungsschwankungen resistenter sind und länger halten sollen, werden mit schwerem Argon befüllt. Für billige Massenware kommt Stickstoff zum Einsatz.

Übrigens sind die zwei dünnen Haltedrähte an der Wolfram-Doppelwendel aus Molybdän gefertigt - einfach einmal mit H2SO4 abrauchen bis das Tiegelchen im Dreieck einen schönen blauen Belag zeigt...

Leider ist Herr Dr. Aue bei der Fa. Osram seit 2 Jahren im Ruhestand - der nette Herr half und antwortete gerne.
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Alt 05.10.2010, 13:02   #15   Druckbare Version zeigen
M.T.  
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Beiträge: 2.306
AW: Glübirne

Zitat:
Zitat von kochsalz Beitrag anzeigen
b) Das verwendete Metall
Für die Glühfadenhalterung soll reines Molybdän zur Verwendung kommen.

Wenn du für deine Elemente- und Verbindungssammlung noch ein Oxid haben willst, dann kannst du den Wolframdraht an der Luft elektrisch glühen lassen. Es entsteht gelb-orange farbenes WO3.
M.T. ist offline   Mit Zitat antworten
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