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Alt 21.09.2010, 16:43   #1   Druckbare Version zeigen
Wat  
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Themenersteller
Beiträge: 59
Redoxgleichung

Hallo zusammen,

ich habe eine allgemeine Frage zu Redoxgleichungen.

Bei Gleichungen wie z.B Alcotest wird immer nur erwähnt welches Milieu vorliegt ( Bei dem Alcotest ist es ja Schwefelsäure, also saueres Milieu)
Die Gleichung wird dann so aufgestellt, dass Bei der Oxidation von Ethanol zu Ethanal zwei Elektronen und 2 H+- Teilchen frei werden...Nur steht in den Büchern nicht mit was Ethanol oxidiert wird. Oder ist dann bei dem Alcotest Cr2O72- das Oxidationsmittel? Aber was für eine Rolle spielt dann die Säure...Ich habe mir überlegt, dass man das evlt so formulieren kann: Ethanol + Wasser -> Ethanal und Oxoniumionen und 2 Elektronen ( Schwefel bindet das Wasser dann wieder, damit Ethanal nicht zur Essigsäure wird)
Und bei der Reduktion Cr2O72-+ H3O+ + 6 e- -> 2Cr3+ + H2O ....Stimmt das so? Bei dem Nachweis von Permanganat mit Bleioxid habe ich nämlich eine Gleichung gefunden, die das auch mit Wasser und Oxoniumionen löst und nicht nur einfach die H+- Teilchen enthält...i.wie hat mich das verwirrt ...Die Gleichungen sind jetzt auch noch nich ausgeglichen..wie man sieht...Evtl. kann mir hier ja jemand helfen.

Wat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.09.2010, 17:56   #2   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 13.696
AW: Redoxgleichung

Die Gleichung ist nicht ausgeglichen. Links und rechts müssen die gleiche Anzahl an Atomen stehen und die Ladungen müssen auch gleich sein.

Der Alkohol wird über Acetaldehyd bis zur Essigsäure oxidiert.

Also probiere es noch mal. Das Grundprinzip stimmt schon.

Grundsatz Redoxreaktion mit Sauerstoffverbindungen:

Im Sauren

Oxidation Links wird mit Wasser ergänzt, rechts entstehen H+-Ionen

Reduktion ist es umgekehrt.

Im Alkalischen bis Neutralen

Oxidation: Links wird mit OH- , rechts mit Wasser ausgeglichen

Reduktion wieder vise versa.

So jetzt versuche mal selber.
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Vena lausa moris pax drux bis totis
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Alt 21.09.2010, 18:46   #3   Druckbare Version zeigen
Wat  
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Themenersteller
Beiträge: 59
AW: Redoxgleichung

Ich hab jetzt folgendes:

Oxidation: CH3-CH2-OH + 2H2O
CH3-COH + 2e- + 3H3O+

Reduktion: Cr2O72- + 6e- + 14 H3O+
2Cr3+ + 21H2O

Oben bei der Oxidation multiplizier ich mal 3, damit ich die gleiche Elektronenzahl wie bei der Reduktion habe.

3CH3-CH2-OH + 6H2O
3CH3-COH + 6e- + 9H3O+


und wenn ich nun zusammenfasse, bekomme ich folgendes raus:

Cr2O7 2- + 5H3O+ CH3-CH2-OH

CH3-COH + 2Cr3++ 15H2O

Okay...stimmt das jetzt so?
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Alt 21.09.2010, 18:52   #4   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 13.696
AW: Redoxgleichung

Die Endgleichung stimmt noch nicht. Zähl alles noch mal nach. Ladungen und Wasser!!
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Vena lausa moris pax drux bis totis
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Alt 21.09.2010, 20:11   #5   Druckbare Version zeigen
Wat  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 59
AW: Redoxgleichung

Habs mir noch einmal angeguckt, und find den Fehler leider nich...nach der Gleichung in meinem "Pocket- Teacher" habt ich am ende 7H2O..aber die lassen auch das H2O bei der Oxidation weg
CH3-CH2-OH + 2H2O CH3-COH + 2e- + 3H3O+

und schreiben einfach nur: CH3-CH2-OH CH3-COH + 2e- + 2H+
und bei der Reduktion dann eben nur 14H+...aber wenn ich jetzt das Wasser und das Oxonium miteinbeziehe bekomme ich halt andre Werte raus...
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Alt 21.09.2010, 20:27   #6   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 13.696
AW: Redoxgleichung

In der Oxidationsgleichung ist ein Fehler. Es entstehen kein 3 H3O+ sondern nur 2.

CH3CH2OH + 2 H2O => CH3CHO + 2 H3O+ + 2 e-

Damit noch mal alles neu berechnen.
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Vena lausa moris pax drux bis totis

Geändert von Nobby (21.09.2010 um 20:43 Uhr)
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Alt 21.09.2010, 20:46   #7   Druckbare Version zeigen
Wat  
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Themenersteller
Beiträge: 59
AW: Redoxgleichung

Oh ja..hab ich gar nich gesehn...so müsste es jetzt stimmt, oder?

Cr2O7 2- + 8H3O+ 3CH3-CH2-OH

3CH3-COH + 2Cr3++ 19H2O

Dann hab ich noch eine Frage, eben wegen den unterschiedlichen Schreibweisen...in meinem einem Chemiebuch stehen bei der Oxidation ja nur die 2H+- Teilchen und bei der Reduktion die 14H+....und ich dachte mir dann eben, dass durch die Salzäure in der Lösung Wasser und H3O+ sind oder ist in so einer Lösung generell noch Wasser mit drin und die H3O+ sind dann von der Säure oder stehen Wasser und H3O+ im Gleichgewicht. Und Ethanol kann sich von Wasser oxidieren und das chromatoxid von H3O+ reduzieren lassen? Und Kaliumdichromat ist dann das sogenannte Reduktionsmittel, welches dann erst mit Hilfe der freiwerdenden Elektronen von Ethanol und den dabei entstehenden Oxoniumionen + der Oxoniumionen die schon in der Lösung vorhanden sind zu Cr3+ reduziert wird ...So ja..weiß jetzt nicht ob das so hunderprozentig stimmt?..Aber stimmt das so mit dem Wasser und den Oxoniumionen...so könnte ichs mir jedenfalls besser vorstellen als mit den Protonen die einfach in den Raum geschmissen werden...
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Alt 21.09.2010, 20:55   #8   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
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Beiträge: 13.696
AW: Redoxgleichung

Es stimmt immer noch nicht.

Oxidation

3 CH3CH2OH + 6 H2O => 3 CH3CHO + 6 H3O+ + 6 e-

Reduktion

Cr2O72- + 14 H3O+ + 6 e- => 2 Cr3+ + 21 H2O

Addition:

3 CH3CH2OH + Cr2O72- + 8 H3O+=> 3 CH3CHO + 2 Cr3+ + 15 H2O

Dichromat ist kein Reduktionsmittel sondern das Oxidationsmittel Der Alkohol ist das Reduktionsmittel.
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Vena lausa moris pax drux bis totis
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Alt 21.09.2010, 21:21   #9   Druckbare Version zeigen
Wat  
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Themenersteller
Beiträge: 59
AW: Redoxgleichung

Oh okay, bin ein bisschen durcheinander gekommen

Aber der Rest stimmt? Außer, dass eben Ethanol das Reduktionsmittel ist, und Dichromat das Oxidationsmittel is....also im Prinzip oxidiert Wasser (von dem Gleichgewicht der Säure??) Ethanol und Oxoniumionen(von der Säure?) das Dichromat..und da Dichromat die Elektronen von dem oxidierten Ethanol aufnimmt ist Ethanol das Reduktionsmittel...
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Alt 21.09.2010, 23:48   #10   Druckbare Version zeigen
Wat  
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Themenersteller
Beiträge: 59
AW: Redoxgleichung

Ähhm, hab noch eine Frage..Ich hab noch diese Gleichung gefunden
3 CH3CH2OH +K2Cr2O72-
+4H2SO4 3CH3CHO + Cr2(SO4)3 + K2SO4
Von der Gleichung her geht das ja nun auch auf...8 H+ von der Schwefelsäure und 6 H+ von Ethanol gibt mit den 7 O 2- 7H2O ... Ist es egal wie ich diese Redoxgleichung formuliere, also ob ich es nun mit H3O+ bzw. mit H2O -Teilchen oxidiere bzw. reduziere, oder ist das nur die ausführliche Variante...und wenn ja, wie kann ich da Schwefel bzw. Kalium mit einbringen, damit die Gleichung aufgeht?
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Alt 22.09.2010, 06:47   #11   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
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Beiträge: 13.696
AW: Redoxgleichung

Zitat:
Zitat von Wat Beitrag anzeigen
Oh okay, bin ein bisschen durcheinander gekommen

Aber der Rest stimmt? Außer, dass eben Ethanol das Reduktionsmittel ist, und Dichromat das Oxidationsmittel is....also im Prinzip oxidiert Wasser (von dem Gleichgewicht der Säure??) Ethanol und Oxoniumionen(von der Säure?) das Dichromat..und da Dichromat die Elektronen von dem oxidierten Ethanol aufnimmt ist Ethanol das Reduktionsmittel...
Nein Wasser oxidiert gar nicht, daß liefert nur die H+ Ionen bzw es bildet sich daraus.

Oxidieren tut das Oxidationsmittel, wie das Reduktionsmittel reduziert.
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Vena lausa moris pax drux bis totis
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Alt 22.09.2010, 06:51   #12   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
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Beiträge: 13.696
AW: Redoxgleichung

Zitat:
Zitat von Wat Beitrag anzeigen
Ähhm, hab noch eine Frage..Ich hab noch diese Gleichung gefunden
3 CH3CH2OH +K2Cr2O72-
+4H2SO4 3CH3CHO + Cr2(SO4)3 + K2SO4
Von der Gleichung her geht das ja nun auch auf...8 H+ von der Schwefelsäure und 6 H+ von Ethanol gibt mit den 7 O 2- 7H2O ... Ist es egal wie ich diese Redoxgleichung formuliere, also ob ich es nun mit H3O+ bzw. mit H2O -Teilchen oxidiere bzw. reduziere, oder ist das nur die ausführliche Variante...und wenn ja, wie kann ich da Schwefel bzw. Kalium mit einbringen, damit die Gleichung aufgeht?
Das ist die komplette Gleichung, die aber vermutlich durch Tippfehler falsch ist. Dort gibt es keine Ladungen.

Kalium und Sulfat sind sogenannte Zuschauerionen, die nehmen an der eigendlichen Reaktion nicht teil, deshalb ist die Schreibweise nur mit den beteiligten Ionen korrekt. Also die komplette Gleichung is eh quatsch, da ja alle Ionen in wässriger Lösung vorliegen.
__________________
Vena lausa moris pax drux bis totis
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Alt 22.09.2010, 14:46   #13   Druckbare Version zeigen
Wat  
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AW: Redoxgleichung

Ja, nur nach dieser Gleichung:
3 CH3CH2OH +K2Cr2O7+4H2SO4 3CH3CHO + Cr2(SO4)3 + K2SO4 + 7H2O

entstehen ja nur 7H2O ..
und wenn ich jetzt alles so aufschreibe:
Oxidation

3 CH3CH2OH + 6 H2O => 3 CH3CHO + 6 H3O+ + 6 e-

Reduktion

Cr2O72- + 14 H3O+ + 6 e- => 2 Cr3+ + 21 H2O

Addition:

3 CH3CH2OH + Cr2O72- + 8 H3O+=> 3 CH3CHO + 2 Cr3+ + 15 H2O

entsteht ja mehr Wasser... ist dann im Prinzip trotzdem beides richtig,wenn es nicht relevant ist zu wissen wie viel Wasser genau entsteht?


Zitat:
Kalium und Sulfat sind sogenannte Zuschauerionen, die nehmen an der eigendlichen Reaktion nicht teil, deshalb ist die Schreibweise nur mit den beteiligten Ionen korrekt

Ähm, Also reicht es wenn ich nur die H+- Teilchen von der Schwefelsäure dazu schreibe?..und Sulfat + Kalium sollte ich weglassen?
Wat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.09.2010, 14:51   #14   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
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Beiträge: 13.696
AW: Redoxgleichung

Kürze mal die Gleichung mit dem H3O+ links und rechts mit H2O

Was kommt raus?
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Vena lausa moris pax drux bis totis
Nobby ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.09.2010, 17:10   #15   Druckbare Version zeigen
Wat  
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AW: Redoxgleichung

Mh,klar, dann komme ich auf die gleiche Anzahl...Also falls eine Redoxreaktion in einem sauren Milieu statt findet, kann ich einfach die Protonen dazurechnen und muss nicht die komplette gleichung mit dem Wasser und den Oxoniumionen aufstellen?
Wat ist offline   Mit Zitat antworten
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